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Cough – Still they Pray

Cough-Still they pray Cover(ol) Die Doom Großmeister aus Richmond/Virginia veröffentlichen in diesem Monat den Nachfolger ihres letzen Meisterwerks „Ritual Abuse“.Mehr als fünf Jahre haben sie gebraucht, um diesen schwarzen Monolithen von Album ihren Fans zu servieren und, das Warten hat sich gelohnt. Produziert von ELECTRIC WIZARD Gitarrist Justin Osborne haben sich die US Sludge/Doomster unglaublicherweise noch einmal gesteigert und lassen den geneigten Hörer schon nach dem ersten Durchgang sprachlos und mit offenen Mund vor seiner heimischen Anlage zurück. Brachiale Wut und Schmerz gepaart mit melancholischen Melodien und spacigen Gitarren beschert ein Wechselbad der Gefühle.

Der Trip in den Untergrund beginnt mit einem brummenden Gitarrenton, ,monumentalen Drums und einer Stimme die von Dark Universe, Black Planet, Horror und der Nemesis erzählend zu einem Riffmonster führt, das wie ein uraltes, langsames, aber furchtbar gefährliches Tier aus deinen Boxen brüllt.

Noch nicht ganz erholt von den ersten Eindrücken setzt ein Klagegesang an, der dein Blut stocken lässt und kaum begonnen sind die mehr als sieben Minuten“Hunter of the Dark“ auch schon vorbei.

„Possession“ ist eine brutale Orgie aus verzerrten Distortion Gitarren, pumpendem Bass, polternden Drums und einem Sänger, der uns an seinen innersten Dämonen teilhaben lässt. Als drittes Stück„Dead Among the Roses“, ein Song, den ich wahrscheinlich nie wieder in meinem Leben los werde und der von Beginn an in Heavy Rotation durch meine Boxen wütete. Eine todtraurige und trotzdem aggressive Gesangsperformance begleitet von delirierenden Space Gitarren und stampfenden, ultralangsamen Doom Riffs, Take away the Pain !!! Einer von diesen Songs, bei denen du möchtest das er nie wieder endet.

„Let it Bleed“ lässt nach den ganzen Doomwalzen Zeit zum Luftholen und ist einfach ein wunderschönes, erhabenes Stück Rockmusik, das Melancholie und Härte auf das Feinste zusammenbringt. Als jemand, der über Musik schreibt, ist es deine Aufgabe Gefühle in Worte zu fassen:

Bei dieser Scheibe ist genau das aber außergewöhnlich schwer, da die Jungs mit ihrer Musik dermaßen tief gehende Sounds geschaffen haben, das mir tatsächlich manchmal die Worte fehlen, um diese überwältigende und berührende Kunst zu beschreiben.

Nichtsdestotrotz werde ich versuchen euch davon zu überzeugen genau dieses Album in euer Herz zu lassen.

Das Song Trio zum Schluß wird eingeleitet vom Instrumental “Shadow of the Torturer“, das mit lyrischem Gitarrensound zunächst in Sicherheit wiegt, sich langsam aufbaut um nach knapp der Hälfte mit fauchenden, verzerrten Riffs in einen Freak Out von höchster psychedelischer Qualität zu explodieren .

Der vorletzte Song „The Wounding Hours“ gibt zum ganzen Wahnsinn noch eine im Hintergrund wimmernde Hammond Orgel dazu und erschafft damit einen Psycho Sound, der von ängstlicheren Gemütern nur im Hellen genossen werden sollte.

Das Titelstück „Still they Pray“ ist mit seinen knapp vier Minuten nicht nur das kürzeste Stück zwischen den ganzen acht bis zehn Minuten langen Brocken, sondern als langsame Syd Barrett artige Acoustic Ballade auch ein versöhnlicher Abschluss.

Ich lehne mich nicht weit aus dem Fenster wenn ich sage, das dieses Album mit Sicherheit auf diversen Jahresbestlisten unter den besten Doom Veröffentlichungen des Jahres 2016 ganz oben stehen wird.

Wer ernsthaft über das Thema modernen Doom mitreden will muss das Album zumindest mal gehört haben.

Mein Rat: Kopfhörer auf, Laustärke hochfahren, eine gute Stunde Abschied von der Welt nehmen und geläutert wieder auftauchen. Meisterwerk !!!

Ich konnte bei unseren Freunden von KOZMIK ARTIFACTS noch ein Doppelalbum in schwarz ergattern.

Ansonsten gilt: wer zu spät kommt bestraft das Leben oder muss CD’s kaufen.

Das Doom Monument wurde am 3.06. von RELAPSE auf die unvorbereitete Menschheit losgelassen und kann nun bei allen gut sortierten Händlern deines Vertrauens eingekauft werden. Der nette Mann vom ROCKBLOGBLUESSPOT empfiehlt das geschmackvolle Doppel Vinyl in glänzend düsterem Nachtschwarz.

Auf der Bandcamp Seite wird auch noch eine Version in Schwarz/Bronze angeboten….(olli)

Die einzigen bisher in Europa bestätigten Auftritte :

30.09. Up in Smoke Festival Pratteln/Schweiz

14.10. Desertfest Antwerpen- Muziekzentrum Trix /Belgien

www.relapse.com

www.relapserecords.bandcamp.com

Einsortiert unter:Album Reviews, Doom, Heavy, Rock, ,

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