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Curse Of Lono – 4AM And Counting

(as) „Curse Of Lono“ haben einen Lauf. Seit ihrer Gründung etwa zur Mitte des Jahrzehnts hauen die Londoner im Jahrestakt Platten heraus, nach einer EP bis dato zwei Studioalbum („Severed“ und „As I Fell“), mit denen sie sich einen Namen in der internationalen Classic-Rock-Gemeinde erspielen konnten – nicht zuletzt dank mitreißender Konzerte, von denen sie bei der Produktion von „4AM and Counting“ profitiert haben dürfen.

Die Tracks auf der aktuellen Veröffentlichung der Band stammen von den beiden besagten Langspielern und wurden unter Produzent Liam Watson (zeichnete für den Neo-Klassiker „Elephant“ von „The White Stripes“ verantwortlich) live in den Toe Rag Studios in der britischen Hauptstadt eingespielt. Das Quintett setzte das Material in akustische Arrangements um, wobei ihm Pedal-Steel-Veteran BJ Cole (u.a. Elton John) und Mundharmonikaspieler Nick Reynolds als Gäste zur Seite standen.

Die elf gänzlich mit analogem Equipment festgehaltenen Momentaufnahmen legen die Wurzeln der Gruppe so unverfälscht frei wie keine der Originalfassungen: US-amerikanischer Blues , bloß eben ohne Rock-Antrieb (Verzerrer), und die leiseren Vertreter der Alternative-Bewegung ab Ende der 1980er (derzeit fallen etwa Drive-By Truckers als Vergleich ein). In diesem Ambiente verwandeln sich die ursprünglich raumgreifenden Klangkulissen in intime Preziosen, deren kompositorischer Kern umso heller strahlt, als er jeweils in voller Reinheit destilliert wurde.

Will heißen: Die schreiberischen Qualitäten von Front-Charismatiker Felix Bechtolsheimer, der auch hier wieder einmal mit Mittelpunkt steht, und seinen vier Mitstreiter stechen aufgrund der latenten Lagerfeuer-Atmosphäre der Platte besonders deutlich hervor, wovon speziell die Doors-Hommage „London Rain“, der Shuffle ‚Pick Up the Pieces‘ und das an eine Gothic-Folk-Variante von „Alice In Chains“ denken lassende „Valentine“ profitieren.

Das minimalistische wie schmuckvolle Artwort von Stuart Patience, der in erster Linie für auflagenstarke Zeitschriften (GQ, New Yorker) arbeitet, passt perfekt zu dieser Lehrstunde in Sachen düsterer Roots-Musik.

Felix Bechtolsheimer (g,v)

Charis Anderson (b, v)

Dani Ruiz Hernandez (keys, v)

Neil Findlay (d)

Joe Hazell (g,v)

Submarine Cat / Rough Trade

https://www.facebook.com/curseoflonoband

Tell Me About Your Love

I‘d Start A War For You

Welcome Home

Blackout Fever

Goin‘ Out West

The Affair

Valentine

Way To Mars

London Rain

Pick Up the Pieces

Don‘t Look Down

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Alternative, Blues, Classic Rock,

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