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Michael Lee – Michael Lee

(hwa) Wieder mal so ein Überraschungsalbum mit einer verblüffenden Vorgeschichte. Michael Lee hatte sich für die US-Fernsehshow „The Voice“ qualifiziert und eine umwerfende Version von BB Kings „The Thrill Is Gone“ präsentiert. Das schrieb Geschichte. Insofern, als seither über sechs Millionen YouTube-Nutzer das Video angeklickt haben. Sprengt also jetzt endlich auch der Blues das Internet?…

Jedenfalls wurde „The Thrill Is Gone“ mit solcher Inbrunst und Verve vorgetragen, dass fast alle Dämme brachen. Generationenübergreifend – das musst du erstmal bringen! Es erinnerte mich sofort an Marc Amacher, der seinerzeit in „The Voice of Germany“ ein Bluesrockstanding hinlegte, das den Saal innerhalb kürzester Zeit zum Kochen brachte (hier nachzulesen).

Natürlich spielte Lee seine soulgetränkte Coverversion von BB King auch für das Album ein – als Markenzeichen unverzichtbar. Aber dieses Album macht auch deutlich, warum Michael Lee (der in Wahrheit Michael Clemmer heißt) bei „The Voice“ so einschlug. Er hat den Soul und er hat den Blues. Punkt!

Insofern ein überzeugter Grenzgänger, der Gospel- Blues- und Souleinflüsse in seiner Brust vereinigt und kongenial zum Ausdruck bringt. Nicht zuletzt deshalb wurde das Album auch standesgemäß in einer Christ Chapel Church aufgenommen – ohne Overdubs, wie es heißt.

Alle Songs (mit Ausnahme von „The Thrill Is Gone“) stammen aus der Feder von Michael Lee. Dieses Album – mit leichtem Hall aber umsomehr Herzblut – klingt wahrhaftig und authentisch. Ein lohnendes Album für alle, die den Soul und den Blues lieben – oder beides.

Dieser grandiose Longplayer hat meinen ganzen Respekt. Danke, Tom!

(Heinz W. Arndt)

Michael Lee „Michael Lee“

Ruf Records 1274

Im Vertrieb von in-akustik

11 Tracks

Laufzeit 47:46 min

VÖ: 28.06.2019

Titelliste:

1. Heart of stone

2. Don’t leave me

3. Weeds

4. Praying for rain

5. Love her

6. This is

7. Can’t kick you

8. The thrill is gone

9. Fool of oz

10. Here I am

11. Go your own way

Musicians:

Michael Lee – Electric Guitar, Acoustic Guitar, Vocals

Blaine Crews – Drums

Scott Lee – Bass Guitar

Colin Campbell – B3, Rhodes, Piano

Preston Lewis – Saxophone

Evan Templeton – Trumpet

Jordan Carr – Trumpet

Charley Wiles – Guitar

Clint Simmons – Drums/Percussion

Anthony Farrell – B3/Keys

Filed under: Album Reviews, Blues, Soul,

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