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Envy (JP) in Köln, Gebäude 9, 11. August 2025

(pe) Am 11. August 2025, als die Sonne längst hinter einem matten Schleier aus Sommerdunst versunken ist, beginnt das Gebäude 9 in Köln zu pulsieren wie ein Herz, das den Takt einer unsichtbaren Vorahnung schlägt. Die Luft ist schwer – durchzogen von erwartungsvollen Stimmen, warmer Elektrizität und dem leisen, fiebrigen Wissen, dass gleich etwas Gewaltiges geschehen wird. Dann, ohne Pomp, ohne Ankündigung, treten sie ins Licht: envy – jene Formation aus Tokio, die seit 1992 wie ein unruhiger Strom zwischen Hardcore, Screamo und den weiten, fließenden Ebenen des Post-Rock mäandert. Aus den verrauchten Kellerclubs ihrer Anfangsjahre emporgewachsen, haben sie mit neun Studioalben, zahllosen EPs und Splits, Tourneen in allen Himmelsrichtungen und Kollaborationen mit Größen wie Mogwai oder Thursday einen Klang geformt, der ungestüm und zugleich erhaben ist.

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The Vintage Caravan – Portals

(js) Wenn man denkt, dass Retro-Rock nicht mehr frischer klingen kann, kommen „The Vintage Caravan“ daher und schieben mit ihrer sechsten Langrille „Portals“ einen satten, psychedelischen Bluesrock-Brocken auf die Bühne, der klingt, als hätten die 1970er ein Date mit Curtis Newton (aka „Captain Future“) aus dem Jahre 2200. Die Isländer, die schon als Teenager die Bühnen Europas unsicher gemacht haben, zeigen mit diesem Album, dass sie nicht nur die alten Meister wie „Led Zeppelin“, „Deep Purple“ oder „Cream“ verehren, sondern auch verdammt gut wissen, wie man deren Vibe in die Moderne katapultiert. Den Rest des Beitrags lesen »

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Nazca Space Fox & Wasteland Haze -Backyard Club e.V. Recklinghausen 20. September 2025

(pe) Der Backyard Club e.V. in Recklinghausen – Roter-Backstein-Charme, gemütliche Kellerkneipen-Atmosphäre, Salzstangen und Kerzen auf den Tischen und sympathische Charaktere wohin man auch blickt … und am Wichtigsten: obwohl der Club sich mittlerweile auch bei internationalen Szenehochkarätern wie Seedy Jeezus (Australien/NZ), High Desert Queen (USA), Skyjoggers (Finnland), No Man’s Valley (Niederlande), The Great Machine (Israel) oder El Perro/Radio Moscow (USA u.A.) als beliebte Auftrittslocation etabliert hat, bietet dieses kleine Juwel irgendwo im Recklinhausener Nirgendwo nach wie vor primär heimischen Bands, egal ob etablierte Profis, Amateure oder noch im Selbstversuchs-Stadium befindliche Newcomer die Plattform sich in einem fast intimen Rahmen von irgendwo zwischen 20 und 100 Musikliebhabern live zu präsentieren. Den Rest des Beitrags lesen »

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Sheev – Ate’s Alchemist

(js) Werte Heavy-Music-Enthusiasten, wenn ihr auf der Suche nach einem Album seid, das euren Kopf gern mal mit spiralförmigen Riffs durchspült und auf eine psychedelische Klassenfahrt begleiten mag, dann gäbe es weitaus schlechtere Kumpels als Sheev‘s Zweitwerk „Ate’s Alchemist“. Den Rest des Beitrags lesen »

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Fargo – Live in ’25

(mh) Fargo wurden 1973 von Fargo-Pedder (Peter) Knorn in Hannover gegründet. Die Band publizierte in Ihrer ersten erfolgreichen Kreativphase vier Alben, das wohl bekannteste darunter ist „Front Page Lover“. 1984 übernahm David Krebs das Management der Band, die sich dann in Victory umbenannte. Peter ist ja auch Buchautor mit den Werken „Bis Hierhin Und So Weiter“ – 2016 und 2025 – „Von Narren und Kojoten. 2016 erfolgte beim Release-Gig zum ersten Buch eine Wiedergeburt von Fargo und zwei Studio-Alben in 2018 – Constellation und 2021 – Strangers D’Amour. 2025 erscheint am 12. September das erste Live-Opus „Live In ’25“ mit dem aktuellen Line-Up Peter Ladwig – Gesang, Gitarre; Peter Knorn – Bass; Henny Wolter – Gitarre und Nikolas Fritz – Schlagzeug. Den Rest des Beitrags lesen »

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Orsak:Oslo – Silt And Static

(vo) Ich kann mich noch sehr gut an ihren Auftritt bei unserem Freak Valley Festival 2023 erinnern, als sie den Freitag bei feinstem Wetter mit ihrer sehr angenehm anzuhörenden, instrumentalen Musik einläuteten: in der Hauptsache Post- und Spacerockig, mit Prog- und Psychedelicanleihen. Entspannt und ausbrechend, sanft und deftig, melancholisch und wuchtig. Damals hatten sie, nach etlichen EPs und Singles, ihre erste LP „In Irons“ im Gepäck, die ich natürlich kaufte und die seitdem meine Sammlung ziert. Nun also endlich neuer Stoff der Herren aus Göteborg/Schweden und Oslo/Norwegen, der mich, das vorweg, begeistert und beeindruckt, HERRLICH! Den Rest des Beitrags lesen »

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The Great Machine – Working Class Anarchist

(jul) Lauter als Bomben, dreckiger als der Zeitgeist: The Great Machine mit dem Soundtrack zur Eskalation.
Wenn ein Albumtitel wie Working Class Anarchist in die Welt geschleudert wird, klingt das erstmal nach Kampfrhetorik. Nach erhobener Faust, nach Überzeugung. Aber was The Great Machine auf ihrem sechsten Album abliefern, ist mehr als ein Aufruf zur Revolte. Es ist ein Manifest aus Dreck, Druck, Doom und sleaziger Energie – ein Soundtrack für eine Welt, die zu lange auf Standby lief und jetzt anfängt zu brennen.

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Spidergawd – From Eight to Infinity

(Js) Oh, „Spidergawd“, ihr norwegischen Riff-Götter, was habt ihr da bloß wieder aus dem Ärmel geschüttelt? Mit „From Eight to Infinity“ liefert die Band aus Trondheim ihr achtes Werk ab. Und, oh là là, sie haben die römischen Ziffern endlich in den Ruhestand geschickt, nur um mit einem Titel aufzutauchen, der klingt, als hätten sie einen Mathematiker und einen Poeten mithilfe einer Prise nordischer Tundra-Magie in einen Mixer geschmissen und ein musikalisches, arithmetisches Mittel erschaffen: „From Eight to Infinity“? Den Rest des Beitrags lesen »

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Aptera – You Can’t Bury What Still Burns

(tob) Aptera wurden 2018 in Berlin gegründet und sind international besetzt. Die vierköpfige Female-Metal-Band – bestehend aus Musikerinnen aus Italien, Belgien, den USA und Brasilien – spielt einen Stil, den man nur schwer in eine Schublade stecken kann. Zumindest gilt das für ihr Debütalbum “You Can’t Bury What Still Burns”, auf dem Doom, Sludge, Stoner, Thrash, Psychedelic, Punk und klassischer Metal zu einem brodelnden Mix verschmelzen. Hinter Aptera stehen Michela Albizzati (Gitarre/Gesang), Celia Paul (Bass/Gesang), Renata Helm (Gitarre/Backing Vocals) und Sara Neidorf (Drums). Erste Aufmerksamkeit erregte das Quartett 2019 mit der selbstbetitelten digitalen 6-Track-EP “Aptera”, die sie am 13. September in Eigenregie veröffentlichten – und die wir uns natürlich auch angehört haben. Den Rest des Beitrags lesen »

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