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Rival Sons – Great Western Valkyrie

packshotDas die südkalifornischen RIVAL SONS bisher an mir vorbei gegangen sind, ist mir ein Rätsel, leben sie doch genau den Geist, den ich am Rock’n’Roll schätze – Spontanität, große Gefühle, Ehrlichkeit und schweißtreibende Live-Performances… Mastermind und Gitarrist Scott Holiday hat das noch ein wenig treffender in dem schönen Sinnbild „Rock and Roll… it needs to be a knife fight, not a choreographed knife dance!“ formuliert. Dem kann ich nichts hinzufügen und wenn ich in der Bandinfo lese, das die Band sich in der Regel nicht mehr als vier Wochen Zeit im Studio lässt, um ein Album zu produzieren, dann müssen die Live-Qualitäten überzeugen, sonst kann das hörbare Ergebnis unmöglich so gut sein, wie „Great Western Valkyrie“.

Wird mir beim Opener „Electric Man“ auch sofort bewusst. Das ist Musik, die live gespielt und gehört werden muss. Und trotz des Umstandes, dass ich nur einen Streamlink zur Verfügung habe – ich fühle mich sofort in einen Rockclub der 70er zurück versetzt. Sänger Jay Buchanan teilt uns voller Leidenschaft mit „I’m electric“ und das nehme ich ihm ab. Mit einer Stimme, die in ihrem Ausdruck irgendwo zwischen Robert Plant und Dan Auerbach (The Black Keys) anzusiedeln ist, ist es ihm stets ein Leichtes, dem geneigten Rockfreund den einen oder anderen (wohligen) Schauer über den Rücken zu jagen.

Im zweiten Stück wünscht er seiner Ex gleich „Good Luck“ auf ihrem weiteren Lebensweg. Die Melancholie über vergangene Zeiten hält jedoch nicht lange an, denn schon in „Secret“ – einem treibenden Rockmonster (und meinem Favoriten der Scheibe) – genießt er sein offensichtliches Single-Dasein und erzählt einer neuen auserwählten Schönen „ein Geheimnis, das sie unbedingt für sich behalten soll“. Ich hoffe mal, daß es sich dabei um Tourdaten für Europa handelt, denn diese Band muss man live erleben! „Play the Fool“ und „Good Things“ bringen mich zur Überzeugung, daß die RIVAL SONS live auch in großen Hallen funktionieren werden, auch wenn es hier etwas mainstreamiger zur Sache geht. Die zweite Seite des Albums wirkt mit „Open my Eyes“ „Rich and The Poor“ und vor allem „Where I’ve Been“ und „Destination On Course“ insgesamt deutlich bombastischer und breitwandiger als die ersten Songs. Hier wird großes Rock-Kino zelebriert, das seine emotionale Wirkung nicht verfehlt. Wer The Black Keys, Led Zeppelin und Jack White mag, sollte unbedingt ein Ohr riskieren.

„Great Western Valkyrie“ ist das fünfte, von Dave Cobb (Jack White, Kings Of Leon) produzierte Album der Band seit dem selbst veröffentlichten Debüt „Before the Fire“ im Juni 2009. Wenn die rivalisierenden Söhne in Deutschland vorbei schauen, sollte man sich das live nicht entgehen lassen – zur Vorbereitung empfehle ich, daß neue Album intensiv „ohral“ zu konsumieren, denn – so Scott Holiday – „ In einer idealen Welt sollen unsere Aufnahmen und Live-Shows den Hörer seine täglichen Sorgen vergessen lassen. Einfach frei sein und sich in der Musik verlieren (oder finden).“…..(Jens)

Rival Sons

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