Americana / Folk Noir von der Isle Of Wight
(ro) Warum sollte man ständig über die graunasse Novembertristesse maulen, wenn man doch während der tagelangen Regenschauer bestens den entlegensten Gedankengängen nachhängen kann?
Und dies vorzugsweise zu Melodien, die taubengrau und nachdenklich machend sind, aber durch die bei aller Melancholie doch immer auch ein leises Lächeln vagabundiert.
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(co) Mit ihrem selbstbetitelten Album legen Old Man’s Will ihr Debüt vor, das kaum klassischer sein könnte. Richtig viel Feeling in Sachen Hard Rock – und dieses Baby dann mit viel Blues im Brei gefüttert, dann wird es richtig rund. Gefährlich ist hier leider der Hype: Im Moment geht einfach sehr viel vor in der Szene für klassische, blueslastige Hard Rock-Sounds. Vielleicht sogar noch mehr als damals, als sie noch modern und nicht klassisch waren? Und so sind Old Man’s Will dann auch recht modern-klassisch aufgestellt: Heftiger als damals, aber genauso melodiös an den Lead-Instrumenten, die markante, aber sympathische Stimme von Sänger Benny Åberg und groovige Drums mit Einlagen von Schellenkränzen und Klimmbimm.
(vo) Kernigen, klassischen und bluesbasierten Hardrock, den ich seit über 40 Jahren inhaliere und ohne den diese Musikwelt für mich nicht funktioniert, schreiben sich „Nocturnal“ aus Südschweden auf die Banner, Jeans- und Lederjacken. Acht prächtige und abwechslungsträchtige Kompositionen der Jungs aus „Linköping“ füttern seit einiger Zeit analog und digital die Erkenntnis: musikalische Trends kommen und gehen, aber gut abgehangener, handgemachter und ruppiger Rock wird auch in dieser Mainstream Welt nie sterben und immer etliche Freunde und Freaks finden, so wie sicherlich auch in diesem Beispiel. 
(co) Mächtig bluesig und mit präzisem Rock Riffing zeigen die neun Jungs von The Black Cadillacs, was sie auf der Pfanne haben: Und das ist einiges! Der Blues ist schwer, die Gitarren an den richtigen Stellen groovig und die Balladen nie zu schwermütig und verträumt – der Sound hat Charakter und Stil.



