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Mother´s Cake + The Tazers im Club Volta Köln am 27.02.2026

(vo) Außer Klassik spielen sie alles, können können sie es wahrscheinlich auch: Mother´s Cake. Die vier musikalischen Alleskönner schütteten am heutigen 27. Februarabend, der Temperaturtechnisch auch für einen lauen Maiabend durchging, eine riesige Menge verschiedenster Soundformen über uns aus: alle Arten Rock, Soul, Funk, Blues, Reggae, sogar ein bissel Rap und dazu auch noch Poetry Slam und Comedy von Gitarrist und Sänger Yves: Musikherz, was willst du mehr! Er und seine Kollegen Benni, Flo und Paolo, der Deutsche in der sonst österreichischen Band sorgten für einen wunderbar herzlichen, sehr vergnüglichen Abend wozu natürlich auch ihre Supporter The Tazers aus Südafrika beitrugen.

Punkt 20 Uhr legten die drei Herren vom südlichen Ende Afrikas – Guido, Bass, Backgroundgesang, Jethro (waren seine Eltern Tull Fans?) Gitarre und Gesang und Tim, Schlagzeug und Backgroundgesang los mit ihrem Psych Rock, den sie, inspiriert von den 1970ern, gekonnt in die Jetztzeit, mit modernen Elementen angereichert, transportieren. Bei manchen Songs wird dazu auch noch das Garage-Tor weit geöffnet und der dort innen wohnende Bolide brettert los ohne Tempolimit. Der sehr gut gefüllte Club Volta ging begeistert mit und das völlig zurecht. Ich hatte die drei 2024 beim Blackdoor Festival zu sehr später Stunde erstmals erlebt und war damals wie heute schwer angetan von ihrem Tun. Ihre Spielzeit betrug 45 Minuten und war gespickt mit kernigen 12 Songs mit Ecken und Kanten, ohne Gefrickel, immer auf die Punkte auf die es ankommt. Fazit: der Club war gut angebraten!

Um 21 Uhr und 10 Minuten betraten Benni – Bass, Flo – Schlagzeug, Yves – Gitarre, Gesang, Entertainment und Paolo – Gitarre, Gesang, Soundboard die Bühne und was dann folgte war mit das unterhaltsamste, was ich in den letzten Jahren auf diversen Musikbühnen sehen und hören durfte: Spaß in allen Backen, eine Band die alles kann und spielt wie aus einem Guß. Fantastische Interaktionen zwischen der Feiermenge und den Musikern. Und öfter mal „Der Satz“ von Yves zu seinen Spielkameraden: was spielen wir denn als Nächstes? Wortakrobatik in seinen an uns gerichtete Plaudereien (z.B. jetzt kommt ein Runterhol Song! Gemeint war damit ein ruhiger Song nach einem Fetzer, nicht was ihr so denkt….). Mit „Clockwork“, einem instrumentalen Parforceritt der die Nackenmuskulatur sowas von lockerte, begann eine 90-minütige Darbietung die allen, wirklich allen, sogar einigen Flugobjekten aus dem Insektenbereich (ob die auch ihren Eintrittsobulus entrichteten?) sehr viel Spaß bereitete.

Der Funkrocker „I´m Your President“ sorgte für mächtig Gezappel vor der Bühne und so langsam aber sicher näherten wir uns einer Raumtemperatur die an der 30 ° Marke kratzte. In gleichem Tempo wie vor erreichte uns „Feel Alright“ und was sagt uns das? Alles bestens, es ging immer mehr rund im eckigen Club Volta. Der Spaß vibrierte zwischen Bühne und Auditorium hin und her. Unsere Nacken konnten danach mal kurz verschnaufen beim Reggae-ähnlichen Beginn von „One Of These Days“, das dann schwer ins funkige gleitet. „Love Me“ klingt zu Beginn wie ein Supertramp Song, dessen Titel mir gerade nicht einfällt und dieser Song ist für die nächsten 10 Minuten bei uns. Jetzt weiß ich´s: „The Logical Song“. Viel Serotonin wird uns eben mit „Serotonin“ verabreicht: aber heller kann die Stimmung im Club eh nicht mehr strahlen….Flo wird lautstark von der Crowd aufgefordert ein Schlagzeugsolo zu kreieren, mit dem er dann auch kräftig austeilt. „Into The Light“ beendet den Liederreigen: die Jungs und wir feiern uns gegenseitig und die Hütte brennt dermaßen das wir den Vierer nicht ohne Zugaben entlassen. Derer gibt es drei und die sind Punk.

Und zu diesen Zugaben haben sich die Jungs verkleidet nach dem Motto: wenn wir schon in Köln sind, einer Karnevalshochburg, dann müssen wir uns auch verkleiden, auch wenn die Sause 2026 schon Geschichte ist, siehe Photos.

Was für ein Fest, was für ein Spaß, was für Bands. Und: keine Band ist wie Mother´s Cake, da war für mich mit das Beste was ich in den letzten Jahren an Konzerten erlebt habe, und das waren Hunderte……

Ich bedanke mich bei Hannah/Sound Of Liberation für die Akkreditierung, herzlichst bei beiden Bands und bei allen, die an diesem denkwürdigen Abend dabei waren….(volker)

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