(vo) Nach Tales und Phases veröffentlichen die Freiburger Sound Of Smoke nun ihre dritte Langspielplatte oder auch CD über Tonzonen Records und haben mit Mirage ein Werk geschaffen das mich begeistert, ohne Wenn und Aber. Und ich beiße mich jetzt schon wohin dass ich an der Release Party dieser Scheibe am 02.04.26 im Jazzkeller in Freiburg nicht teilnehmen kann! Ihr Sound ist noch vielschichtiger in Bezug zu den beiden Vorgängern geworden in dem sie jetzt Blues, Classic-Rock, Doom, Folk, Hard-Rock, Psychedelic, bissel Stoner und auch Undergroundklänge kompositorisch so verwoben das daraus neun sehr verschiedene Soundebenen entstanden, meisterlich veredelt im Berliner Big Snuff Studio von Richard Behrens.
10 Jahre nach Gründung der Band ist diese nun in der jetzigen Formation so hervorragend eingespielt und zusammengeschweißt und -gewachsen (davon konnte ich mich schon einige Male live und in Farbe überzeugen): in dieser Form sind sie, allüberall, eine großartige Bereicherung der Szene!
Schon der Einstieg ins Album gefällt mir außerordentlich gut: „Dancing Like Smoke“ klingt zu Beginn sehr relaxt und fließt wunderbar, getragen vom Groove, Gesang und mitunter einer köstlichen Slidegitarre, hin zum Break, und doomt in besten Sabbath Vibes weiter und wird zum Outro hin wieder psychedelischer: herrlicher Stoff! Wilhelm Conrad Röntgen, dem Erfinder der gleichnamigen Strahlen, widmen sie einen straighten Rocker mit deftigem Groove und verfuzzter Gitarre bis sie textlich aus dem Gleichgewicht geraten….
„Endless Night“: Synthi dominierter Einstieg und danach wirds herrlich orientalisch und sehr rhythmisch, wir wogen über hoch aufgetürmte Sanddünen. Ich seh schon die in diesen Sound versunkenen „Soundsmoker“ vor der Bühne…..Es bleibt orientalisch mit „Fata Morgana“, etwas zügiger gespielt, geht gut ab.
„New Direction“: Abwechslung wird auf diesem Album GROSS GESCHRIEBEN denn nun bewegen wir uns in Surf- und Westerngitarren Gefilden: schön im Midttempo, dazu die verträumte Stimme von Isabelle…..und zum Outro hin wirds fast eine Stampede, ein wilder Ritt, der dann langsam austrudelt. „Wicked Games“ ist ein Bluesgetränkter Southern Rocker, den sehr viele Bands dieses Genres sicherlich gerne komponiert hätten und „Lush“ besitzt einen sehr funkigen Surfeinschlag.
„San Junipero“: Classic Rocker mit schwer bratendem Einstieg und dieses schwer bratende Element prägt den Song auch im weiteren Verlauf, immer wieder unterbrochen von einem ruhigeren Zwischenspiel. „Zweierlei“ beendet eine feines Album, wie Röntgenstrahlen auch mit deutschen Text: feister und immer fetter werdender Country Rocker mit Tempowechsel der nach 4:45 fast aufhört, aber nur fast: überraschenderweise fadet er aus mit Synthiklängen ala Tangerine Dream oder Klaus Schulze, feine Idee…(volker)
Sounds:
1. Dancing like Smoke
2. Röntgenstrahlen
3. Endless Night
4. Fata Morgana
5. New Direction
6. Wicked Games
7. Lush
8. San Junipero
9. Zweierlei
Die Musiker:
Isabelle Bapte – Gesang, Synthesizer, Flöte
Johannes Braunstein – Schlagzeug
Florian Kiefer – Bass
Jens Stöver – Gitarre
Ich wünsche der Band eine phantastische Release Party so wie vor drei Jahren anlässlich ihrer Release Party zu Phases im Jazz Club Freiburg!
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