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Jean-Michel Guesdon / Philippe Margotin – Led Zeppelin (Alle Songs)

(hwa) Die beiden Autoren setzen mit ihrem sechsten Band die Liste der Kompendien der Pop- und Rockikonen fort. Nach den bisherigen Bänden mit allen Songs der Beatles, Rolling Stones über Bob Dylan, Pink Floyd und Jimi Hendrix bis hin zu ihrem aktuellen Kompendium über Led Zeppelin. (Alle Besprechungen sind über unsere RB.BS-Website – Archiv nachzulesen.)

Herausgekommen ist wie stets auch schon vorher eine Enzyklopädie der ganz besonderen Art. Recherchetechnisch vom Feinsten. Ich frage mich in diesem Zusammenhang, wie die beiden Autoren es überhaupt schaffen, innerhalb eines Jahres so viele Informationen zu sammeln und zu publizieren und eine legendäre Band dermaßen nachhaltig zu würdigen. Ich vermute, dass sie über einen überaus kompetenten und verlässlichen Mitarbeiterstab verfügen dürfen.

Anyway: Die komplette Bandgeschichte findet sich, von den Pionierjahren ab 1968 mit Jimmy Page bis hin zum langgestreckten Ende der „Bleizeppeline“ 1990. Auf über 600 Seiten. Mit Hintergrundinfos, etwa in Form von Anekdoten über die jeweilige Entstehungsgeschichte der einzelnen Songs. Dazu zählt das Detailwissen zur Produktion samt Studio, Chartsnotierung und vielem mehr.

Eine Band mit großer Stilvielfalt: von Hardrock über Progressive Rock bis hin zu Heavy Metal. Aber auch mit Blues und eingewobenen Folkelementen – wie ja exemplarisch „Stairway To Heaven“ beweist. Der Song ging ins kollektive Bewusstsein der Popgemeinde ein, ähnlich wie „Smoke On The Water“ von Deep Purple.

„Stairway To Heaven“ war überraschender Weise niemals in den Charts, weil sie nicht als Single erschienen war – außer auf den Philippinen. Manager Peter Grant, ein bärbeißiger und gnadenloser Tantiemen-Gucker, war der Ansicht, dass dann die Led Zep-Käufer ins Kraut schießen, um „Stairway To Heaven“ auf LP hören zu wollen. Und genau so ist es dann ja auch gekommen.

Womit Grant jedoch weniger rechnete war, dass Led Zeps Drummer John Bonham am 25. 9. 1980 verstarb, noch dass er selbst (Grant) in 1995 das Zeitliche segnete. Aber dazwischen gelang Grant noch ein Supercoup: eine einjährige Welttournee mit 115 Konzerten von Led Zep. Ein Millionengewinn war garantiert.

1988 stieg Jason Bonham, der Sohn von John Bonham, ein. Und so schließt sich dann der Kreis. Led Zeppelin scheinen unsterblich. Ob mit Recht oder Unrecht müssen natürlich alle Fans der Gruppe für sich entscheiden.

(Heinz W. Arndt)

„Led Zeppelin – Alle Songs“

Delius Klasing Verlag

ISBN 978-3-667-11806-6

607 Seiten

421 farbige Fotos und Abbildungen

Format 21,7 x 27,7 cm, gebunden.

59,90 Euro

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