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Fogg – High Testament

FOGG(ch) Die Retro-Rock-Welle legt zu. „Fogg“ tragen ihren Teil dazu bei und veröffentlichen mit ihrem zweiten Longplayer „High Testament“ psychedelischen 70er-Rock, der sehr originell und authentisch klingt. Die Texas-Boys aus Fort Worth machen Spaß, bieten viel Abwechslung und ziehen ihr Ding ehrlich und mit viel Willen durch. Das Trio kombiniert die Kraft von Black Sabbath mit der klanglichen Variationsbreite von Led Zeppelin sowie dem Flair der Woodstock-Zeit. „Joy of Home“ bringt uns sofort rein in die Retro-Welt. Ein schön entspannendes, akustisches Intro eröffnet den Song, begleitet von Hoffmans dezent, kühlen Vocals. In der Tat, das Intro führt uns auf eine falsche Fährte, wie die tosenden Fuzz getränkten Riffs, die dann einsetzen, die Sinne erfüllen. Ehe man sich versieht kommt ein heulendes Gitarrensolo daher, jetzt stehen die Nackenhaare stramm. Das nenne ich einen flotten Start in das Album.
„You are Welcome“ mit Riffs, die Hallo sagen. Es ändert sich die Struktur zu einer 60er psych Atmosphäre, vor allem mit den hallenden Gesangsharmonien (Wolfmother?). Aber keine Sorge, die Riffs in Evidenz zur gesamten Länge fügen sich gut ein.
‚The Garden“ ist völlig anders, ein akustisches Liedchen mit schönen Vocals, mit denen der Song einen schönen Charme erhält. Unschuldig, mit Gefühl und Emotionen das Flötensolo, das zum Tiefgrund des Gartens mit den verzauberten Kreaturen führt, während der Wind leicht darüber weht.
„Seasons“ mit einem tiefen, pochenden Bass-Intro und Zerstörrungs-Riffs. Sie wecken aus den Träumen der Verzauberungs-Natur. Es ist überflutet mit kosmischen Fuzz-Ambiente, zeigt wie die Blätter fallen und sterben. Das wehmütige Gitarrensolo verführt dabei dermaßen und leitet über, bis der Song wieder in eine pulsierende Basslinie verfällt.
„Mountain“ ist der Track des Albums für mich! Ein bluesiges Intro setzt ein. Die grollenden Gitarren-Riffs arbeiten im Gleichklang mit der leistungsfähigen, pochenden Orgel von Lee. Die faszinierende Mischung macht es, dabei produzieren sie einen Höllenlärm. Man glaubt, wir sind in der Leere des Todes angekommen, wo der Sensenmann auf uns wartet. Dieser Track ist wirklich etwas Besonderes.
„Hand of the Lord“ ist ein Brenner, beginnend mit akustischer Gitarre und dezenten Vocals, der Mittelteil bringt uns wieder zurück zum Riff-Himmel, kraftvoll, emotional und unheimlich mit einem dezenten Ende. Was kann man mehr verlangen?
„Grass in Mind“. Tiefe Riffs mit kühlen Vocals geben den Antrieb einer Fahrt durch eine geheimnisvolle Landschaft der Glückseligkeit. Schöne Gitarrenschleifen kommen, um den Geist durch Raum und Zeit mitzunehmen, aber nicht für lange, dann kehren die Riffs zurück.
Ein kleines akustisches Zwischenspiel beendet dieses Opus.
Fogg haben etwas Außergewöhnliches mit diesem Album produziert, es ist wie ein feiner Wein mit LSD getränkt. Es hat alles; Leidenschaft, tolle Texte, magische Song-Arrangements und fantastische Musikalität. Wenn man diese Musik mit den harten Riffs, Fuzz-Pedale mit Overdrive gemischt mag, sind „Fogg“ einen Besuch wert…..(charly)

Erschienen am 23. Juni bei Tee Pee Records als CD und Vinyl.

Line-Up:

Chase Jowell: Electric Guitar
Ethan Lyons: Drums
Brandon Hoffman: Bass, Acoustic Guitar, Vocals
Ryan Lee: Organ on „Mountian“

Tracklist:

01 – Joy of home [6:20]
02 – You are Welcome [3:24]
03 – The garden [3:46]
04 – Seasons [6:21]
05 – Mountain [6:58]
06 – Hand of the Lord [3:47]
07 – Grass in Mind [9:46]

Fogg Bandphoto

 

 

 

 

 

 

http://fogg.bandcamp.com/album/high-testament

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