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musikalisches schreibkollektiv

THE DHARMA CHAIN – Some Kind Of Pure State

(ju) „Beseelt“ und „beschwingt“ sind die beiden Adjektive, die mir in den Sinn kommen, wenn ich – wieder und wieder – „Some Kind Of Pure State“ von THE DHARMA CHAIN höre. „Hören“ wiederum wird dem Hörerlebnis nicht wirklich gerecht. „Eintauchen“, „mitschwingen“, „mich davon tragen lassen“ trifft die Empfindungen schon eher. Das Adjektiv, das mir jedoch als erstes ad hoc in den Sinn kam, war „fluffig“ – ein Wort, das ich normalerweise in einem völlig anderen Kontext verwende, nämlich in meinen Yogastunden. Die Gros der acht Lieder auf „Some Kind Of Pure State“ fühlt sich für mich nämlich schlicht und ergreifend fluffig an. Oder sollte ich vielleicht „fluffisierend“ als Wortneuschöpfung einführen? (Der deutsche Wortschatz reicht mir nie aus für ehrliche Rezensionen…) Denn ich wette, dass sich verfilzte Faszien allein beim fokussierten Lauschen ganz von alleine, auch ohne Yin Yoga oder Blackroll-Folter oder Triggerpunkt-Massagen lösen. 

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Filed under: Album Reviews, Post Punk, Psychedelic, Rock, Shoegaze

ANGER MGMT. – Anger is Eternal

(ju) „Anger is Energy“ – so der bezeichnende Name des 2023er Debüts von ANGER MGMT., auf dem die Band mit ihrer charakteristischen Mischung aus düsterem Post-Punk und Noise-Rock sowie eingängigeren Alternative- und Grunge-Vibes auf sich aufmerksam machte. Drei Jahre später legt das Schweizer Trio aus Winterthur mit dem ebenso bezeichnenden Titel „Anger is Eternal” ein weiteres Ergebnis gelebter Musiktherapie nach. Wie auf dem Vorgänger nutzt Sänger und Gitarrist Nik Petronijevic seine Musik und Texte als Ventil für eine ausgeprägte Angsterkrankung und Depression, unter denen er seit frühester Kindheit leidet. Erkrankungen, die man nicht einfach so abschütteln kann. Mit denen man lernen muss umzugehen. Mit denen man sich arrangieren muss. Mit denen man leben muss – um zu leben. 

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A/LPACA – Laughter

(jul) Es gibt Alben, die einem ins Gesicht springen – und dann gibt es Laughter, das in den Schädel kriecht, sich in die Hirnwindungen einfräst und dort wie eine seltsam vibrierende Erinnerung verweilt. A/LPACA aus Mantua präsentieren mit ihrem zweiten Langspieler eine halbstündige Expedition ins Grenzgebiet von Noise, Neurose und Nirwana – und machen dabei deutlich, dass Lachen keine einfache Regung ist, sondern ein komplexer, kulturell überfrachteter Akt: reflexhaft, subversiv, tröstlich – oder einfach Ausdruck des Wahns.

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