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Bukta Festival 2018 III

(KiS) Verdammt, schon Samstag, die Zeit rast! Ich nutze den Vormittag noch einmal für einen ausgiebigen Stadtbummel, vorbei an all den Hurtigruten-Touristen, die sich vor jedem Kiosk mit einem ausgestopften Rentier, wahlweise Eisbären, fotografieren lassen. In der Telegrafbukta läuft schon sei 12 Uhr Programm für Jedermann. Ganz Tromsø darf sich umsonst mit norwegischen Bands und Gauklern amüsieren, bevor um 17 Uhr wieder das offizielle Festival-Programm startet- Mit Gewitter. Natürlich.Der Herr oben auf dem Foto ist übrigens der Sohn von „Little Henrik“, dem ersten Rockstar des Ortes. Von 1958 bis 75 war er aktiv und gibt nun der kleinen Bühne seinen Namen. Gestartet wird auch sehr, sehr nord-norwegisch. Moddi, Pål Moddi Knutsen, ist ein norwegischer Singer-Songwriter, im Norwegerpullover tritt er mit seiner Band auf der Mainstage auf, das Publikum singt mit.

https://www.youtube.com/watch?v=lX5FpPP4TSA

Es folgt die für mich einzig wirklich bedauerliche Überschneidung des geamten Wochenendes. Dwarves und Årabrot spielen zur selben Zeit. Also zuerst in den Graben, 3 Songs die alten Punkrocker knipsen, dann durch die Menge wühlen und vor die kleine “ Littel Henrik“ an den Zaun quetschen. Stylisch wie immer metalen die  fünf melancolischen Rocker ihren heftigen Sound für die Menge. Zwischen hart und zart wird abgewechselt. Industriell, experimentell, einzigartig. Eine Band, die natürlich schon beim Roadburn und auch beim Desertfest Antwerpen unvergessliche, einprägsame Auftritte absolviert hat.

Den letzten Song von Dwarves noch mitnehmen, tja, war denn wohl HEWHOCANNOTBENAMED auf der Bühne während ich weg war? Ich denke aber nein, es war ein eher keuscher Auftritt, bis auf den Griff in den Schritt habe ich von Blag Dahlia keine weiteren Sexinessfaktoren gesichtet.

Zeit noch einmal auf den Trockenfisch zu hämmern um dann wieder zur Paradis-Bukta Bühne zu eilen um Samsara Blues Experiment beim Soundcheck abzutasten. Ein optischer wie akustischer Genuss. Und endlich Haare, Haareschwenken auf der Bühne! Mit viel mehr Metal-Elementen als ich mich erinnere, stauben Christian Peters (guitar, vocal, synth), Hans Eiselt (bass), Thomas Vedder (drums) die Symphatie der Anwesenden ab. Handgelenkprobleme scheinen kein Thema für Chris, es wird heftig gestonert und gepsycht. Auch wenn diese Musik zum Augenschließen anregen kann, in der Kulisse der Bucht ist man auch mit geöffneten Augen im Land der Träume.

21:05, für mich naht der absolute Höhepunkt des Tages. Sivert Høyem. Mit Bart! Autsch, das sieht verdammt gut aus. Und natürlich singt der Mann auch direkt unter die Gürtellinie. Ich kann leider nicht mehr objektiv berichten, da ich mir mit der einzigen deutschen Schreibkollegin ein 0,5 Dunkeløl für 90 NOK geteilt habe. Es werden aber sicher nicht nur meine Augen feucht, Gänsehautarme sind mit Sicherheit noch mehr vor der Bühne zu finden.Und obwohl ich sonst dieses Wort vermeide: es war epic.

Obwohl das Programm in der Bucht noch lange nicht zu Ende ist, machen wir uns auf den Weg durch die weiße Nacht und genießen um 23:00 Uhr einen 40minütigen Tageslicht-Spaziergang zur letzten Station: Halogaland Teater, der Aftershow-Band-Venue. Ab 0:30 spielen hier noch JABBA https://www.facebook.com/jabbaband/ (haben übrigens im April in der Halle am Rhein in Köln gespielt). Drummer und Gitarrist treten absolut in den Arsch und heizen die Stimmung ordentlich ein.  This is the End- nein Nick Oliveri´s Death Electric haben die Ehre des letzten Aufbäumens für das Buktafetival. Die alte Kyuss-Legende (was Herr Dahlia gar nicht oft genug betonen kann) Nick, summiert hier alle Hits und Highlights seiner Karriere. Mal am Bass mal nur am Mikrophon wird zur großen Freude natürlich auch „Green Machine“ intoniert. Endlich, endlich haben die zurückhaltenden Nordländer genug Alkohol intus um völlig aus sich rauszugehen. Bier wird durch die Gegend geworfen, es wird gepogt und geschubst und gegröhlt und mit den Armen in der Luft gewedelt.

Ein schöner Ausklang, ich fühl mich (fast) wie zu Hause. 2:30, die Kabel werden eingerollt, letzte Selfies geschossen und bei wunderschönem Sonnenschein geht es wieder den Hügel hoch. Hotel. Schlaf. Ich hab jetzt schon Heimweh.

Vielen Dank an Noisolution, an Bukta, Zwergwal, Lufthansa und alle Beteiligten die dieses Festival für mich möglich und zu einem einzigartigen Abenteuer gemacht haben ! Tusen Tak !! (kirsten)

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Bluesrock Festival De Doolhof Tegelen/NL am 01.09.18

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Magnificent Music Festival 2018 Jena 07. + 08.09.18

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Psyka Festival Vol. 4 in Karlsruhe/Walhalla 14.09. – 15.09.18

Psychedelic.Space.Rock Festival VI am 21. – 22.09.18 in Möhnesee

Wild Dogs Festival in der Kulturfabrik Löseke in Hildesheim am 29.09.18

Desertfest Antwerpen vom 12.10. – 14.10.18

Keep It Low in München am 19. + 20.10.18

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