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Nocturnal – Nocturnal

a2503896063_10(vo) Kernigen, klassischen und bluesbasierten Hardrock, den ich seit über 40 Jahren inhaliere und ohne den diese Musikwelt für mich nicht funktioniert, schreiben sich „Nocturnal“ aus Südschweden auf die Banner, Jeans- und Lederjacken. Acht prächtige und abwechslungsträchtige Kompositionen der Jungs aus „Linköping“ füttern seit einiger Zeit analog und digital die Erkenntnis: musikalische Trends kommen und gehen, aber gut abgehangener, handgemachter und ruppiger Rock wird auch in dieser Mainstream Welt nie sterben und immer etliche Freunde und Freaks finden, so wie sicherlich auch in diesem Beispiel.

Dennis und Martin sorgen am Schlagzeug und Bass für Druck, Energie, Futter und Groove in und unter den Songs, Kalle streichelt und schruppt die Saiten meist sehr elektrisierend, aber auch mal akustisch. Und Sänger Linus sorgt mit seinem höhergelegenen Stimmbandbereich auch für einen gewissen Wiedererkennungswert der Songs. Und wenn seine Stimme ähnlich klingt wie die der Genrekollegen und Vorreiter wie „Graveyard, Horisont oder Vidunder“ macht das gar nichts, seine Gesangskünste sind nun mal in Höhe und Level gleich zu setzen.
Und was erwartet den geneigten Freak? Knapp 40 Minuten langhaariger, bärtiger und kräftiger Rock mit Songs, deren Länge sich ohne Längen zwischen drei und acht Minuten bewegen.
Passt also auch alles nicht nur auf einen Silberling, sondern auch auf Vinyl, das sich in diesem Fall auf meinem Thorens dreht.
„Insecure“ und „One Of A Kind (Space Is There)“ treiben mit ihrer in diesen beiden Fällen sehr starken und bolzenden Gitarre die Maschine auf Betriebstemperatur und zusammen mit dem einsetzenden Sirenengesang sorgen sie für Schweißausbrüche im Nacken des Konsumenten.
„Demons“ bluest voran als Riffrocker, der stark an die englische Bluesrock Schule erinnert.
„Satan`s Shuffle“ treibt sich als einziger Song in puncto Geschwindigkeit in schnelleren Bereichen herum und legt nach einem kurzen Break in den unteren Tacho- und tieferen Soundbereich wieder so los, das die Schuhsohlen Feuer fangen. Beim Arrangement könnten sicherlich die Eisernen Maiden um Steve Harris die Patenschaft übernehmen.
Im Gegensatz dazu sind die beiden Parts des Songs „Cursing The Mindness“ angelegt, langsam, psychedelisch und balladesk mit Schweineorgeleinsätzen geht`s später kurz auf die linke Seite mit einem verhallten Lizzyliken- und einem Heavy Gitarrenpart im zweiten Part.
„Feels Like A Lie“ besitzt so einen leicht funkigen Motowntouch mit Fingerschnippappeal, eine feine Abwechslung im Songkatalog.
Und ganz zum Schluss mal wieder dieses: Wenn es nicht die kleineren, kleinsten und feinsten Musiklabels gäbe, wie in diesem Fall „Gaphals“, würden solch großartige Bands nicht in dieser Rockwelt auftauchen und stattfinden. Weil sie sehr oft bei größeren Firmen auf ein Geflecht aus Ahnungslosigkeit, Desinteresse und „da kann man nicht viel mit verdienen“ treffen…..(Volker)

Nocturnal 

 

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