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Noise-Alarm mit Happy Horsemen und DŸSE in der Börse am 18.01.24

(lucas, daniel + mike) Die Börse in Wuppertal feiert in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen und bietet Musikliebhaber:innen die ein oder andere besondere Köstlichkeit. Am Donnerstag den 18.1.24 fand ein Doppelkonzert mit den Wuppertaler Lokalhelden Happy Horsemen (Theremin Noise Punk) und DŸSE (Noiserock) statt.

Happy Horsemen

Etwa zehn nach acht begann das Konzert im prall gefüllten blauen Saal, ein Teil desPublikums bildete die Fanbase der Band. Das Band-Konzept ist einfach: man nehme einen Trommler (Thorben), der jeden Drumcomputer vor Neid einen Kurzschluss bekommen ließe und einen begnadeten Thereminspieler (Martin), der zudem jeden Poti schwindlig drehen kann.

Während Thorben am Schlagzeug schon beim ersten Stück ordentlich ins Schwitzen kam, hüpfte, sprang und tanzte Martin wie ein Duracell-Häschen und animierte damit auch das Publikum von Beginn an ordentlich abzugehen. Der Sound der Band lässt sich je nach Stück irgendwo zwischen klassischem Dub-Step und 8-bit basierten Videospielsounds verorten.

Der Spielspaß stand den beiden ins Gesicht geschrieben und es war eine Freude Martin bei der Arbeit an den Synthesizern und am Theremin zuzusehen. Ein Teil des vielschichtigen Sounds waren vorprogrammierte Loops, welche durch Martins mal spaciges mal witziges Thereminspiel abgerundet und verfeinert wurden. Zusammen mit Thorbens druckvollen und hochpräzisen Beats wurde den Zuhörer:innen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Über eine Stunde lang versetzten die beiden das Publikum in einen ekstatischen Zustand der Tanzwut. Wen wir auf die elektrokalyptischen Reiter neugierig gemacht haben, kann sich hier ein paar Impressionen holen.

DŸSE

Nach Startschwierigkeiten beim Opener Laicos Neidem vom aktuellen Album Wiedergeburt fanden Tontechniker und Band ab dem zweiten Song etwas besser zueinander.

In altbekannter DŸSEmanier interagierte die Band auf charmant-lustige Weise mit dem Publikum, was sich zum Beispiel darin äußerte, dass Drummer Jarii van Gohl jeden Applaus des Publikums mit einem Bitteschön quittierte. Wie eh und je politisch engagiert, machten DŸSE auf die Demo Gegen Ausgrenzung, Hass und Hetze, welche am Samstag 20.1.24 in Wuppertal stattgefunden hat, aufmerksam und sich für Demokratie, Toleranz und Feminismus stark.

Das Set bestand aus einem guten Mix aus alten Klassikern und neuen Songs. Vom Publikum besonders gefeiert wurde die Nummer Sag Hans zu mir. Als Zugabe durften Spinne und Schildkrötenthomas, welche vom Publikum, bzw. einer Einzelperson in der Ecke vorn rechts, ab Beginn des Auftrittes mehrfach und lautstark gefordert wurden, natürlich nicht fehlen.

Wie immer haben beiden Musiker Andrej und Jarii über die gesamte Dauer des Gigs überzeugt, was vor allem an ihrem harmonischen Zusammenspiel lag.

Unserem Empfinden nach war dies nicht der stärkste DŸSE-Auftritt, den wir bis dato sehen durften, leider wurden Soundmann und PA bis zum Ende des Konzertes nicht vollständig warm miteinander. Nichts desto trotz freuen wir uns auf das nächste Konzert mit dem sympathischen Duo.

Ein besonderer Dank für die Akkreditierung geht an Felix von der Börse. Dankeschön!!!

Fotos: Mike Vennen

Text: Lucas Düver & Daniel Flöper

Filed under: Konzertphotos, Live Reviews,

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Gavial - Broken von ihrem neuen Album "Thanks, I Hate It", das am 23.01.26 erscheint

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