
(jul) Wenn du Nazca Space Fox noch nicht auf dem Schirm hast, dann hast du was verpasst. Dieses Trio, bestehend aus den Klangmagiern Stefan Bahlk (Bass), Mathias “Matze” Gaul (Gitarre und Keyboard) und Heiko Vollweiler (Drums), ist seit 10 Jahren auf einer Mission, die Welt mit ihrem Sound zu erobern.
Der Anfang dieser galaktischen Reise war ihr Debütalbum “Nazca Space Fox” (2017). Dieses Album ist wie ein melodisches One-Way-Ticket zu den Sternen. Stell dir vor, du sitzt in einem Raumschiff, während du den Klängen von Bands wie Mogwai, Explosions in the Sky oder den psychedelischen Vibes von Pink Floyd lauschst. Hypnotisch und atmosphärisch dicht – so fühlen sich die Klanguniversen von Nazca Space Fox an.
Mit ihrem zweiten Album “Pi” (2019) haben die Jungs gezeigt, dass sie keine Eintagsfliege sind. Sie haben das Rad nicht neu erfunden, aber sie haben es runder und geschmeidiger gemacht! Eine gelungene Mischung aus Post-Rock, Psychedelic, Space Rock und einer Prise Wüstenrock.
Zutaten, die auch beim neusten Album “Ceres” Verwendung finden und geschmackvoll angerichtet werden. Mit fünf Tracks, die dich durch Raum und Zeit schleudern, ist das dritte Studioalbum von Nazca Space Fox ein verdammt intensiver Trip.
Der Opener „Weltraumwind“ ist der Startschuss in diese Reise. Es ist, als würdest du in einem kosmischen Ozean treiben, während die Sterne über dir leuchten. Ein Track, der dich innehalten lässt, nachdenklich macht und dir Raum gibt, die Reise, auf der du dich befindest, zu reflektieren.
Dann kommt „The Parrot“, ein Track, der dich tief in die Gedankenwelt von Nazca Space Fox eintauchen lässt. Die Gitarren schwingen sich auf wie Supernovae, der Bass grummelt wie ein schwarzes Loch und das Schlagzeug sorgt dafür, dass dein Herz im Takt der galaktischen Beats pumpt. Die Atmosphäre ist dicht, fast greifbar – du tanzt dich mitten durch ein interstellares Abenteuer. Definitiv mein Favorit!
„Quiet“ macht seinem Namen alle Ehre – die sphärischen Gitarrenklänge sind so eindringlich, dass sie fast wie Erinnerungen klingen – wie Echos vergangener Leben, die leise durch den Kosmos hallen. Hier verschmilzt die Nostalgie der Vergangenheit mit den unendlichen Möglichkeiten der Zukunft, und du bist mittendrin.
Mit „Watching The Weather Change“ findest du dich plötzlich in ruhigeren Gewässern wieder. Die Klänge sind sanft, fast beruhigend, aber immer noch voller Tiefe und Emotion. Du kannst förmlich den galaktischen Staub auf deiner Haut spüren, während die Gitarren dich auf sanften Wogen tragen.
„Echo Control Device“ ist der letzte Funkspruch aus einer fernen Galaxie, ein epischer Abschied, der dich mit einem Gefühl der Erfüllung zurücklässt, als hättest du eine trippige Reise abgeschlossen.
Mit an den Reglern der galaktischen Mission sitzt Tonzonen Records, das Label, das den Jungs die Freiheit gibt, ihren Sound zu dem zu machen, was er ist – kraftvoll und vor allem authentisch. Gemixt hat Matze Gaul selbst, so entstand ein Stück purer, unverfälschter Rockmusik, die direkt aus dem Herzen kommt.
Fazit
Ceres ist ein Album für alle Klangkosmonauten. Wenn du auf der Suche nach einem Soundtrack für deinen nächsten Trip durchs All bist, dann schnapp dir “Ceres”. Es gibt keine wilden Loopings und emotionalen Abstürze von Riffkanten – alles ist smooth und tragend. Der Fokus liegt auf Melodien, die dich sicher und geschmeidig von A nach B transportieren. Nice!….(jules)
VÖ: 27.09.2024
Label: Tonzonen Records
Tracklist:
- Weltraumwind 10:58
- The Parrot 05:27
- Quiet 05:26
- Watching The Weather Change 09:20
- Echo Control Device 14:43
Tourdaten:
05.10.2024, Darmstadt, Goldene Krone
18.10.2024, Offenbach, Waggon
01.11.2024, Dresden, Foyer Extended Festival
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