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Sonido de Nuevos Mundos

Neos-Perú-Sonido-de-Nuevos-Mundos-cover(ch) Wenn wir immer noch glauben, dass die beste Musik oder interessantesten Schöpfer aus den USA oder Europa kommen, sind wir auf den Holzweg. Auch wenn es zutrifft, das der Einfluss der britischen und amerikanischen Künstler sehr maßgeblich für die Popmusik war. So ist es auch wahr, das sich sehr viel getan hat in der lateinamerikanischen alternativen Musikscene, mit ihrer eigener Identität. Auf dieser Seite des Kontinents konnten sich immer wieder unabhängige Künstler, und das gilt in Bezug auf Qualität, weltweit etablieren. Das Beispiel Argentinien und Chile mit ihren zahlreichen Künstlern: sie exportieren die neuen lateinamerikanische Klänge mit ihrer warmen Atmosphäre in die Welt. Es gibt jedoch auch andere Länder in Südamerika, die über eine tiefreichende alternative Musikszene verfügen, die sehr gut konkurrieren können. Ihre eigenen Grenzen überwinden und sich außerhalb der Landesgrenzen bekannt zu machen. Das Album, das wir heute präsentieren, ist ein großer Schritt, das zu ändern. Die blühende, alternative peruanische Szene in einer Reise durch ihre Welt unseren Ohren und Herzen näher zu bringen.

Auf http://neosperu.bandcamp.com/releases hat NEOS die Zusammenstellung als kostenlosen Download zur neuen Musik aus Peru, einem der am schnellsten wachsenden Länder in Bezug auf die alternative Indie-Szene, zur Verfügung gestellt. Verschiedene Autoren und Redakteure von Musik Zeitschriften des Landes haben eine Anzahl von peruanischen Künstler aus einer langen Liste ausgewählt, die Peru hinaus in die Musik-Welt transportiert. Tatsache ist, dass dieses Produkt bei weitem die Erwartung der Beteiligten erfüllt.

Die Scheibe enthält 31 Titel, auf dem wir alle Genres und Stile mit einem erfrischenden, energischen und aufrichtigen Sound finden…..die jeder Band Raum und Zeit lässt, sich vor zu stellen.

Die Zusammenstellung wird eröffnet mit Laikamori, einer sehr interessanten Gruppierung mit dem Song „Norfolk“. Es erinnert etwas an die beste MGMT mit ihrem Knuttel Psychedelic, aber mit dem Zusatz einer starken Prägung Dream Pop. Die Folk-Band Jimmy Dorothy stellt mit „Anden Girl“ ihren unruhigen Geist vor, wie dieser großartiger Song hier belegt. Blind Dancer mit dem dritten, einem rätselhaften, dunklen, melancholischen Song: „Today is Tomorrow“ ist überquellend und fesselnd, mit Querverweisen zu M83. Bei Los Zapping explodiert der Brause Pop-Punk mit dem Lied „Archie“, unmöglich nicht zu summen und geistig dabei zu sein. Weiter mit „A lo Daniel Johnston“ von Negra Valencia, ein süßer, goldener Ohrwurm der Liebe. Eine reine, einfache und zeitlose Schönheit. John Liar nimmt Fahrt auf mit dem tollwütigen Rockabilly Garage „Feel Like Going Home“. Während die Stimme des Sängers Crick Faluzi in dem tief emotionalen „Caminantes“ loslegt. Die La Lá ziehen in den tiefen Dschungel mit „Selva Negra“, während im Track 9 „No Religion“ der düster kratzige Shoegaze durch Orquidea kommt. Der Punk-Pop bringt uns zurück zum Tanzen, mit den Händen von Almirante Ackbar und „Mujer Fatal“. Der Blues „Amuleto“ detoniert am Straßenrand in brennender Sonne und bricht auf in Track 11 von Planeador. Dann umarmt uns wieder die warme Melodie von Pipe Villaran in „Brillant Disguise“. Die Nummer 13 „Fobus“, von Neon Dominik, eine rein instrumental elektronische Nummer für die Tanzfläche der Disco zum Abtanzen. Teléferico spielen ihren Song „Antipop“ voll von Nostalgie, Experimenten und Popgeräuschen. Der LoFi ebenfalls anwesend bei FolkiMonky in „Gato Techero“, ein ätherisches und romantisches Lied. Plug Plug zeigen was sie am besten können, etwas Hardcore mit Pop, Wut und Zärtlichkeit, in „Contradiccón“ breit gewalzt. „Lullaby“, eine Art Wiegenlied von Sad Animals mit vielen Träumen, die 16. Nummer, sowie Liquidario Celuloide in „Vértigo Magnético“, ein Noise-Rock in voller Kraft.
„The Stranger“ von Registros Akásicos, ein intensiver Krautrock mit flüsternder Stimme, wie eine Bohrmaschine. Serto Mercurio erfüllt den Raum mit frischen Pop-Sound und Lofi in „Náusea“. Während Ed Bird und Theremyn_4 mit den Tracks 21 und 24 erneut unter Beweis stellen, wie sehr die peruanischen Elektronik-Scene zugegen ist. Bei Puna wieder detoniert der Lautsprecher mit einem perfekten Mix zwischen Shoegaze und Ambient. Der Song von El Cuarto de Juegos erzählt eine alte Liebe auf dem Land, einfach zeitlos schön, „The East“. Die Band Curiosity wird leicht düster und melancholisch mit „Circular Logic“. Es folgt der Frisch, Frei und Freude Popsong „Superhéroe Folk“ der Lagartijacarlo. Gefolgt von Mind Blank, Melodie, Harmonie und weibliche Stimme erinnern in einem gewissen Grade an Sheryl Crow. Die Mundaka mischt den Surf Rock mit Alternative Pop. Psychedelica kollidiert mit Post Rock und Free Jazz bei „Los Gritos de Hernán“ von den Spatial Moods. Die letzten beiden Tracks auf dem Album von Eva & John, ein Shoegaze Song und den Ravelers mit „Anaconda“ rühmen, einen kosmischen Funk mit Folk-Einflüssen.

Einunddreißig Songs, sehr verschieden, geben einen glänzenden Moment der unabhängigen peruanischen Szene und ich denke, das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Sound ist ein großer Schritt der unabhängigen Musik, von Peru zu uns. Dieses Album dient als Gateway zu beiden Welten, mit Ergebnissen, die sehr befriedigen….(Charly)

Link zum Sampler

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Januar 2015
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