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BLACK LUNG – Forever Beyond

(yv) Seit zwölf Jahren verwöhnen uns Black Lung nun schon mit feinem Material, physisch und vor allem auch live, nun erschien gerade ihr fünftes Album „Forever Beyond“ bei Magnetic Eye Records. Die drei Mannen sind bekannt für ihren unvergleichlichen, düster-bluesifolkigen Sound, psychedelisch angehauchte Untertöne und anständig doomigen Schmackes. Hinsetzen, Pöppel ins Ohr, mit Spannung „Play“ drücken:

  1. Traveler

Einstieg mit schier journey-esken Klängen, verzerrte Gitarren und Dave Cavaliers prägnante, durchdringende Stimme. Mark und Bein und so…

Voller, sanfter, warmer Saitenklang einerseits, andererseits schneidend-metallisch, Zwiesprache im Instrumentarium, oft ergeben ja die Gegensätze gerade ein sehr stimmiges, rundes Ganzes.

  1. Death & Co.

Mal schauen, was uns bei dem Titel erwartet.

Elias‘ hervorragendes Trommelgewerke drängt sich hervor, verschafft sich Raum, ein Stück, dass mit seinen etwas schrägen, auf- und abspringenden Vocalparts schon beinahe wie für einen Soundtrack geschrieben sein könnte. Intermezzi, die zum Augen schließen und mitschwingen einladen… Zack, die Musik ist aus. Sudden death. Fantastisch.

  1. Savior

Wieder dieser kompakte, voluminöse Sound, gebaut aus samtig-dunklem Bass (Gast Charles Braese liefert genial ab), zerrenden Gitarren und on-point-Schlägen aus der hinteren Reihe, der Lauscherin Körper verfällt selbsttätig in Bewegungen. Und wieder möchte man mehr davon, da ist der Song aber leider schon zu Ende. 

  1. Follow

Dada, dadadadada, bissi mehr Schmackes, mehr Druck. Daves unfassbare Stimme bohrt sich in die Rezeptoren links und rechts vom Schädel, diesmal etwas klarer, dennoch faszinierend wie immer, (einer der Gründe, warum ich diese Band so liebe. Merkt man kaum, gell?) es treibt und zieht und lockt, Stromgitarre satt, Puckerbass und Donnerdrums, Heissa, was’n Stück, das macht elend Spaß. Merkzettel-to-self: Lyrics ausfindig machen.

  1. Forever Beyond Me

Offenbar ein Stück mit Message, leider gelingt es mir trotz ordentlicher Englischkenntnisse nicht ganz, den Lyrics zu folgen und mir den richtigen Reim drauf zu machen. „Beyond Me“ – sich auf etwas eben keinen Reim machen können.

Angesichts Black Lungs ganz klarer Kante in politischen Dingen werde ich das im Nachgang für mich selbst noch auseinanderdröseln.

Zur Mucke: Ein hardrockiger Song, geradeaus und mit (vorgegaukelter) Simplizität auf hohem Niveau.

  1. Border Hoarder

Gitarre, die sich im eigenen Echo spiegelt, ein superdichtes Gewebe aller Instrumental-Stränge in wellenartiger Bewegung, umsäumt und verbrämt mit diesem enigmatischen Gesang, mal eher sanft und beschwichtigend, darauf schmerzverzerrt und rufend. Dem Ohr wird kaum eine Pause gegönnt, Black Lung zeigen mit diesem Stück so richtig, was sie draufhaben. Volle Registerzüge, von behutsam-wiegend bis haudruff und volle Lotte. Mannomann, hörbar gereifte Leidenschafts-Musiker.

  1. Scum

Ein scheinbar düster-verträumter Anfang, wie die Bilduntermalung für Ödland, leer und trist. Aber natürlich liegt die Energie der Herren Musici schon in Lauerstellung und bricht durch. Die Gitarre schnarrt und jault, der Bass bollert, der Versuch beim ersten Hören den Drums zu folgen wird zur echten Herausforderung – und diese Stimme!

Noch so ein Filetstück an Können, ein Gebräu aus Einflüssen und Sound-Schulen aller Art, von Folk bis Metal wird hier randvoll ausgeschenkt. Den Schoppen zieh‘ ich mir liebend gerne rein. Dichter und dichter, voller und massiger, Gehörgang fließt über, episches Finale.

Meine Fresse…..,(yvonne) 

Black Lung sind:

Dave Fullerton – guitar

Elias Schutzman – drums, percussion, mellotron, synth, bouzouki

Dave Cavalier – vocals, guitar

Im Studio zu Gast waren:

Charles Braese – bass

Ms. Sara – vocals on ‚Traveler‘

Robert Karpay – cello on ‚Follow‘

Mehr Infos etc. hier gucken – die ersten Videos gibt’s auch schon:

https://www.facebook.com/blacklungbaltimore https://www.instagram.com/blacklungband https://www.facebook.com/MagneticEyeRecords/ https://www.instagram.com/magneticeyerecords/

Wer gerne Musik streamt, muss mal schauen, wo er die Mannen zu “fassen” bekommt, die Band hat sich aus wohl divers bekannten Gründen von einigen Plattformen verabschiedet.

Filed under: Album Reviews, Bluesrock, Classic Rock, Doom, Psychedelic, Stoner, ,

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