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Trivium – What The Dead Men Say

(hjs) Trivium ist eine Band, deren Weg sich über die Jahre nicht mit meinem kreuzte. Daher sagte ich sofort zu als ich gefragt wurde, mich mit dem neuen Album der Band zu beschäftigen. Trivium gibt es nunmehr seit 21 Jahren und „What The Dead Men Say“ ist das neunte Studioalbum der amerikanischen Band. Das Werk liegt als Promo Download vor und wird physikalisch auf limitierten Vinylauflagen und CDs erhältlich sein. Hören wir mal rein:

Der Opener „XI“ ist das Intro für den Titelsong „What The Dead Men Say“. Gefühlvolle Gitarren bereiten das Feld für das erste Highlight der Scheibe. Druckvoll geht es hier zur Sache. Gutes Riffing, treibende Drums und ein schöner Refrain zeichnen diesen Song aus.

Das zweite Stück „Catastrophist“ geht volle Pulle los um dann, nach Einsatz des Gesangs, etwas zu verschleppen. Diverse Tempi lassen hier keine Langeweile aufkommen. Vielfältigkeit ist hier Trumpf. Danach wird es in „Amongst The Shadows & The Stones“ rabiat. Es gibt „auf die Fresse“. Der Gesang wechselt zwischen ruhigen Passagen und aggressivem Shouting, abwechslungsreiche Gitarrenlinien lockern das Stück auf.

„Bleed Into Me“ ist eher ruhig, aber spannend. Eine packende Rhythmik führt mich in das Stück und bringt mich zu einem eingängigen Refrain. Auch im Midtempobereich gibt es spannende Dinge zu entdecken. Mit „The Defiant“ setzt sich Abwechslung und gutes Songwriting fort. Ein Song mit Mörder-Live-Potential. Ich bin in der Scheibe angekommen.

„Sickness Unto You“ startet eher ruhiger um dann an Fahrt zu gewinnen. Hier bin ich das erste Mal etwas verunsichert. Schwer zu sagen, aber das Stück wirkt nicht harmonisch, sogar teilweise etwas auseinander gerissen. Es fehlt die Bindung zwischen den Songelementen, dadurch habe ich das Gefühl, der Song zieht sich. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Weiter geht es mit „Scattering The Ashes“. Gute Gesangslinien, der Bass ist treibend unterwegs, die Gitarren unterlegen das Stück mit einem breiten Sound und geben ihm zweistimmige Sololinien. Sehr eingängig aber nie langweilig.

Der vorletzte Song „Bending The Arc To Fear“ ist jetzt nicht so meine Tasse Tee. Aber das ist okay. Eine Prise Metalcore zu viel. Allerdings wird das durch die Gitarrenarbeit im zweiten Teil des Stückes kompensiert. Mit „The Ones We Leave Behind“ verlassen wir das 47minütige Klangerlebnis. Für meinen Geschmack darf sich Alex Bent hier etwas zu viel austoben, alles in Grund und Boden getrommelt. Das soll auf keinen Fall eine Kritik am, wirklich herausragenden, Drumming sein. Nein, ich hätte mir nur eine homogenere Abmischung gewünscht.

Fazit: Mein erster Ausflug in die akustische Trivium Welt war ein Erlebnis. Ich kann dieses Werk jetzt nicht einordnen, da ich die anderen Scheiben nicht kenne, würde mich aber aus dem Fenster lehnen und sagen dass sie eines der besseren Alben vorgelegt haben. Definitiv demnächst bei mir im Plattenregal zu finden. (hans-juergen)

Anspieltipps: „What The Dead Men Say“, „The Defiant“, „Bleed Into Me“

Tracklist:

  1. IX
  2. What The Dead Men Say
  3. Catastrophist
  4. Amongst The Shadows & The Stones
  5. Bleed Into Me
  6. The Defiant
  7. Sickness Unto You
  8. Scattering The Ashes
  9. Bending The Arc To Fear
  10. The Ones We Leave Behind

Spielzeit: 46:55
Label: Roadrunner Records
VÖ: 24.04.2020
Stil: Thrash Metal, Metalcore

Besetzung:
Matt Heafy – guitar, lead vocals
Corey Beaulieu – guitar, vocals
Paolo Gregoletto – bass guitar, vocals
Alex Bent – drums

Filed under: Album Reviews, Metal, , ,

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