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Soom – Джєбарс / Djebars

(as) „Soom“ sind definitiv nicht „high fidelity“, und das im Guten wie Schlechten – ersteres für den Fall, dass man vorsätzlich „kaputt“ klingende Musik grundsätzlich nicht ablehnt. Die Band verschmilzt auf ihrem zweiten Album abgrundtief gestimmte Gitarren mit Mantra-artigem Gesang, der sich weniger als solcher, sondern eher als monotone Rezitation bezeichnen lässt, und Versatzstücken aus der folkloristischen Tradition ihrer Heimat, der Ukraine.

Wegen der verquasten Arrangements der Stücke auf „Джєбарс“ – falls man überhaupt von bewusster Strukturierung sprechen darf – hat die Platte etwas von einem weltfremden Soundevent und ist keine Liedersammlung im herkömmlichen Sinn. Der Klangcharakter lässt sich als verhallt und garstig bis finster beschreiben – analog quasi zu den im Entstehungsland vorherrschenden Umständen.

Möchte man das Material nicht in seinem kulturellen Kontext deuten, bleibt es abstrakt: Sludge mit ein paar abwegigen Einfällen an der Schwelle zum rabenschwarzen Drone von „SunnO)))“. Dass Mitglied Amorth eine langjährige Triebfeder des Black-Metal-Undergrounds im Land ist und u.a. bei „Drudkh“ spielte, lässt in Hinblick aufs Selbstverständnis von „Soom“ tief blicken.

Hervor stechen während des in mehreren Belangen unterirdischen Hörerlebnisses ausgerechnet die lichten Momente, die man im Geiste klassischer Ambient-Musik verorten darf, wofür insbesondere die Tracks fünf und sechs beispielhaft stehen. Selbst diese weisen allerdings fiese Brüche auf, ob nun in Form markerschütternder Subbässe oder beinahe Gabba-mäßiger Electro-Beats.

Schlau wird man aus diesem Wust nicht wirklich, doch Hut ab vor Anton Kitajew dafür, dass er so etwas über seine Plattenfirma vertreibt. Die nicht mehr ganz aktuelle Veröffentlichung erfolgt bei ihm mit zwei zusätzlichen Stücken am Ende, die dem Fass nicht nur in Anbetracht ihrer jeweiligen Überlänge den Boden ausschlagen; ungenießbarer geht‘s kaum mehr …

Label: BNiL

http://noname666.bandcamp.com

Понад Секвоями: Джерело 07:42

Вщент 10:44

Сміх дів нічних 01:12

Під променем тьмяним захована мрія 13:21

Сувенір фен-шуй 01:26

Полтавський Шлях 10:51

Спокій і тиша цілодобово 01:16

Коляска 09:37

Нагно 12:36

Панічна Атака 07:23

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Experimental, Folk, Sludge,

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10.08.19 German Kultrock Festival in der Balver Höhle

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