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Psychedelic Spacerock Festival III in Salzkotten am 21.08. 2015

Psych-DVD-Titel(ch)Das dritte Psychedelic Space-Rock Festival, veranstaltet von den Underground Äxpärten und dem Rockmusikverein aus Verne. Präsentiert von Tonzonen Records und dem Eclipsed Rock Magazin, Live und in Farbe. Wer auf Space-, Jam-, Prog- und Krautrock abfährt, gelangt ans Ziel aller Seh – und Hörsüchte. Dieser DVD Livemitschnitt beweist es.
Gestartet wird mit „Love Machine“ aus Düsseldorf. Sie stehen für eine Trance erzeugende Klangwelt, die bei aller Melancholie leichtfüßig daherkommt. Im Sound der Düsseldorfer mischen sich afro- und lateinamerikanische Traditionen mit Psychedelia, 60er/70er-Westcoast-Rock mit elektroakustischen Tönen.
Die Lieder erzählen von seelischen Abgründen, Mythen und Utopien. Marcel Rösches tiefe, kräftige Stimme strahlt echtes Selbstbewusstsein mit Dynamik aus und bringt damit sein Mitstreiter zum Brodeln.
Das Fender Rhodes Piano von Lukas Lohner lässt Ray Manzarek wieder auferstehen. Die Vielfalt afrikanischer und lateinamerikanischer Rhythmen fließen wunderbar ein in ihre Songs. Wenn die Rhythmusfraktion loslegt und Marcel mal Pause hat, dann ist aber Dampf im Kessel. Dann wird aus „Love Machine“ die Speed Machine. Ein klasse Vorstellung und sehr gute Einleitung für die kommenden Bands.

Knall

 

 

 

 

2014 fiel ihr Gastspiel wegen Krankheit aus, nun klappte der Trip von Pforzheim nach Ostwestfalen: „The Pancakes“ toben sich auf einem psychedelisch wuchernden Teppich aus — mit Surf, Garage, Fuzz und Kraut. Ins Ohr gelangen wildes Gitarrengeheul, hypnotische Rhythmusparts und geheimnisumwobene UFO-Geräusche. Der Freaksound mit Fuzzgitarren versetzt die Zuhörer in Staunen.
Die singende Bassistin Daniela ist ein Stimm-Chamäleon: Mal erinnert sie an Patti Smith, mal an Janis Joplin oder gar Grace Slick von Jefferson Airplane. Die musikalische Aufbruchsstimmung der 60er- und frühen 70er-Jahre atmet und schlägt über aufs Publikum. Dabei sind sie enorm abwechslungsreich. Der verzerrte Gitarrensound gleitet wie ein großer breiter Fluss dahin. Herrlich, wie Rainer Neeff mit seiner Gitarre schräge Effekte und Soli zaubert. Er improvisiert als wäre Darth Vader mit dem Todesstern im Anflug. Langeweile kommt jedenfalls nicht auf. Das Publikum bedankt sich frenetisch.

Pancakes

 

 

 

 

Ab 20 Uhr geht es mit „Knall“ aus Köln auf eine Reise durch die krautig rockenden und psychedelischen Soundlandschaften.
Sie sind unverwechselbar, es ist der Vibe des Moments, dass gemeinsame Fliegen im Orbit. Melodie-Collagen werden zu einem Sprengstoff aus Klang und Rhythmik vermischt.
Energetisch treibender Spacerock mit kraftvoller Bassgitarre verstärkt.
Neben dem Schlagzeug-Fundament nehmen experimentell anmutende Klänge ihren freien Lauf. Das zunächst eher trancige Rhythmusgefüge weicht immer mehr den freiformatigen Improvisationen.
Vertracktheit, bombastische Ausbrüche, verspielte, furiose, cineastische Soundeffekte- Dabei kommt das ganze aber bei weitem nicht übermässig schräg daher. Sieben Nummern in 60 Minuten spielt die Band, ein sehr schönes Erlebnis.

Knall

 

 

 

 

Zum Finale gibt es Musik zum Abheben, Schweben und wieder Landen: Aphodyl heißen die Schöpfer aus Berlin. Schon 2013 und 2014 entführten die psychedelischen Krautrocker das Scheunenpublikum in außerirdisch tönende Sphären.
Sie begeistern und elektrisieren ihr Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde. Hollis Stimme sorgt wie immer für sehr gute Stimmung, die er gekonnt und sparsam einsetzt. Biene und Arno grooven bis sich die Deckenbalken biegen, keine Hektik kommt auf. Sphärisch, mal heftiger dann wieder leicht und locker verzaubern sie das Publikum.
Die Band verabschiedet sich, schön wars, es hat sie mal wieder sehr gefreut, ein wahrer Ohrenschmaus.

Aphodyl

 

 

 

 

Mit dabei ist außerdem ein Lichtwerker, der aller Augen mit übereinander projizierten Bildern bezirzt:
Peter Petersen aus Flensburg arbeitet aus Leidenschaft mit analogem Lightshow-Equipment einer längst vergangenen Ära.
Tief verwurzelt in der Bildersprache der wilden 60er und 70er hat er seinen eigenständigen, experimentellen und assoziativen Stil entwickelt. Der langsame Fluss seiner Motive wirkt betörend altmodisch……(Charly)

Erschien im Oktober 2015 via Unterground Äxpärten als Doppel-DVD in 200er Auflage.

Psych-Bands

 

 

 

 

 

Line-up:

Aphodyl (59:54)
Knall (59:49)
The Pancakes (58:39)
Love Machine (61:54)

Analoge Lightshow: Ute & Peter Petersen
Produktion: PW-Video
Audio & Video: Peter Wilhelm
Cover-Artwork: Thau-Design

https://www.youtube.com/watch?v=zFhdH-5h3HM

Psych-CD

 

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