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Rock im Wald 2026 in Michelau/Oberfranken 30.07. – 01.08. 2026

(vo) Zum dritten Mal, nach 2024 und 2025, machte ich mich mit meinem feuerroten Go-cart auf den Weg nach Michelau in Oberfranken um einem Festival zu huldigen, das auf einem Grund stattfindet der nicht grüner sein kann: auf dem Rasen des VFB Neuensee. Im Hinterkopf habe ich immer: der Rasen ist doch grün lackiert……aber nee, der ist so grün! Unglaublich grün, gründlich grün. Aber vor der Oase in grün gab es noch ein leckeres Mittagessen in Geiselwind bei einer lieben Freundin, mit der ich dann anschließend die 99 km nach Michelau cruiste um der ersten Band unsere Aufwartung zu machen: MOUNT HUSH aus München.

Ein wunderbares Wiedersehen!

Vorher gab es aber erstmal etliche Begrüßungen und Umärmelungen auf dem Rasen und im Vereinshaus des VFB, in dem sich der Backstage Bereich befand. Herrlich, so viele Leute schon um diese Zeit begrüßen zu dürfen. Für die Veranstalter hatte ich einige Taschen mit Haribo Stoff (bei mir umme Ecke in Solingen befindet sich ein Haribo Werksverkauf) und aus einer Wuppertaler Manufaktur etliche Packungen Schwebebahnnudeln mitgebracht!

Die Hitze

Was mir als nun auch schon mit 70 Jahresringen ausgestattetem Herrn Sorgen bereitete war die Hitze: knapp 38°. Und leider begab es sich später das sich bei dem Parforceritt der norwegischen Rotzrocker THE GOOD, THE BAD AND THE ZUGLY meine Körpertemperatur mit der Außentemperatur auf einer Höhe befand und das endete dann bei der Sanität: ich hatte einen sitzen, einen im Körper sitzenden Hitzestau. Also erstmal eine Kühlpause, wie früher als ich noch mit Lokomotiven durch die Gegend fuhr, die auch ab und zu im Sommer Kühlpausen nach schweren Bergfahrten brauchten.

Die Veranstalter hatten aber fürsorglich an alles gedacht: Natürlich außer der Sanität kostenloses Wasser an einer Abfüllstelle und eine Wassersprinkler Anlage nebenan! Cool!

Musik! 

MOUNT HUSH gruben sich mit ihrem Bluesgetränkten Stoff tief in mein Herz und die Seele: ich hab die Jungs aus München schon öfter live erleben dürfen und es ist immer wieder eine Freude wenn sich bei ihnen die Robert Johnson Crossroads Bluessounds mit Stonerattacken verbrüdern: Mississippi trifft Sky Valley, Baumwollfelder treffen einen Pakt mit dem Teufel und den Generatorpartys in den Wüsten Kaliforniens!

Das Line-up der kommenden Tage:

Es geht weiter mit dem Donnerstag:

SONS OF ARRAKIS, die gekonnt Stoner mit Metal verweben, folgten und das Volk vor der Bühne und Volker fanden das Ganze sehr konzertabel, das war fein.

Backstage

THE GOOD, THE BAD AND THE ZUGLY gaben anschließend dem Rotzrock eine sehr gute Rückschau und Zukunft: Sänger Ivar, sonst auch noch bei Kverlertak ins Mikro brüllend, beißend, säuselnd, gab den Entertainer und trotzte zusammen mit seinen Mitmusikern (dabei Kim Skaug an der Gitarre, sonst Bass bei TDATAB) und Zugly ist der Basser, diesen Schmelzgraden und vor der Bühne tobte es, jawohl, das war Entertainment pur! !PENDEJO! fielen der Kühlung zum Opfer, GHOSTWOMAN zum größten Teil auch (was ich noch so mitkriegte war sehr surfiger und atmosphärischer Sound) und die 1000MODS beteten den Vollmond an! Die hab ich nun mit meinen zahlreichen Jahresringen im Laufe der Jahre so oft erlebt und mich leider auch oft geärgert, aber auch erfreut gelauscht. War ein langer Tag und eine 99 km Rückfahrt stand ja noch in den Startlöchern.

Der Freitag erstmal ohne Livemusik, „nur“ Musik vom Mp3 Player im Twingo

der fürsorgliche Ventilator im Pensionszimmer

Früh los in Geiselwind nach einem wunderbaren Frühstück, in der Metzgerei Strohhofer am Autohof Geiselwind zwei Leberkas Semmeln für Mittag gekauft, im Puma Werksverkauf fast nebenan noch bei den Schuhen fündig geworden und auf zur Pension am Krausenbach in Wolfsdorf, wo ich, wie im letzten Jahr für zwei Tage bestens unterkam.

Musik 

Die Nachwuchs Metaller BURY A PHOENIX aus dieser Gegend eröffneten die Sause bei nur noch 35° und KRYPTOGRAF aus Norwegen, die solche Temperaturen in der Heimat eher weniger kennenlernen dürfen – was sich aber leider wahrscheinlich in der nächsten Zeit ändern wird – ballerten ihren schweren Heavy Rock, der, geprägt von den schweren Stoffvorbildern der 1960er/70er Jahre, unters Volk und Volker und was bei dieser Band hervorsticht, ohne Sonnenstich, ist der Gesang, besonders im Bandkollektiv, grandios!

THE TAZERS hörte ich mir nur kurz an da ich mit ihnen in 2026 schon einige Male die Locations teilte und PUTA VOLCANO und BLOOD COMMAND fielen unter die Konventionen „abkühlen“, Essen, viel trinken, Bekannte treffen, quatschen, lachen, Kaffee, MY SLEEPING KARMA treffen, mit Banane (Tour Allesmacher bei Elder) und Nick (Elder) Storys austauschen, Kaffee, Kekse, Gummibärchen, Radler, Wasser, bisken Chips!

Bühnencrew 

Ich vergleiche sie mit unserer Crew vom Freak Valley, sie sind für mich unser Spiegelbild: alles entspannt, kein Geschrei oder Hektik, passt alles, viel lachen. Stagemanager Matthias dirigiert, packt an. Sie wuchten Boxen, dengeln, legen Panzerbandstrassen, bauen Schlagwerke auf die Podeste, röhren die Verstärker auf die Bühne, richten Mikros. Perfekt und Danke von allen Seiten für eure großartige Arbeit!

Hier spielt nun wieder die Musik

ELDER: Nick diSalvo, Tausendsassa in Sachen Instrumentbeherrschung und Musik (ich frag ihn mal am Samstag ob er auch Geige spielt), und die Band sind eine wunderbar eingespielte, mitunter krachende, heilende, wegbereitende, herzliche, einnehmende, hell erstrahlende Truppe, die in der ersten, europäischen Liga mit an der Spitze steht, und sie werden auch die restlichen Kontinente erobern! JIMMY GLITSCHY fielen sehend meiner Fütterung zum Opfer, ich hörte sie aber! FU MANCHU erklimmen nach ELDER den von der Crew perfekt bereiteten Boden und brettern wie nix über die oberfränkische Gegend und sie werden gefeiert, verehrt. Ist so eine Art Best-of ihrer Bandgeschichte was sie hier in die zappelnde Masse schroten, schreddern, knallen, brettern, krawallen, berserkern!

MY SLEEPING KARMA

Sie berühren, streicheln, herzen, erfreuen, beseelen uns ab 0:00 Uhr für 70 Minuten und sie schaffen eine Atmosphäre vor und neben der Bühne, die mal wieder nicht von dieser Welt ist. Vergiss den ganzen kranken, irrsinnigen, hemmungslosen, bekloppten Irrsinn auf dem dem Untergang geweihten Planeten denn André, Matte, Norman und Seppi – nicht zu vergessen den Sound mit René und das Licht von Patrick – sorgen für Wohlbefinden und ihre Message lautet „keep your good karma“! Dem ist nix hinzuzufügen, Abflug!

Samstag, zuerst ohne Musik

Nach dem Überleben des Freitags und einem guten Karma auf dem Heimweg in die Pension und einer guten Nacht dort stand ein Besuch in Weismain an um den Kofferraum meines Twingo mit feinsten Bieren aus Franken bei Getränke Ultsch zu befüllen, Prost! Unterwegs fielen noch zwei Leberkas Semmeln für den Mittag über die Theke und so gestärkt ging es in den sehr Temperaturerträglichen Samstag des RIW.

Der Samstag, mit Musik

GIANT LUNGS, nie gehört, hält der Name was er verspricht! Jawohl, was für eine gute Truppe. Da werden heftigst die Riffschrauben bis kurz vor ab angezogen und die vier Herren gesetzteren Alters strotzen vor Spielfreude und hauen einen Berserker nach dem anderen raus, volle Punktzahl aus Wuppertal! SCOTT HEPPLE AND THE SUN BAND aus Newcastle Upon Tyne sind solche Helden, die ich schon öfter erleben durfte mit ihrem Garage/Psych Rock, hervorragend. KAL-EL walzten anschließend über den Platz: was für eine Naturgewalt von Menschen Hand, so muß Stoner und nicht anners, woll!

Und die DZ DEATHRAYS, eine wilde Truppe aus Australien – wir begrüßten uns herzlich da wir uns vom Freak Valley her kannten, verwandelten das Volk in eine Tanz-Pogo-Masse. Lachlan, Shane und Simon tanzten mit uns…….herrlich!

DOZER: Tommi Holappa und Sebastian Olsson, auch Greenleaf, Frederik Nordin und Johan Rockner gehen gemeinsam in das 32ste Jahr seit der Gründung der Band und gaben alles: was für Riffs, was für Licks, was für eine Prügelei und ein bisken Metal schimmert nun auch hie und da durch die brachiale Stonermukke.

CAPACOPTER, aus Mannem, spielten sich auf der Holzbockstage die getragenen Jeans fusselig und fransig, was für ein Spektakel, Bravo Jungs, das ist bereit für was Größeres, mit das Beste was ich aus der Stonerszene in letzter Zeit hörte!

HÄLLAS, auch schon einige Male erlebt mit ihrem Adventure Rock, hörte ich aus dem kulinarischen Bereich, vor mir Pommes Schranke, und einige Wespenangriffe später ging ich dann ganz gespannt in den Photograben um eine Band zu verewigen, die ich vor ca. 25 Jahren zuletzt sah, die selbsternannten Kings of Rock, Oslos finest, GLUECIFER! Ich war gespannt wie eine Flexicoil-Federung.

Und sie waren wahrhaftig Kings mit ihrem Schweinerock at its best, das war der Hammer. Unzählige Fäuste gingen gen Himmel, zahlreiche Nacken wurden gedehnt. Biff am Mikro röhrte sich die norwegischen Kronen aus dem Portemonnaie, kauderwelschte auf deutsch, und war in bester Stimmlage, Der überhaupt nicht älter gewordene Captain Poon und sein Saitenkollege Raldo posten und gaben ihren Saiten die Sporen, Peter am Bass fütterte den Groove und fast Bandurgestein Danny prügelte die Chose nach vorne, was für ein Festmahl, ohne Superstar Attitüde, mit mächtig Spaß in allen Backen. KYLESA beendeten ein Fest, das für mich in 2027 natürlich wieder im Kalender fett unterstrichen ist.

Veranstalter und helfende Hände

Hier an dieser Stelle bedanke ich mich bei Christian, seiner Frau, Matthias, Flo, Patrick, Urban, Sabrina und zig Veranstaltungsgestaltern für Gastfreundschaft, Fürsorge, Erholung und Kur. Bei Chris von Musix.de und Helldriver Markus für nette Plaudereien. Bei Udo, meinem Photograbenkollegen und sonst auch Gesprächspartner. Bei allen helfenden Händen hinter und vor den Theken, bei Freunden und Bekannten für Kurzweil und gute Laune, bei den Sanis. DANKE und bis 2027….

Was für ein Service 

Filed under: Festivals, Konzertphotos, Live Reviews,

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  1. […] Nach dem Rock im Wald Festival (siehe hier) fuhr ich ein paar Tage in eine alte Heimat, den Chiemgau, um ein bissel auszuspannen: Die Fahrt […]

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