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Electric Moon – Live At Epplehaus

(tn) Anlass für diese Zeilen ist eine Wiederveröffentlichung auf Vinyl. „Electric Moon“ haben 2010 im Epplehaus in Tübingen eine ausgedehnte Session auf die Bühne gezaubert. Die Aufnahmen wurden zwar schon auf Silberlingen veröffentlicht, sind jetzt aber noch einmal auf Doppelvinyl erschienen. Das Vinyl wurde in grün mit leichter Marmorierung gepresst. Was gibt es zu hören? Es war das erste Konzert von „Electric Moon“ nach ihrem Auftritt auf dem Duna Jam 2010 in den Dünen von Sardinien. Dementsprechend entspannt kommt die Musik aus den Lautsprechern.

Die Nadel bewegt sich von der Einlaufrille der A-Seite in ein leises Tune-In hinein, das sich als erstes Einstimmen von Bass und Gitarre in die ersten Riffs von „Demoon“ wandelt und in tiefe, vibrierende und doomige Klänge übergeht. Soundeffekte und wabernde Soundscapes schieben sich in den Song und versuchen ihren Standpunkt, ihre Richtung zu finden. Das Schlagzeug setzt verhalten aus dem Hintergrund ein, ein paar Becken scheppern vor sich hin. Los geht die Reise. Gitarre und Bass spielen im Wechsel die Geschwindigkeitsmacher und schon, kaum das man sich versieht ist man am Ende des ersten Teils von „Demoon“ angekommen. Die B-Seite mit dem zweiten Teil des ersten Tracks springt mitten in den massiven Einsatz der Effektgeräte, geht mit mittelmäßiger Geschwindigkeit durch den weiteren Jam, wird schneller und man wird in die Sitze des Raumschiffes gedrückt. Klack – Ende B-Seite.

Auf dem zweiten Vinyl findet man „Doomsday Machine“ – ebenfalls ein zweiteiliger Jam von über vierzig Minuten – übrigens einer der besten Jams von „Electric Moon“. Dies kann man hier live miterleben und es ist sicherlich nicht verkehrt, wenn man nach der Hälfte des Tracks einmal kurz Luft holen kann, um das Vinyl umzudrehen. Zwanzig weitere Minuten mit dem zerreißenden Sounds, irrer Gitarrenarbeit und einer smarten Rhythmusgruppe, bei der noch der „Electric Moon“-Schlagzeuger Pablo Carneval mit am Start ist.

. Sicherlich eines der besten Alben von den „Moon“. Gute Pressung, voller Klang, ordentlich gemastert. Hier hat man mal überhaupt nichts auszusetzen. Mit etwas Glück bekommt man vielleicht sogar noch ein Exemplar, denn so etwas gehört in das Plattenregal aller Freunde psychedelischer Musik….(ThomasNeumann)

Label: Pancromatic Records (Norwegen)

Format: 2LP

VÖ: 30. März 2018

Aufgenommen: 14. Juni 2010

Tracklist:

  • A1 Demoon Pt. 1

  • A2 Demoon Pt. 2 (Pt. 1+2: 46:50)

  • B1 Doomsday Machine Pt. 1

  • B2 Doomsday Machine Pt. 2 (Pt. 1+2: 40:38)

Line Up:

  • Sula Bassana – Gitarren, Effekte

  • Lulu Komet – Bass

  • Pablo Carneval – Schlagzeug

Web

FB: https://www.facebook.com/ElectricMoonOfficial/

Webseite: http://www.electricmoon.de

Bandcamp: http://www.electric-moon.bandcamp.com

Discogs: https://www.discogs.com/de/artist/2058206-Electric-Moon

Filed under: Album Reviews, Classic Rock, Experimental, Jam, Psychedelic, Rock, Space,

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