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Shooting Guns – Brotherhood of the Ram

SHOOTING GUNS-Cover(ch+to) Die Shooting Guns haben, unserer Meinung nach, mit ihrem zweiten und letztjährigen Album einfach zu wenig Beachtung gefunden. Deshalb wollen wir Euch dieses lauschintensive Werk noch einmal liebevoll ans Zuhörerherz legen.
Die Band kommt aus der großen und vielfältigen Musikszene von Saskatoon, Kanada und schießt mit Ihrem Sound damit direkt in unsere Weltraumohren. Die Musik der Shooting Guns ist eine Kombination von Psychedelic-Space Elementen sowie angehauchten lava-lastigen Stonerbluespassagen. In drei Sitzungen haben sie es geschafft, alle 6 Songs aufzunehmen. Es ist auf dem bandeigenen Pre-Rock Records Label erschienen. Für den internationalen Vertrieb war EasyRider Records aus San Francisco zuständig. Den jenigen von Euch, die auf Klänge von Carlton Melton, Mugstar oder Pharao Overlord stehen, ist das von uns geschätzte Machwerk „Brotherhood of the Ram“ sehr zu empfehlen. Die fünf Musiker der Band sind Laramee, Jay Loos, Steve Reed, Jim Ginther und Keef. Im September 2014 erschien ihr 3. Album, der Soundtrack zur kanadischen Horror-Komödie WolfCop.
Ihre einzigartige Mischung wirkt überraschend locker, geradlinig und einfallsreich vorgetragen und sie schwingen dabei mühelos von einem Arrangementschwerpunkt zum anderen. Es ist die Bewegungsfreiheit die Sie definieren, wie musizierende Drohnen im organisierten Chaos eines Bienenstocks.

Erster Song – Real Horse Footage – es ist eine brillanter Opener mit vielen spacigen Umgebungsgeräuschen, um die das rasante Stonergerüst eine Art kosmische Schwingung erzeugt. Stellt Euch einfach dazu vor, Ihr würdet mit einem fetten Lavabrocken aus einem schwarzen Akustikloch ins Universum driften, dann wäre es genau das. Aber nein, es sind die Guns die da angerauscht kommen. Dieser Track zeigt, wie Sie mit Ihrer ganz eigenen Gittarrentriebswerkleistung in der Lage sind, im vollem Flug durchzustarten um dem alles verzehrenden Strudel dieser schwarzen Hölle zu entkommen.

Zweiter Song – Motherfuckers Never Learn – beginnt mit einem groovigen spacegeladenen Riff und schwebt leichtfüßig durch die Galaxie. Dieser Song wird untermauert von einem hervorragenden Rhythmussegment, dazu schnell angetrieben um zu einem mächtigen 9.27 Minuten Epos zu werden. Diese Soundpatrone der Guns wird mit Sonic Soundscapes und psychedelischen Riffs nur so gefüttert, um ein Mini-Soundbeben in der geräuschempfindlichen Schaltzentrale des eigenen Kopfes zu verursachen. Schnallt Euch an und haltet Euch fest, die Band schickt Euch mit wohl überlegten Schüssen aus allen Gitarrenhalsrohren auf eine fantastisch klingende Riffgewitter-Reise.

Dritter Song – Predator II – ist der kürzeste aber musikalisch dichteste Track auf dem Album. Er verführt gleich zu Beginn über wunderbare breitgefächerte Orgel- und Keyboardfacetten die gegen schwere und trübe Gitarrengeschütze ankämpfen. In diesem Song glaubt man fast, das die Guns sich durch ein menschenleeres, wüstenähnliches sowie lebensgefährliches Gebiet pflügen. Hymnische Klänge im Cinemascope Format wiegen einen in ein orchestrales Gefühl, bevor der Song mit seinem schweren Groove Deine Seele endgültig fesselt. Jeder kann nur erahnen warum das Stück mit Predator II betitelt ist. Es beginnt virtuos und bleibt opulent bis das eindringliche Finale einsetzt. Ein Duell auf Augenhöhe bis zum Ende.

Vierter Song – Go Blind – ist eine doomlastige Stonerrock Odyssee. Das Stück nimmt Dich mit auf eine Reise ins Unbekannte. Die gefühlte Langsamkeit der Akkorde gibt hier die Songstimmung vor. Es beginnt hypnotisch tragend, bevor Bassläufe mit weiteren flirrenden Soundsplittern eindringlich interagieren. Dies ist die perfekte Balance von 60s / 70s Psych Rock-und modernen Doom / Stoner / Psychedelic Sequenzen, wenn nach einigen Spielminuten der Sound wie in Trance in tiefere Gefilde eintaucht.

Fünfter Song – Brotherhood of the Ram – ist eine langsam brennende Angelegenheit. Die Band zeigt ein weiteres Mal Ihre kreativsten Seiten im Songwriting. Es ergeben sich großartige weitläufige Momente, wenn erhabene liebliche Noten mit dahintreibenden Parts spielen. Rhythmisch sägende Saitentöne und der beschwörende Takt von Bass und Schlagwerk geben ein echtes Gefühl von Endlosigkeit.

Sechster Song – No Fans – ist ebenfalls ein stark aufspielender Track auf dem Album. Im eindringlich sowie unheimlich getriebenen Soundgewandt, vereinen sich alle Elemente von Psych, Space und Stoner zu einer verheerenden Gesamtlauschwirkung. Dieser Track ist buchstäblich anhörberauschend. Es haut einem akustisch vom Hocker. Man hört genüsslich zu und bringt nur noch ein „wow – das treibt“ zustande. Alles verfügt über einen üppig flirrenden Groove und Drive. Es ist das perfekte Ende, wenn man wie in einem startenden Triebwerk sitzend, mit dieser Nummer zu einem erstaunlichen und sehr hörenswertem Albumende abhebt.

Shooting Guns haben sich hier die eigene Messlatte ziemlich hochgelegt. Ein brillantes Machwerk der Shooting Protagonisten. Zudem beherzt und konsequent eingespielt. Dies ist ein Album, das man nicht mehr so schnell aus den eigenen steinig interstellaren Lauschern bekommt und das sich auch nach dem x-ten Hörgenuss nicht abnutzt. So soll es ja auch sein und nicht anders! Also reingehört und auf nach Saskatoon!!…..(Charly + Tom)

Shooting Guns

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