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Vidunder – Vidunder

Vidunder - Cover Und es ward schon wieder ein gleißendes Licht am 70`s Rockhimmel über Schweden. Dazu nehme man einen Schreihals, der auch noch den sehr bluesigen Hard Rock Stil einiger Heroen dieses Genres der 1970er auf der Gitarre beherrscht und eine fabelhaft aufspielende und nach vorne peitschende Rhythmustruppe. Und in diesem Fall wiederhole ich mich gerne: Es ist schlicht und ergreifend genial, welch große Masse an qualitativ hochwertiger Rockmusik speziell in den letzten Jahren aus diesem „kleinen“ großen Land da oben im Norden das Licht der Welt erblickte. Der nächste Lichtblick: „Martin Prim“, Gesang und Gitarre, „Linus Larsson“, Bass und „Jens Rasmussen“, Schlagzeug gründeten Vidunder 2011 in Malmö und debütierten mit der Single „Asmodeus“im gleichen Jahr bei Crusher Records.
Vidunder Einige Auftritte in Schweden folgten und gegen Ende des Jahres 2012 gab es reichlich gute Musik für einen ausgewachsenen Tonträger. Sie enterten in der Folge ab Dezember einige Male die Studios „Celsius und Kitteln in Malmö“ für die Aufnahmen, die anschließend durch „Henryk Lipp“ vom „Music at Matic Studio“ in Göteborg gemastert wurden. Das Ergebnis erscheint am 24.05. 2013 bei Crusher Records und wird die Rockwelt erfreuen und begeistern, davon bin ich überzeugt.

Drei des 10 Songs umfassenden Albums unterstützt „John Hoyles“ an den Saiten, ex Gitarrist von „Witchcraft“ und „Troubled Horse“, aktuell bei den „Spiders“.

In knapp 36 Minuten legen die Jungs eine bluesige, heftige, kernige, knarzende, knirschende, melancholische, mitreissende, staubige, treibende und vielfältig rockende Spur auf die Crossroads des Hard Rocking Blues.

Und die befahren sie, ohne ausgefahrene Spuren anderer noch weiter auszuwalzen, dafür sorgen songtechnische Fein- und Grobheiten en masse.

„Summoning The Not Living, Into Her Grave und Asmodeus“ eröffnen uns erste Einblicke in die Songwelt des Powertrios. „Martins“ Stimme krächzt, spricht und röhrt in höchsten Tönen. Die Gitarre glimmt, glüht, brennt und fuzzt. Drei 70`s Rocker im Dunstkreis von Blue Cheer, Ufo und Graveyard, bei denen  „Jens und Linus“ die Grundlagen des Grooves in Grund und Boden hämmern.

Der sehr abwechslungsreiche  Titel „Trees“ beinhaltet zu gleichen Teilen eine parallele Treibjagd von Orgel (wer spielt die?) und Gitarre und eine treibende und verspielte Gitarrensequenz mit Thin Lizzy Flair. Und durch das Bassspiel von Linus brennt der Baum. 
Vidunder 2Die melancholischen Slow Rocker „Threefold“ und „Fire“ bitten uns mit sehr bluesigem Touch auf die Tanzfläche zum verschärften Klammerblues mit Gänsehaut Gitarrensoli.

Der in Landessprache und mit tiefster Inbrunst  vorgetragene Rocker „Försummad Och Bortglömd“ wird von mir keinesfalls „vernachlässigt und vergessen“, so die Übersetzung. Im Gegenteil: Dieser Song schwitzt. Jeder Ton hat den Soul. Schwedischer Soul ala  „Steve Marriot`s Humble Pie“.

Heavy und Hardrock mit Wah wah und bollerndem Bass beherrschen „Threat From The Underground“. Rockt wie die Sau.

Und zum Schluß trifft der großartige Track „Your Ghost“ mit feinsten Effekten meine schwarze Seele.

„Vidunder“ spielen die Musik, die mich durch die Pubertät begleitete. Musik, die mich damals wie heute begeistert. Ewig gestrige, phantastische Musik in neuzeitlichem Sound. Hoffentlich demnächst live und in grellen Farben in meiner Nähe….(Volker, Baujahr 1956)

1. Summoning The Not Living
2. Into Her Grave
3. Trees
4. Threefold
5. Försummad Och Bortglömd
6. Asmodeus
7. BewareThe Moon
8. Fire
9. Threat From The Underground
10. Your Ghost

Vidunder

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