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Black Country Communion – BCCIV

(hwa) Nach vierjähriger Pause und zwischenzeitlicher Auflösung sind die Edelrocker von BCC mit einem fulminanten Album zurück. Ein beeindruckendes Statement, keine Frage. So druckvoll und lärmend, aber auch überaus zärtlich und melancholisch in den Balladen herüberzukommen, ist ein Spagat, den aktuell nur wenige aus dem Effeff beherrschen. BCC gehören ohne Zweifel dazu…

Es wundert insofern nicht, als alleine schon die Namen der Bandmitglieder Großes versprechen: Sänger und Bassist Glenn Hughes (Deep Purple, Trapeze), Schlagzeuger Jason Bonham (Led Zeppelin, Foreigner), Keyboarder Derek Sherinian (Dream Theater, Alice Cooper, Billy Idol) und Bluesrock-Gitarrist und Sänger Joe Bonamassa.

Als fünftes Bandmitglied gilt unwidersprochen Producer Kevin Shirley, der bereits schon für Led Zeppelin, Iron Maiden, Aerosmith, Journey oder The Black Crowes arbeitete. Er überredete Joe Bonamassa und Glenn Hughes, eine gemeinsame Band zu gründen und wurde ihr Manager und Produzent. Nach drei sehr erfolgreichen Alben war dann aber erstmal Schluss.

Als sich im Oktober 2016 im Netz herumsprach, dass BCC zurückkehren würden, überschlugen sich die Reaktionen auf Facebook, Instragram und Twitter. Es wurde deutlich, dass die Fans regelrecht nach einer neuen Platte hungerten.

Ich behaupte: Shirley hat die Band zu dem gemacht, was sie heute ist.

Er war und ist ihr fünftes OHR für all die Finessen und Vorlieben der Band. Und selbstredend auch dafür verantwortlich, den Anforderungen des Marktes bzw. der Erwartungshaltung der Fans gerecht zu werden.

Last but not least sorgte Shirley auch noch dafür, dass sich BCC zu einer der besten Livebands im Hardrock entwickelten. Sie bilden heute die Schnittstelle zwischen Deep Purple und Led Zeppelin und sind schon längst aus den Schuhen obiger Hardrockgötter herausgewachsen. Track No. 6 „The Crow“ vom aktuellen Album ist sozusagen Deep Purple 3.0

Im Studio ließ Shirley die Zügel auch diesmal nicht schleifen und etablierte erneut einen Sound zwischen britischen und amerikanischen Rockeinflüssen. Man muss sich nur mal Track No. 3 „The Last Song For My Resting Place“ anhören.

Darin geht’s um Wallace Hartley, Geiger und Kopf des legendären Klassikquartetts auf der Titanic. Er harrte bis zum Schluss aus, um die Titanicgäste durch sein Spiel zu beruhigen.

Der Song ist im ersten Teil eine Ballade mit irischen und schottischen Elementen (Mandoline und Geige) und wechselt dann im Mittelteil den Rhythmus zwischen Mid- und Uptempo. Dort liefert Joe Bonamassa sein Solo-Meisterstück ab. Zum Schluss schließt sich der Kreis wieder, indem man zur Ballade zurückkehrt.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass diese vierte BCC-Produktion mit schweren Riffs, eingängigen Hooks, melodischem Flair und sich einnistenden Refrains ihr bisheriges Meisterstück ist.

(Heinz W. Arndt)

Black Country Communion „BCCIV“

Mascot Label Group / Rough Trade

Erhältlich als 2LP+MP3, CD deluxe, Digital, MfiT Digital

VÖ: 22.09.2017

Tracklisting:

01. Collide

02. Over My Head

03. The Last Song For My Resting Place

04. Sway

05. The Cove

06. The Crow

07. Wanderlust

08. Love Remains

09. Awake

10. When The Morning Comes

11. With You I Go (Bonustrack, nur auf Vinyl!)

Filed under: Album Reviews, Bluesrock, Classic Rock, Heavy Rock, Rock, ,

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