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musikalisches schreibkollektiv

Exploring Bad//Dreems‘ Ultra Dundee Album

(jm) Bad//Dreems von down under sind für mich bisher ein unbeschriebenes Blatt. Womit ich ihnen unrecht tue, denn „Ultra Dundee“ ist bereits der fünfte Longplayer der Band und zugleich ihr bisher kommerziell erfolgreichster: Das im März dieses Jahres erschienene Album stieg auf Platz 5 der australischen ARIA-Charts ein. Aufgenommen wurde es in Adelaide, zunächst im eigenen Studio „The Showers“, später fertiggestellt in den Mixmasters Studios. Am Mischpult saß erneut Produzent Dan Luscombe, der zuvor unter anderen mit Amyl and the Sniffers und Courtney Barnett gearbeitet hat, gemixt wurde die Platte von Aaron Cupples, bekannt durch seine Arbeit mit The Drones, Tropical Fuck Storm und Gold Class. Das Artwork stammt vom langjährigen Weggefährten McLean Stephenson, die begleitenden Videoclips wurden von Regisseur Kaius Potter im Lower Light Hotel am nördlichen Stadtrand Adelaides gedreht.

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Schneckenkönich – Alright

(jm) Schneckenkönich kommen aus Leipzig (insofern wohl ein Muss, dass ich mich um diese Rezension kümmere) und spielen das, was man am ehesten als Rhythm ’n‘ Blues mit Pub-Rock-Herz beschreiben könnte – rau, schnörkellos und ganz ohne gezwungenes Gehabe. 2023 erschien ihr Debüt „Slow Gems“, mit dem sie sich schnell einen Ruf als Live-Band erspielten, unter anderem als Support für Kadavar im legendären Leipziger Kino und Club UT Connewitz. Seitdem touren sie regelmäßig durch Deutschland, von Kellerclubs bis zu Scheunenfestivals, und haben sich den Ruf einer Band erarbeitet, die auf der Bühne noch dreckiger klingen soll als im Studio.

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ROBOT GOD – Onto The Afterlife

(jm) Mit „Onto The Afterlife“ kündigt sich das nächste Kapitel einer Band an, die sich in den letzten Jahren still, aber konsequent einen Namen in der psychedelischen Doom- und Space-Rock-Szene erspielt hat. Das Adjektiv „still“ passt natürlich nicht, denn ROBOT GOD erschaffen ein Klanguniversum, das sich aus schweren, schleppenden Riffs, kosmischen Synth-Flächen und tranceartigen Songstrukturen speist – eine Mischung, die weniger auf klassische Songformate setzt, sondern vielmehr auf Atmosphäre, Flow und hypnotische Wirkung. Und das funktioniert nicht wirklich bei Zimmerlautstärke. Roboter sind ja jetzt sowieso in aller Munde, also wer sind die eigentlich?

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SOL SONIC RIDE COLOGNE Part lll

CARLSWERK VICTORIA & CLUB VOLTA 11.04.2026

(texte mike und lucas, photos mike) Zum nunmehr dritten Mal hatte das Label SOUND OF LIBERATION die Stoner Doom Sludge Szene sowie weitere Freunde der verzerrten, psychedelisch hypnotisierenden Gitarren zu ihrem Eintagesfestival SOL SONIC RIDE nach Köln in die Locations Carlswerk Victoria / Club Volta eingeladen. Beide Veranstaltungsorte verbindet ein gemeinsamer Innenhof mit Bierwagen, Foodtruck und ausreichend Sitzgelegenheiten zum Entspannen und Plauschen. Pünktlich um 14:00 öffnete die Pforte in das Paralleluniversum und schnell füllte sich die sonnig beschienene Fläche mit teilweise weit angereisten Musikfreaks. Man merkte den Leuten förmlich die Freude an, sich nach einer gefühlt langen Festivalpause wieder draußen mit Gleichgesinnten treffen zu können. Und sei es nur in einem kleinen Hinterhof.

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HIDAS – A Sense Of Impending Doom

(jm) Mit A Sense Of Impending Doom legen HIDAS ihr zweites Studioalbum vor – und machen unmissverständlich klar, dass sie nicht gekommen sind, um innerhalb genretypischer Komfortzonen zu verweilen. Das instrumentale Trio aus München operiert zwar im Spannungsfeld von Doom, Stoner und Metal, zerlegt diese Kategorien aber konsequent in ihre Einzelteile und setzt sie neu zusammen: schwerer, düsterer und noch kompromissloser als auf dem Debüt.

Der Albumtitel ist programmatisch. A Sense Of Impending Doom beschreibt das Gefühl, dass sich etwas Unabwendbares, etwas Fatales anbahnt – ein persönliches Empfinden, das sich zugleich wie ein Spiegel des globalen Zustands unserer Welt liest. Dieses Gefühl einer latenten Bedrohung zieht sich wie ein roter Soundtrack-Faden durch alle sechs Tracks und verleiht der Platte eine wirklich beklemmende Geschlossenheit.

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Black Charger – Small Town

(jm) Stoner Rock aus dem Raum Osnabrück dreht sich auf meinem Plattenteller und der hört sich fast so trocken an wie diverse Originale aus der kalifornischen Wüste. Und das ist durchaus positiv gemeint, denn je trockener, umso besser schmeckt das die Musik begleitende Getränk.

Black Charger wurden als Jam-Projekt im Jahr 2018 gegründet. In der klassischen Trio-Besetzung mit Christian (Gitarre & Gesang), Stephan (Bass) und Uli (Schlagzeug) setzen sie auf puren, unverfälschten Stoner Sound und schöpfen aus den Wurzeln des Genres in den frühen 1990er und frühen 2000er — deutliche Inspirationsquellen sind Bands wie Kyuss, Fu Manchu oder Brant Bjork. Über die Jahre entwickelte sich aus dem Jam-Projekt eine ernsthafte Band mit eigener musikalischer Identität und hin und wieder öffnen sie ihren Stil auch für Einflüsse abseits des rein klassischen Stoner Rocks.

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Triptonus – Terra

(jm) Mit „Terra“ liefern Triptonus ihr bislang reifstes und gleichzeitig mutigstes Werk ab. Das Album ist keine Ansammlung von Songs im klassischen Sinn, sondern eine in sich geschlossene Klangreise, die einen von der ersten Minute an gefangen nimmt. Schon nach wenigen Takten fällt auf: Hier geht es nicht um Hooks oder Refrains, sondern um nichts anderes als um einen unaufhaltsamen und unendlichen Sog.

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EinsEinsEins – Energie

(jm) Es gibt Alben, die einen nicht so leicht wieder loslassen – „Energie“ von EinsEinsEins gehört dazu. Schon der Opener „Der letzte Countdown“ packt mich sofort: Diese Vocoder-Stimme, die streng von zehn auf eins herunterzählt, bevor der Sound mit einem zunächst mantraartig wiederholtem Riff explodiert, ist nicht nur ein cleveres Stilmittel, sondern eine echte Gänsehaut-Maschine, die sehr schnell ihre schräge Fahrt aufnimmt. Der Track macht klar: Hier wird kein lauwarmes Indie-Rock-Süppchen gekocht, hier fließt wirklich Strom!

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Tingvall Trio – Pax

Jazz mit Haltung und Herz

(jm) Das Tingvall Trio ist seit über 20 Jahren ein zuverlässiger Garant für packenden Piano Trio Jazz mit griffigen Melodien und kraftvollen Rhythmen. Achtmal wurden ihre Produktionen mit dem Jazz Award in Gold und einmal in Platin ausgezeichnet. Ihr letztes Album „Birds“ erreichte die No.1 der Deutschen Jazz Charts und ausverkaufte Konzerte in ganz Europa zeugen von der Popularität der drei Wahl-Hamburger. Mit Pax liefern die drei erneut ein Album ab, das sofort packt. Statt sich hinter Studio-Glätte zu verstecken, haben sie diesmal die Energie ihrer Live-Auftritte direkt ins Studio transportiert. Das Ergebnis: ein Sound, der gleichzeitig kraftvoll und verletzlich ist.

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Ethiva – Beaten Track

(jm) ETHIVA ist ein Progressive-Rock-Quartett aus dem Fürstentum Asturien (Spanien), gegründet im Jahr 2011. Mit einem satten Sound, der psychedelische, spacige Klanglandschaften mit kraftvollem, modernem Rock verbindet, erinnern sie teils an frühe Pink Floyd – sowohl in der Schwere, als auch in der Melodik, wenngleich der Gesang von Camil Cinnamon hier ein eigenes musikalisches Markenzeichen setzt. Frühere Alben wie ETHIVA (2013) oder Sublime Island (2016–17) zeigen bereits ihren Hang zu atmosphärischer, oft verträumter Progressivität.

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