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Major – Major

(syb) „I´m sure not the only one, they say i´m ugly obsessed“ singen MAJOR auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum und die Antwort kann nur lauten: no, not the only one, we are already obsessed with you!  Auf ihrem ersten, bereits erschienenen Debüt vereinen Major aus Schierling/Regensburg hörbar mühelos Stonerrock, Psychedelic, Rock n Roll und Progrock und senden jeden ihrer 10 Songs kompromisslos in den Äther. Major das sind Joe, Gitarre und Vocals, Marco, Bassgitarre und Hannes an den Drums. Die Band hat nach „unzähligen Stunden des Probens, Zockens und Aufnehmens“ den Schritt ins Haifischbecken gewagt und über Clostridium Records ihren ersten Longplayer herausgebracht. Und der geht gleich erstaunlich melodiös und mühelos ins Ohr.

Wer das rot-schwarz-marmorierte, handschmeichelnd schön geratene Stück Vinyl auf den Plattenteller legt, reitet mit dem Opener Venus dann mal direkt los und zwar in lässigem Galopp ohne Stolpern durch die Stoner-Wüste. Time Warp, eine wahre Hymne und Reminiszenz an klassische Psychedelic-Bands der 70er oder auch die großen Elder der Jetztzeit. Tragend, ausladend und von betörendem Gesang, Riff und Refrain hallen noch lange von den imaginären Stadionwänden wider und haben das Zeug zum tagelang hirnzerstörend mitgesummten Ohrwurm.
Die folgenden Songs wie Prayer to the sun, Black Madonna, Breaking Down oder Gimme some more, ach Zapperlot – eigentlich alle, kreieren dichte und schmutzige Soundwalls, vor die man nicht mit dem Kopp schlagen möchte. In allen voran immer die treibenden Drums, die den Bass zu tief dröhnenden Höchstformen peitschen und die Gitarre zu schnörkellosen Soli mit coolem Groove. Die oben benannte musikalische Bandbreite greift fließend ineinander und trifft stets die richtigen melodiösen Vibes. Das fühlt sich einfach gut an und heißt dann für die Hörenden: mitbewegen, mitbangen und mitsingen, selbst ohne Textsicherheit, egal, passt schon irgendwie, Hauptsache aus voller Kehle mitgrölen.
Das finale Golden Cage prescht zum Hinterlassen der Major-Visitenkarte in bester Janes Addiction Manier nochmal ganz nach vorne und das Gaspedal wird bis zum Anschlag durchgetreten. Erst bimmelt die Gitarre, hämmert das Schlagzeug und schnurrt der Bass, bevor Major dann fuzzig in einen psychedelisch schweren Part überleiten und ihr Album elegant und würdevoll enden lassen.
Das unfassbar tighte Spiel der drei Oberpfälzer beschert dem Debut einen satten und fetten Sound, ist abwechslungsreich und macht einfach riesigen Spaß. Wer noch nicht reingehört hat, dem sind diese Jungs zu empfehlen und zwar in laut, sehr sehr laut.
Und wer zudem noch erleben kann, wie direkt und mit welcher Wucht und Energie die Drei ihre Songs live on stage performen (so wie ich auf der wunderbaren, kunterbunten ClostridiumRecords Labelnacht im Oktober in Dortmund), der hat allerspätestens dann eine neue Lieblingsband.

Digital VÖ 24.04.2025
Vinyl VÖ 14.09.2025, 300 copies, red-black-marbled
Label Clostridium Records

Tracklist Vinyl
1. Venus
2. Time Warp
3. Prayer To The Sun
4. Black Madonna
5. Breaking Down
6. Final Call
7. Gimme Some More
8. Graveyard
9. Broken Sky
10. Golden Cage

Filed under: Album Reviews, Prog, Psychedelic, Rock, Stoner, ,

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Gavial - Broken von ihrem neuen Album "Thanks, I Hate It", das am 23.01.26 erscheint

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