(js) „Time Machine“ ist der Titel des neuen musikalischen Outputs der drei Schweizer, die sich erstmalig anno 2011 zusammen fanden. Und ja, natürlich passt er wie die besagte Faust aufs Auge. Wir kehren gemeinsam mit Pablo Jucker (voc, gui), Stefan Huber (bs) und Dominik Jucker (dr) zurück in die Hochzeit des Heavy Blues Ende der 60er, Anfang der 70er. Jetzt wird der ein oder andere Musikhörer wieder reflexartig und lauthals aufschreien, er sei dieses Retrorock-Aufkommens überdrüssig, aber dies ist ja nur die halbe Wahrheit. Sicherlich mag es momentan ein wenig hip sein, diesem Stile zu frönen und trotzdem hat es noch nie geholfen, etwas, ohne sich selbst ein Ohr zu machen, kategorisch oder aus purem Trotze abzulehnen. Den Rest des Beitrags lesen »
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(mh) Keine zehn Jahre, sondern stolze 50 Jahre exisitiert Ten Years After im Jahre 2017 nach der Gründung. Herzlichen Glückwunsch zum Band-Jubiläum! Im Jahre 2014 gab es nach dem Weggang von Original Bassist Leo Lyons und dem damaligen Front-Mann Joe Gooch heftige Diskussionen. Einerseits über die Berechtigung die Band unter dem Namen weiterzuführen und zweitens über die neuen Mitglieder. Ric Lee als Schlagzeuger hatte die Rechte und konnte somit die Band legitim weiterführen.
(hjs) Aus der scheinbar nie versiegenden Bandquelle Schweden lassen Hällas mit ihrem ersten Longplayer aufhorchen. Nach der 2015 veröffentlichten EP „Hällas“ legen sie nun mit einer vollwertigen LP nach. Klar, man muss es mögen, den klagenden Gesang, die teilweise Schlichtheit der Arrangements, aber genau das ist der Punkt. „The Astral Seer“ bringt uns mit einem Intro in die Scheibe. Dann wird Fahrt aufgenommen. Die Geschichten um Seher, Ritter und den Fall einer ehemals großartigen Stadt nehmen ihren Lauf und sind zu einem Konzeptalbum zusammengestrickt.
(hwa) Mit dieser EP wenden sich Black Stone Cherry dem Blues der 1960er Jahre zu. Sie interpretieren Klassiker von Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Freddie und Albert King mit ihrem unverwechselbaren Southern Rock bzw. Hardrockduktus erfrischend neu. Wer hätte gedacht, dass das so gut funktioniert…
(js) Es war sicherlich überhaupt kein Zufall, dass der gute Brant Bjork das Set mit “Buddha Time (Everything Fine)“ startete. Dieser entspannte instrumentale Desert Groove steht perfekt für die Musik aus der Zeit, bevor die Plattennadel die Wachsschicht aus den Erzeugnissen seiner Napalm-Ära überhaupt nur ansatzweise berühren konnte. Und es ist die Art und Weise mit der er sofort deutlich macht, wer er ist und was er tut.
(vo) Güldener 60er Garage-Rock, bluesig angerauter Hard-Rock, Glam, bissel Psych und Beat: aus diesen Zutaten brauten Elias-Drums, Mammut-Rivoli Bass und Pat-Gitarre und grob geschmierte Stimme, eine Scheibe, die verdammt viel Spaß macht und meiner bescheidenen Meinung nach mit ihren Kompositionen und diesem schwer angerauten Sound in deutschen Landen ziemlich allein auf weiter Flur rockt….
(hwa) Hier liefert Crosby (75) sein Meisterwerk ab. Sozusagen als Höhepunkt seiner Trilogie mit „Croz“ (nach 20jähriger Solopause) in 2014, „Lighthouse“ in 2016 und dem aktuellem „Sky Trails“. Crosby ist durch diverse Drogenhöllen gegangen und war gesundheitlich schon abgeschrieben. Seine Lebertransplantation und seine Samenspenden, wobei die für Melissa Etheridge durch Melissas Buch öffentlich wurde, haben Crosby offensichtlich mit Demut erfüllt. Mittlerweile ist er so cool und entspannt, dass Drogen (zumindest die harten) obsolet sind… 




