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Libido Fuzz – Kaleido Lumo Age

Libido Fuzz - Kaleido Lumo Age(to) Das Bordeaux, zum leckeren Wein und der guten Küche im Südwesten Frankreichs, noch einen unglaublich prickelnden und bereichernden Heavy Psychelelic Boogie Sound beherbergt, war mir auch noch nicht klar. Von dieser fuzzeligen drei Mann Band hatte ich bis vor kurzem noch nie was gehört. Man lernt bzw lauscht aber bekanntlich nie aus und seitdem gräbt sich dieser Soundstoff, mit jedem erneuten Durchlauf, unablässig, wohltuend und immer tiefer durch meine O(h)rgane.
Die dazugehörige Empfehlung muss ich jetzt einfach mal Jan von Pink Tank Records zuschreiben, der mich erst auf besagte Klangqualitäten aus Bordeaux aufmerksam gemacht hat. Deshalb möchte ich allen anderen Reinhörwilligen unter Euch das nun genauso liebend gern auf ’s eigene, anhörenswerte Brot streichen und etwas näher bringen.

Libido Fuzz kombinieren Ihren Sound aus vielerlei Elementen der 60er und 70er. Hier werden psychedelische Spielarten mit treibenden, boogiebehafteten Bluesnoten vom Feinsten gepaart. Nick Blazy (Bass), Thibault Guezennec (Drums) und Pierre-Alexis Mengual (Gesang & Gitarre) kreieren daraus einen ganz eigenen und fesselnden Sound. Diese leckeren akustischen Nuancen werden hier verdammt gut durchgemischt und in süchtig machender Form auf alle gehörinternen Lauschnerven losgelassen. Das ganze Kaleido Lumo Age-Teil rockt, bluest und groovt wie verrückt, eine wahre Freude!

Schon beim Opener ‘Oblique Strategies‘ wird klar, das hier mit fuzzigen und groovigen Gitarrenparts sowie einem allseits präsenten Retrofeeling nicht gegeizt wird. Die zerrig sirenenhaften und hallenden Vokals durchschneiden dazu eindringlich das Soundgefüge und passen hervorragend in die gesamte Klangstruktur.
Beim darauf folgenden ‘Raw Animal‘ macht sich gleich Ohrwurmcharakter breit. Man kann bei diesem 70er Midtempostück wunderbar die Hüfte kreisen lassen sowie die Nackenmuskulatur dazu lockern.
Dann steht die aktuelle Videoadaption ‘Redemption Of The Bison‘ an. Schleppend und sphärisch, mit einem beschwörenden Indianertanzfeeling, startet das Stück und zieht sich, in bluesrockend stonerhafter Manier weitgreifend durch die knapp neun geerdeten Minuten. Im letzten Songdrittel flackern psychedelisch wilde und exstasische Momente auf. Diese gesamte Mischung kommt deshalb ziemlich lecker und berauschend daher.
Nun tritt ‘The Postman‘ auf den Albumplan. Anstatt zweimal klingelt Dieser erst gar nicht und verschafft sich gleich mit seiner genussvollen rockenden Breitseite sowie den kratzigen, fast gesprochenen Gesangsparts den Eintritt in die willigen Gehörgänge. Eine wahrhaft geschmeidige Boogie- und Bluesnummer, die zum Finale in aufgelockerten Sequenzen mündet.
Danach kommt mit ‘Sweet Hours‘ auch einer meiner persönlichen Zuckerhighlights. Es wird gerockt und gefuzzt was das Zeug hält. Das ist wirklich bester ohrenversüßender Klangstoff, den ich in dieser Form stundenlang in mich reinsaugen könnte – einfach geil!
Beim nachfolgenden ‘Enter The Occult‘ geht’s dann getragener zur Sache. Der Song wird mit einem herrlichen, dahin dampfenden Bluesrockstyle sowie allerlei psychedelischen Gewabere und Geflirre durch die Tonspuren geschickt.
Zum krönenden Abschluss folgt mit ‘Haight Ashbury‘ noch ein weiteres großartiges Highlight aus der Libido Fuzz Klangpalette. Ein fantastischer und opulenter Song, der diesem Album einen würdigen und fast schon hymnengleichen Abschlussrahmen verpasst.

Bei diesem Album wird auf jede Menge Abwechslung und vielschichtige Arrangements geachtet. Das Songwriting besticht durch energetisch groovende sowie locker bezirzende Klangwellen und wird in Allem sehr authentisch dargeboten. Dabei geraten immer wieder beide Füße inklusive Restkörper unwillkürlich in Bewegung, wenn man mit seinem Dezibel-beseelten Hirn, durch diverse anheimelnde Fuzzwolken und lässige Groovefacetten getrieben wird.

Zum herzhaften Schluss geht noch mal mein persönlicher Dank an Jan für diesen musikalisch erstklassigen Tipp. Da werde ich mir wohl ein leckeres Scheibchen aus seiner schönen Langrillenedition bestellen müssen. Wer das außer mir ebenfalls noch tun möchte, dem steht somit einer Vorbestellung beim rosafarbenen Liebesmaschinen-Label nichts im Weg. Es lohnt sich, da gibt’s keine Frage!…(Tom)

Titel
1. Oblique Strategies 04:53
2. Raw Animal 03:23
3. Redemption Of The Bison 08:46
4. The Postman 05:41
5. Sweet Hours 03:54
6. Enter The Occult 04:32
7. Haight Ashbury 8:18

Label: Pink Tank Records
Exclusive Pink Tank Edition (clear/red splatter 12“ LP)
Vorbestellung möglich! Veröffentlichungstermin ist voraussichtlich der 14. Juli.
Libido Fuzz sind im Sommer auf einigen feinen Festivals vertreten und planen im Oktober dieses Jahres eine Europa-Tournee.
Libido Fuzz-PTR

 

 

 

 

 

 

http://www.pink-tank-records.de/vinyl-shop/libido-fuzz-kaleido-lumo-age-clear-red-marbled-vinyl-exclusive-pink-tank-edition/#cc-m-product-9936848294
https://libidofuzz.bandcamp.com/album/kaleido-lumo-age

 

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