(vo) Doomspatze: aus der Domstadt, sehr nahe des am Dom vorbeifließenden Domflußes, mit prächtigem DomDoom. Die Instrumente doomen, pychedelisieren und stonern: die drei Spatze (Sperling, Hausspatz, Spatz – eine Vogelart aus der Sperlinglinie) doomen eben nicht nur sondern sprenkeln den Doom mit viel Psychedelic, Stoner, einigen Metalsplittern und ein bissel Grunge ein. Aber auch mit dem textlichen Blick auf den Dom da der Song „Margret Krohler“ im Domstadtslang vorgetragen wird, wovon ich leider so gut wie nix verstehe. Ist wie vor 20 Jahren, als es mich nach Prien am Chiemsee ins tiefste Bayern verschlug, da hab ich auch kein Wort verstanden….
Aber macht ja nix: et is noch immer jot jejange wurde mir verzällt! 2018 gab es den EP Einstand „Kölner Doom“ als Songdreigestirn, 2024 „Magnus“, eine in gleicher Kompositionszahl zweite EP und nun „Babe Hits#1“. Babe 1, Babe 2 und Margret Krohler werden die drei Songs dieser EP betitelt wobei Babe 1 überhaupt nicht verleugnet welche Wurzel diese Komposition zu Beginn beeinflusste: die Herren Gilmore, Mason, Waters und Wright standen Spalier und dann wird aber die mittelschnelle Groovesau rausgelassen: manuelle Therapie für den Nacken, walzender Doom woll! Brachial, berstend, berserkernd, bratend, Vorwärtsschratend. Und was mir noch auffällt da ich sie so um 1973 live sah, und das auch noch in Köln: Can spielen auch eine gewisse Rolle im Leben der drei Musiker.
Babe 2: 11 Minuten und 28 Sekunden auf die Sekunde: mit kreischender, fieser, fetter, vernichtender, aber auch fröhlicher Gitarre, die auch noch auf Wahwah Trips geschickt wird, verfuzzt nochmal. Und der Groove? Groovy, wobei besonders noch das Schlagwerkende auffällt und der Rhythmus von unten in die Beine fährt. Aber da wackelt auch die Bauchdecke mit…..vollfetter Stoff das Ganze.
Margret Kohler ist laut einem Interview mit den drei Soundmalern purer, religiöser Sex: Text gekreischt, geschrien, gegröhlt, mit Inbrunst und Ausdruck und großartigem Spiel mit Background. Zwischenspiel mit psychedelischer Gitarre und dann gehts wieder an die Substanz der Stimmbänder. Wird sicherlich bei Liveauftritten (hoffentlich mal) in einer geeigneten Veedelkneipe ein Mitgröhlmonster werden: mit Kölschvernichtungsaufforderung aus schwer schäumenden Kölschstangen: zum Wohl!
Mer lasse de Doom in Kölle, denn do jehöt hä hin! Dem Dreigestirn David, Jan und Matthes einen herzlichen Dank für knapp 25 Minuten Kurzweil….(volker)
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