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Van Elson – Schmerztherapie

(vo) Eine instrumentale Achterbahnfahrt durch seine Gefühlswelt infolge einer Trennung, verbunden mit heftigem, seelischem Kummer, verarbeitete Van Elson, Gitarrist der Doomspatze und Catapulco (zur Zeit auf Eis gelegt) mit dieser 42-minütigen Komposition. Unterteilt in eine 30-teilige Chronologie, in die er all sein Herzblut und Können steckte: Emotionalität pur: Herzklopfen, Schweißausbrüche, Seelenzustände, Therapie, Verarbeitung, Zweifel, Wut, Angst, Gesundung…..? Wie er mir schrieb hat er auf Anraten eines Freundes versucht seinen Herzschmerz musikalisch zu verarbeiten, fing planlos an zu komponieren, aufzunehmen und zu programmieren: Es entstand diese grandiose, instrumentale Vorstellung, die vielschichtig und absolut beeindruckend gelang!

Vorweg: Van Elson spielte über knapp zwei Monate alle Instrumente selbst ein, programmierte und mixte und ließ sie anschließend von Eroc mastern. Die einzelnen Songs pendeln in ihrer Dauer und Intensität zwischen 15 Sekunden und knapp vier Minuten.

Die Berg- und Talfahrt beginnt mit der Trauer, einer wunderbar melodischen, sehr melancholischen Gitarrenreise, die in einen Strudel gerät und weiter und weiter, mit herrlichem Saitenspiel punktet. Selbst in der Ohnmacht und Verzweiflung steckt diese großartige Gitarrenarbeit: mal eruptiv, mal heroisch, mal himmlisch, nie Orientierungslos. Wütende Ausbrüche, brachial und berstend, mitunter sogar ins Okkulte treibend. Die Angst isst bei Van Elson dann mitnichten die Seele auf, sondern er befreit sich mit treibendem Schlagwerk und filigranen Kunstwerken an den Saiten. Und da die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt wird sie mit mehreren großartigen Gitarrensoli zum Leben erweckt und die anschließende Selbstzerstörung ist nur geträumt. Der Verlust wird ein bisschen chaotisch verarbeitet, der Abschied fällt trotzdem nicht so schwer und im großen Finale sind die Freunde da und die werden mit wahnsinnig guten Gitarrenarbeit geehrt!

Ich würde mir wünschen das sich ein Regisseur findet der diese 42-minütige Therapie verfilmt, diese Kompositionen hätten es sowas von verdient und passen meiner bescheidenen Meinung nach vielleicht zu einem Roadmovie oder Krimi: ich hatte während des Hörens etliche Bilder im Kopf, bin aber kein Filmemacher. Und: da muss sich doch ein Plattenlabel finden, das diese hervorragende Arbeit auf Vinyl pressen lässt …..(volker)

Die Songs:

00:00 – 01:05 Trauer, 01:06 – 02:05 Gedankenstrudel, 02:06 – 03:17 Schmerz, 03:18 – 06:29 Sehnsucht, 06:30 – 06:54 Traurigkeit, 06:55 – 07:41 Romantisierung

07:42 – 08:14 Selbstmitleid, 08:15 – 08:47 Verzweiflung, 08:48 – 10:59 Ohnmacht, 11:00 – 14:11 Hoffnung, 14:12 – 14:50 Wut, 14:51 – 15:22 Orientierungslosigkeit

15:23 – 15:34 Nostalgie, 15:35 – 15:42 Wut, 15:43 – 15:58 Nostalgie, 15:59 – 16:18 Wut, 16:19 – 17:54 Ich bin doch auch noch da, 17:55 – 18:26 Unbehagen, 18:27 – 18:50 Befreiung

18:51 – 20:30 Einsamkeit, 20:31 – 24:13 Angst, 24:14 – 26:21, Falsche Hoffnung, 26:22 – 27:37 Selbstzerstörung, 27:38 – 28:03 Schlaf/Traum, 28:04 – 28:44 Aufwachen

28:45 – 29:33 Einschlafen, 29:34 – 31:15 Rennen, 31:16 – 34:17 Verlust, 34:18 – 37:55 Abschied, 37:56 – 42:00 Freunde

Bandcamp

Filed under: Album Reviews, Classic Rock, Experimental, Okkult, Prog, Psychedelic,

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Gavial - Broken von ihrem neuen Album "Thanks, I Hate It", das am 23.01.26 erscheint

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