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Vorbericht Rocking Circus Tollwood Music Arena 12. Juli MANFRED MANN’S EARTH BAND | JETHRO TULL by IAN ANDERSON | SWEET

(geraldandersson) Mein ganz persönliches Tollwood Highlight findet dieses Jahr am 12. Juli in der Music Arena statt. Gleich drei Legenden der Superlative konnten verpflichtet werden und sind für jeden Rock-Fan ein absolutes „Muss“.

Ein Ticket, drei Bands und 4 Stunden Programm! Wo es das gibt? Tja Freunde, das ist wirklich etwas ganz Spezielles, das sich die Organisatoren hier haben einfallen lassen.

Manfred Mann’s Earth Band

Manfred Mann gründete bereits in den 60ern seine eigene Band, welche dann ziemlich schnell populär wurde. 1971 wurde dann daraus die „Manfred Mann´s Earthband“, zusammen mit Colin Pattenden, Chris Slade und Mick Rogers. Vom Blues Rock ging es über eine mehr Instrumentelle Phase hin zum Progressive Rock.

1975 verlässt Sänger Mick Rogers die Band, es folgt Chris Thompson, mit seiner markanten Stimme. Dem personellen Umbruch folgte dann auch der musikalische, Mainstream wurde jetzt gespielt. 1976 kommt dann auch der kommerzielle Erfolg mit den nächsten Alben „The Roaring Silence“ und „Watch“. Auf diesen Platten finden sich Songs wie „Blinded by the Light“ (ein weiteres Springsteen-Cover) und „Davy’s on the Road again“, die international zu Chart-Hits wurden. „Blinded by the Light“ erreichte Platz 1 der Single Charts in den USA.

Bereits 1978 hatte mit Chris Slade das letzte Mitglied von Manfred Manns ursprünglicher Formation die Band verlassen. 1983 erscheint der Zusammenschnitt dreier Live Konzerte in Budapest. Hier wurden die rein kommerziellen Songs gespielt und aufgenommen.

1988 löste sich die „Earthband“ dann auf.

1991 schaffte es Manfred Mann dann, die Band mit Mick Rogers neu zu formieren. Es folgten nach wie vor sehr viele personelle Wechsel, was es mitunter nicht einfach macht, immer den Überblick über die Band zu behalten.

Mein absolutes Lieblingslied aber ist „Quinn the Eskimo“ (the Mighty Quinn). Ich weiß noch gut, wie das in den späten 70ern zu jeder Hardrock Runde in der Disco gehörte. Jeder sang mit, was das Zeug hielt. Es gehörte einfach dazu!

Freuen wir uns also gemeinsam auf den ersten Teil des langen Rockabends, mit den Hits, welche wir auch heute noch gerne hören.

Jethro Tull

Traten bereits 1968 im legendären Londoner „Marquee Club“ auf. Gute 60 Millionen Platten später tourt Gründer Ian Anderson immer noch in der Weltgeschichte umher.

Ursprünglich hieß die Band „Four Fingers“, was einem Buchungsagenten so rein gar nicht gefiel. Flugs benannte er in einer Ankündigung in „Jethro Tull“ um und dabei blieb es dann bis heute. Ebenso waren sich die Kritiker uneins, wie man denn den Musikstil bezeichnen solle. Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden.

Markant ist auf alle Fälle die Querflöte von Ian geblieben, besonders bei dem erfolgreichsten Song „Locomotive Breath“ ein unverwechselbares Kennzeichen.

Ihren größten Erfolg erreichte die Band mit dem ersten von drei in Folge erschienenen Konzeptalben, Aqualung(1971), das neben dem Titelsong weitere Tull-Klassiker enthält, allen voran den vielleicht bekanntesten Song der Band, Locomotive Breath.

1972 folgte mit „Thick as a Brick“ dann das seiner Meinung nach, erste richtige Konzeptalbum von Ian Anderson.

Es folgten auch hier viele personelle Veränderungen und Umbesetzungen.

2008 bis 2011 ging Jethro Tull auf „40th Anniversary Tour“ bis „43rd Anniversary Tour“. Im Jahr 2012 verließ dann der langjährige Gitarrist Martin Barre offiziell die Band. (auch er tourt unter „Jethro Tull by Martin Barre“ noch heute!)

Die Bandgeschichte ist durch viele, wechselnde Besetzungen geprägt. Ian Anderson versuchte die jeweils kompetentesten Musiker zu sich zu holen, die in der Lage waren, auch seine schwierig zu spielenden musikalischen Ideen optimal umzusetzen – sowohl im Studio als auch auf der Bühne. Die Live-Auftritte von Jethro Tull waren und sind dementsprechend von großer musikalischer Professionalität gekennzeichnet.

Freuen wir uns auf viele Songs abseits des Mainstream, nicht immer mit eingängigen Melodien, dafür aber mit dem Wissen, höchst professionell gespielte Musik zu bekommen.

The Sweet (Sweet seit ca. 1974)

Die in Middlesex gegründete Band tingelte anfangs durch Clubs und Diskotheken in England. Erst mit den Songschreibern Mike Chapman und Nicky Chinn stellte sich dann langsam der Erfolg ein. Es war die Zeit des „Glam Rocks“. Wir kennen noch die glitzernden Klamotten, die riesig hohen Stiefel und die langen Mähnen, besonders die blonde von Lead Sänger Brian Connolly blieb in Erinnerung. (er starb 1997)

Nach einigen weiteren Singles wie Poppa Joe, Little Willy und Wig Wam Bam wurde ihnen ab 1973 ein härteres, zeitgemäßes Image als Glamrock-Band nebst entsprechendem Hit-Material verpasst. Die Industrie wollte das so haben – und der Erfolg gab ihnen recht. „Block Buster“ war seiner Zeit voraus und schlug so richtig ein. „Ballroom Blitz“ oder „Teenage Rampage“ waren aufgemotzte Rockhymnen, mit Sirenen oder Donner, was es so noch nicht gab.

Nach der Trennung von Chapman/Chinn kam mit „Fox on the Run“ die erste selbstverfasste Single auf den Markt. Die Bandmitglieder wollten sich verstärkt selbst einbringen.

Insgesamt hatten „Sweet“ in Deutschland 16 Hits in den Top Ten, von denen acht den ersten Platz belegten.

Die klassische Bandbesetzung scheiterte auch hier und zwar auch wegen den Alkohol Exzessen von Sänger Brian Connolly, welcher 1979 die Band verließ.

„Sweet“ tritt heute noch, im 50jährigen Bestehen, unter der Leitung und Mitwirkung von Andy Scott auf und spielt Stücke der 1970er Jahre sowie neuere Titel in der Besetzung: Andy Scott, Bruce Bisland, Peter Lincoln (ex Sailor und aktuell Frontm3n) und Tony O`Hara auf.

Andy Scott´s Engagement ist es zu verdanken, dass die Band dieses Jahr ihr 50jähriges Bestehen feiern kann. Mit Pete Lincoln holte er sich stimmliche Verstärkung. Dieser setzt durchaus eigene Akzente, aber die Songs erinnern stimmlich an die Ohrwürmer der 70iger. Pete ist sowohl solo, als auch äußerst erfolgreich mit den „Frontm3n“ unterwegs (Peter Howarth, Hollies und Mick Wilson, 10cc).

Das also bildet den rockigen Abschluss des langen Abends auf dem Tollwood!

Eine gelungene Mischung auch verschiedenen Epochen, vollgepackt mit Hits und Erinnerungen.

Meine Lieblingssongs des Abends (hoffentlich):

-„Mighty Quinn“ und „Dave´s on the Road again“

-„Locomotive Breath“ und „Aqualung“

-„Teenage Rampage“ und „Love is like Oxygen“

Gerald O. Andersson

Journalist/ Fotographer

http://www.koncert-fotos.com

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