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MaidaVale – Sun Dog

(vo) Das dritte Album des schwedischen Quartetts MaidaVale – eine der ganz wenigen, aktuell mir bekannte, reine Frauenband im Bereich des Psychedelic Rock, unterscheidet sich doch ziemlich von den beiden Vorgängern „Tales Of The Wicked West“ und „Madness Is Too Pure“. Während die mehr in etwas härteren Gefilden stromerten wirkt “ Sun Dog“ auf mich dazu luftiger, leichter, swingender, tanzbarer…..

Strahlt für mich musikalisch wie die Mitternachtssonne in ihrer Heimat im hohen Norden, wie die Sonne im heißen Nordafrika oder in Südamerika, wie Aurora Borealis in kühnsten Farben, strahlt wie eine Band, die beim Freak Valley Festival auftreten kann (Augenzwinkern), das war im übrigen in 2017. Ich hatte in meiner Konzertbesuch Karriere schon einige Male das Vergnügen die Band live und in Farbe und auch auf gleicher Höhe zu beobachten: es war nicht nur mir ein Fest, und zuletzt übrigens beim Psychedelic Network Festival in Würzburg Ende 2024.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist u.a. der Gesang von Matilda, das ist so geblieben. Der Groove von Linn und Johanna ist auf diesem Album dazu so außergewöhnlich großartig rhythmisch und fließt so herrlich mit und unter und hinter den Gesang und die Gitarrensounds, wobei Sofia doch trotz der insgesamten „Leichtigkeit“ ab und zu mal die Axt deftig schwingt. Und ein Satz zu den Texten: mitunter sehr gesellschaftskritisch.

Die neun Songs spielen sich fast immer so im knackigen knapp drei bis vier Minuten Bereich ab außer dem Albumabschließer „Vultures, der 4:28 Minuten erreicht.

Gehen wir mal auf die vergnügliche Reise durch 34 Minuten der schwedisch-weiblichen Psychedelic Musik, die für mich auch ein Alleinstellungsmerkmal auf dieser Welt besitzt.

„Faces“ ist so wunderbar luftig rhythmisch, schon fast poppig das es eine Art hat, und erinnert mich stark an Nordafrikanisch/Lateinamerikanische Tanzmusik: da wackelt der ganze Körper mit und wie heißtet so schön: Loose control!. „Fools“ spielt in der gleichen Championsliga und tanzt sich auf etwas langsamer beschwingtem Boden. Herrlich!

„Give Me Your Attention“ fliegt und beamt uns ein bißchen in den flotten, verzerrten Sound und das Gitarrenoutro ist Weltklasse, Punkt! „Daybreak“ erinnert mich in seiner Lässigkeit ein bissel an den JJ Cale Style und karibische Einflüsse und punktet wieder mit einem ganz feinen Gitarrenoutro.

„Wild Smile Is Fine“ besitzt wieder so eine Nordafrikanische Rhythmik, groovt und funkt wie die Sau und ist ein Tanzbodenfeudler und Hüftenbeweger. „Control“: Sprechgesang, unterlegt mit fast hypnotischen Flair und „Pretty Places“? Hat sowas Ausdruckstanz-artiges, natürlich in gutem Sinne gemeint.

„Alla Dagar“ hört sich wie ein schwedischer Folk-Wüstenblues an: großartig, GROSSARTIG! Da hat wahrscheinlich der mit aufgeführte Tinariwen-Gitarrist Said Ag Ayat die Saiten mit berührt……“Vultures“ wendet sich textlich an die sich nicht weiter geistig- und moralisch entwickelnden Menschen und tanzt mit uns aus diesem vortrefflichen Album…..(volker)

Ps. Das Album erschien im Mai 2024 und meine heutige Rezension schrieb ich aus Anlaß der knapp zweimonatigen Tour der Band, die heute in Brüssel beginnt und sie durch zahlreiche Länder West-, Mittel- und Südeuropas führt, siehe das Tourplakat weiter unten.

Die Band: Matilda Roth (Gesang, Keys, Gitarre), Sofia Ström (Gitarre), Linn Johannesson (Bass) und Johanna Hansson (Schlagzeug).

Recorded and mixed at Svenska Grammofonstudion in Gothenburg between March and September 2023.

Produced by Kalle Gustafsson Jerneholm (The Soundtrack of Our Lives) and György Barocsai. Engineered by György Barocsai and Kalle Gustafsson Jerneholm.
Mixed by György Barocsai.
Mastered by Frida Claeson Johansson at Svenska Grammofonstudion Mastering Berlin.

‘Fools’ was mixed by John Agnello at The Rabbit Hole, Raleigh, NC.

Additional musicians:
Said Ag Ayad of Tinariwen on djembe and calabash, recorded by David Cukier at Studio Delta, Paris.
Alexander Göransson on hand drums and shakers.

Cover art by Alex Khabbazi. Layout by jbwizard.

All songs written by MaidaVale.

Filed under: Album Reviews, Bluesrock, Classic Rock, Hardrock, Psychedelic, Stoner,

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Gavial - Broken von ihrem neuen Album "Thanks, I Hate It", das am 23.01.26 erscheint

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