(tob) Wenn man über Black Metal spricht, landet man zwangsläufig bei Mayhem. Seit über vier Jahrzehnten stehen die Norweger für kompromisslose Extreme und haben neben zahlreichen EPs und Live-Alben sechs Studioalben veröffentlicht. In dieser Zeit hat die Band vieles erlebt und durchgestanden – und ist dennoch so präsent wie eh und je.
Nach sieben Jahren Wartezeit melden sich Necrobutcher, Hellhammer und Attila gemeinsam mit den Gitarristen Morten Bergeton Iversen und Ghul mit „Liturgy of Death“ zurück. Der Opener „Ephemeral Eternity“ baut sich zunächst langsam auf, wird dann aber zunehmend intensiver und dreckiger. „Despair“ legt sofort nach und geht mit hohem Tempo und unheilvollen Momenten direkt unter die Haut. Auch „Weep for Nothing“ mit seinen beschwörenden Elementen sowie das raue „Aeon’s End“ mit dreckigen Vocals und massiver Wucht dürften Black-Metal-Fans abholen.
Mit „Funeral of Existence“, „Realm of Endless Misery“ und „Propitious Death“ treiben Mayhem die Härte weiter voran, letzterer Track setzt dabei auf blastartige Attacken. Den Abschluss bildet „The Sentence of Absolution“, das mit exotischen Trommeln einen ungewöhnlichen, aber stimmigen Schlusspunkt setzt. Die Bonus-Tracks „Life Is a Corpse You Drag“ und „Sancta Mendacia“ werden speziellen Album-Versionen vorbehalten sein.
Dass Mayhem heute so geschlossen auftreten, erklärt Gitarrist Ghul so: „Wir spielen schon so lange zusammen, dass wir zu einer absoluten Maschine geworden sind.“ Kompromisse gab es dabei nie. „Wir haben uns nie abgeschwächt, um Platten zu verkaufen oder irgendwem zu gefallen“, stellt er klar. Genau das hört man „Liturgy of Death“ an. Das Album bewegt sich zwischen roher Gewalt und düsterer Atmosphäre und zeigt, dass Mayhem auch nach Jahrzehnten noch genau wissen, wie kompromissloser Black Metal klingen muss….(tobiasstahl)

MAYHEM_Main-Press-Picture-Photos-by-Agnes-Koehler-Nima-Taheri-Joyce-Van-Doorn.-Editing-by-Daniele-Valeriani
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