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Kaleidobolt – The Zenith Cracks

Kaleidobolt-cover(ch) Kaleidobolt kommen aus Helsinki, Finnland. Mit ihrem 70er Psychedelic Retro-Sound haben sie in kurzer Zeit für mächtig Wirbel in der Szene gesorgt. Nach ihrem weltweit erfolgreichen Debüt legen die drei Finnen mit „The Zenith Crack’s“ ihre zweite Veröffentlichung innerhalb eines Jahres nach. Sie setzen erneut eine Hausmarke im Genre, die vor Spielfreude, Intensität und perfektem Songwriting nur so strotzt.

Natürlich fehlen auch dieses Mal weder bombastische Keyboards, hymnenhafte Refrains oder beeindruckende Gitarrensoli. Es sind einfach acht geile Songs, die keinem dazu mitwippendem Fuss oder Genick auch nur eine Sekunde Pause gönnen.

Gleich mit dem Opener „Off The Cuff“ wird der Hörer in den Bann dieser Band gezogen. Kraftvoll versprüht der Song viel energetische Substanz, der sich dazu als kurzer aber wahrer Knaller entpuppt. Sehr abwechslungsreich im Hochgeschwindigkeitstempo fegen die drei Finnländer alles weg, was Ihnen in den Weg kommt.

„Murderous Ways“ führt uns mit Sabbath-Riffs zurück in die 70er Jahre. Hart und schwer kommt es aus den Lautsprechern. Überhaupt ist man spätestens jetzt geneigt, den Volume-Regler in Sachen „Hören“ immer weiter nach rechts aufzudrehen! Dieser Track gebärdet sich dabei als obersatter Rocker vor dem Herrn und knallt uns erdige Gitarrenarbeit und schneidige Soli um die Lauscher! „The Crux“ steht mehr im Stoner Gebiet und wird getrieben von einer unwiderstehlichen Basslinie und Fuzzy-Gitarre. Der Gesang ist nicht zu grell, aber dafür sehr durchsetzungsfähig. Kein Riff wird zu kurz oder zu lang gespielt und es wird immer im richtigen Moment die nötige Abwechslung ins Geschehen gebracht.

Die Musik dringt wuchtig aus den Boxen und „Inbred“ öffnet sich mit Trommeln, die wie zum akustischen Kampf aufrufen. Der Wechsel mit sanften Abschnitten von Gesang und kristallklarer Gitarre ist ein guter Beweis für die Raffinesse der drei Jungs. „Helle“ birgt beim ersten hören eine Flamenco-Gitarre im instrumentalen Stück. Eine kurze Erholung vom Riffing. „Steal My Thunder“ ist hart, schwer und elegant zugleich sowie im klassischen siebziger-Rock verwurzelt. Doch nicht nur die unterschiedliche Geschwindigkeit weiß zu gefallen, sondern auch die darin verarbeitete Melodie. Treibend zieht der Song immer wieder zur Höchstform an.

„City Of The Sun“ ist ein Track mit Doomeinschlag. Die langsamen und schweren Riffs bieten den Hintergrund für den leidenschaftlichen Gesang. Er entwickelt sich zusehends.  Ein Drum-Solo von Valtteri führt den Song schließlich zum Höhepunkt, der dann wieder schleppend zum Ende kommt. „Spoil“, der letzte und längste Track, ist für mich herausragend. Epische zehn Minuten voller Spitzenklasse in der Gitarrenarbeit, die schön zwischen sanften Abschnitten hin und her fließen. Ein famoser Aufbau im Song mit sehr großem Gefühl in der Darbietung. Hochgezogen und wieder Power im Verlauf, als würden Sie die rockende Sau reiten. Das ist ganz klar der Höhepunkt.

Die Songs überzeugen mit diversen eingängigen Refrains und ausgeprägten Hooks. Dabei driften sie zu keiner Zeit in Belanglosigkeit ab. Man bekommt also eine ganze Menge Hörstoff für sein hart erarbeitetes Geld. Eine Scheibe mit rassigen Gitarren und satten Groove. Coole Band – cooles Album….. (Charly)

Das Album erscheint am 1. Juli 2016 via Pink Tank Records als Black und Blue Vinyl mit Download Card.

Line-up:
Sampo Kurki – electric guitar, acoustic guitar, lead vocals
Marco Menestrina – bass, B3 Hammond, piano, theremin, vocals
Valtteri Lindholm – drums, maracas

Kaleidobolt-band

Tracklist:
01 – Off The Cuff (2:22)
02 – Murderous Ways (5:55)
03 – The Crux (6:03)
04 – Inbred (6:02)
05 – Helle (1:47)
06 – Steal My Thunder (6:22)
07 – City Of The Sun (8:50)
08 – Spoil (10:07)

Kaleidobolt – Bandcamp

Kaleidobolt – Pink Tank Records

Kaleidobolt-LP

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