(vo) Die australischen Boogierecken C.O.F.F.I.N. baten zur Audienz und verkauften Bumann & Sohn ratzekahl aus so daß es sehr eng und Körpernah herging und außerdem eine sehr mukkelige, heiße Atmosphäre (locker 35 Grad Celsius waren es bestimmt) bei ihren heftigdeftigen Boogieattacken herrschte. Aber bevor das Rabauken-Quartett aus Sydney loslegte legte ihr Kumpel Ziggy McNeill aus ihrer Heimatstadt Singer/Songwriter Flair in den Saal: mit virtuosem Gitarrenspiel und kräftiger Stimme gesegnet gab es bei seinen Songs im Laufe seines Auftritts immer mehr Applaus und das völlig verdient, das war beeindruckend….

Als nächstes stand eine Band aus Köln auf der Bühne: Fakoma. Ich versuche jetzt nicht mich wie die Band in ihrer knapp halbstündigen Vorgehensweise zu verausgaben – sie gaben alles – um zu beschreiben was sie für eine Musik verausgabten: Punkanleihen gab es sicherlich, Hardcore auch, bissel Garage. Sie hatten einige Fans mitgebracht die sich vor der Bühne hin und herschubsten und -rammten, wer´s mag…..
Nach kurzer Umbaupause ging es dann für genau 10 Sekunden vor der Bühne gesittet zu: nach den ersten beiden Photos bekam ich zwei deftige Rempler in den Rücken von etlichen um mich rum wie die Bekloppten herumspringenden Moshpitern und auch aus Respekt nicht nur für meinen Körper sondern auch für den Wert meiner Kamera verzog ich mich nach weiter hinten, deshalb gibt es auch nur die beiden gezeigten Photos.
Jedenfalls droschen und randalierten und berserkerten und brachialten die vier Jungs, die seit der Schulzeit zusammen dem Boogie frönen (eine australische Spezialität) und hauten einen nach dem anderen raus: mit „Cut You Off“ eröffneten sie vor ein paar Wochen unser Freak Valley Festival und hier und heute abend auch: Text kaum aus dem Slang heraus zu deuten und musikalisch gabs voll in die Glocken. Der Bandname bedeutet übrigens: Children of Finland fighting in Norway. Weiter geht´s. Und um es mit dem leicht abgewandelten Titel der Fehlfarben zu schreiben: Keine Atempause, Boogie wird gemacht, es geht voran. Etliche Songs ihrer Playliste (siehe weiter unten) stammen aus ihrem 2023 erschienenen Album „Australia Stops“.
Sänger und Schlagzeuger Ben krawallt seine sozialkritischen Texte in brutalsttiefer Stimmlage und seine drei Sidemen den harten Boogie in ehrfürchtigster australischer Tradition in den Bumann. Ihren gerade durch die Welt tourenden Landsleuten, die was mit zwei Stromarten zu tun haben, und die seit 1974 dieser Art Musik mit zu Weltruhm verhalfen, zollten sie mit dem Song Riff Raff ihre Anerkennung.
Ein großer Spaß ging viel zu schnell in den Endspurt, es folgte aber noch die Zugabe „Through The Sewer“ die alle dann zum wiederholten Male niederstreckte….(volker)
Ich bedanke mich bei Fkp scorpio für die Akkreditierung und ich hoffe das ich die Jungs bei ihrer nächsten Tour dann in größeren Musikläden wiedersehen darf, das muß so denn sie sind dermaßen gut. Phantasie: vielleicht eine Tour zusammen mit Rose Tattoo, oder Airbourne…..
Setlist:
Cut You Off
Plans for You
Lover’s Leash
Done By The Dogs
Cum in the Street
Keep it dark
City Sun
Beasts
Give me a bite
Riff Raff (AC/DC cover)
Factory Man
Night Breaker
Fast Love
White Dog
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Through the Sewer
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