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Monocluster – Ocean

(as) Nach einem selbst betitelten Zwischending aus Album und EP im Jahr 2015 legen „Monocluster“ einen „richtigen“ Langspieler vor, der es bei aller Szenekonformität bzw. unabhängig von der konventionellen Doom-Marschroute im Vergleich zu mancher Veröffentlichung bekannterer Acts in sich hat.

Im besagten und angrenzenden Stoner-Segment hat man als Newcomer dieser Tage einen schweren Stand, denn abgesehen davon, dass es völlig überlaufen ist, fällt es selbst Veteranen schwer, der Disziplin noch etwas Frisches abzugewinnen. Die Band macht allerdings das Beste daraus, indem sie gar nicht erst versucht, Innovationen loszutreten, sondern sich auf gutes Songwriting konzentriert. Ihr „Ocean“ wiegt sich nicht nur rein klanglich in den Strömungen von Monster Magnet und Kyuss.

Das Kölner Trio schreibt nämlich auch Lieder, die ähnliche Qualitäten wie jene ihrer Vorbilder aufweisen, und besticht gerade dadurch, dass es zwar immerzu mit langem Atem musiziert (wir sprechen von Songlängen von im Durchschnitt zehn Minuten) aber selten bis gar nicht den Eindruck vermittelt, nicht schnell genug zur Sache zu kommen.

Kurz gesagt sind die Tracks auf „Ocean“ so lang, weil sie es sein müssen. Tatsächlich wirkt nichts darin redundant; alles scheint im Sinne des übergreifenden Narrativs eingebunden worden zu sein, was die Platte letzten Endes zu einer intensiven Klangreise macht. Dazu passt dann auch, dass es in puncto Tempo nicht die ganze Zeit über behäbig zugeht, sondern an den richtigen Stellen auch flotter.

„Monocluster“ scheitern also nicht an ihren hohen Ambitionen, sondern begeben sich mit einigen Blues- und Psych-Versatzstücken sogar auf progressives Terrain. Bassist Chris ist zudem mit einer durchaus charismatischen Stimme gesegnet, die das Profil der Gruppe zusätzlich schärft. Qualitätsbewusste Doom-Köpfe sollten also auf keinen Fall zögern, sich näher mit diesen im gegebenen Rahmen sehr eigenständigen Unbekannten (noch …) zu beschäftigen.

Chris (b/v)

Ewald (d)

Jan (g)

https://monocluster.bandcamp.com

Ocean In Our Bones 10:07

Leviathan 12:55

Guns And Greed 09:18

A Place Beyond 12:36

Home 11:42

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Doom, Stoner,

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