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Gary Clark Jr. – The Story Of Sonny Boy Slim

Cover(vo) Der aus Austin/Texas stammende Gitarrenkönner Gary Clark Jr. brachte in diesen Tagen sein zweites Studiowerk ans Licht der Musiköffentlichkeit, The Story Of Sunny Boy Slim. Die 13-teilige Story vereinigt etliche Musikstile zu  einem Album, das mich aufhorchen lässt, denn es ist meine erste Begegnung mit Mr. Clark, der ja in überschwänglichen Kommentaren und Promosheets als ein Retter des Blues bezeichnet wird.
Außerdem als Sänger und Komponist, der den Rock`n`Roll stetig vorantreibt…..was er von diesen Hymnen hält, entzieht sich meiner Kenntnis.
Gut, dann riskiere ich meine Ohren und werde vom ersten Titel „The Healing“ sehr angenehm überrascht. Er beginnt mit einer Art Field-Holler, der von einer stark an Peter Green erinnerende Gitarre weitergeführt wird. Tolle, gefühlvolle und soulige Stimme, die er in den folgenden Stücken sehr variantenreich einsetzt. Das an HipHop angelehnte Schlagzeug verleiht dem Song einen sehr relaxten Sound.
Mit „Grinder“ holt er eine sehr intensive Bluesrocknummer aus sich raus, kein Gegniedel, sondern straight noch vorne, lang haltende, einzelne Gitarrentöne, songdienlich, Stimme top, auch der Backgroundgesang.
„Shake“ lehnt sich stark an den 60s Rock Marke England an, mit starken Slideeinlagen und wiederum markanten Gesang.
„Star“ ist ein Song, der uns in souliger Manier Richtung Barroom und Lounge führt, „Our Love“ begibt sich auf den Weg in den klassischen Memphis-Soul, gespickt mit Orgel und hoher Stimmlage.
Sehr viel Soul besitzt auch „Hold On“, mit einigen Gitarrentönen, die auch mal länger im Raum stehen bleiben. „Cold Blooded“ ist Motown pur und intensiv, besonders stimmlich, einige Gitarrenlicks perlen das Ganze auf, sehr Tanzflächentauglich, „BOYB“ bringt uns auch für eine knappe Minute nach Motown.
In „Church“ packt der Meister die Akustikgitarre und die Harmonika aus und lässt sich zu einem ländlichen Folkblues nieder, sehr intensiv und einfach „schön“.
„Wings“ stöbert im HipHop und dem modernen R`n`B, „Can`t Sleep“ ist für die Tanzfläche einer schicken Disco gebaut, und „Stay“ funkt den Soul unter die Füße auf der Tanzfläche.
Das Album eines Künstlers, der Abwechslung liebt und Eintönigkeit verschmäht…..(volker)

Erschien in diesem Monat bei der Warner MusicGroup

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