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Moon Curse – Spirit Remains

Cover Artwork Moon Curse(co) Neues aus der Rumpelkammer! Moon Curse haben nach ihrem Debut 2012 (und einem einzelnen Track 2014) ein neues Album eingespielt. Auf „Spirit Remains“ wird der geneigte Hörer mit fünf Songs beglückt, die – wie von Doom bekannt – für eine ordentliche Spielzeit und viel düsterem Vergnügen sorgen.
Um es klar zu sagen: Der Sound auf „Spirit Remains“ ist derbe und kräftig, wundervoll dreckig und durch das zurückgenommene Tempo fast schon theatralisch – durch die Bank weg.
Die Altmeister des Genres sind dabei präsent – haben auch ihre eigenen Momente – , aber oft haben modernere Elemente stärkeren Einfluss und beizeiten erinnern Moon Curse an Bands wie Pallbearer oder entfernt an mildere Electric Wizard.
Stimmlich gönnt sich die Band genau so viel Ozzy, dass der Sabbath-Stil glasklar durchscheint, man sich aber nicht dauernd mit dem alten Mann konfrontiert fühlt.
Zusammen schafft das einen sehr zeitlosen Doom, der sowohl Anno Dazumal als auch heute ein echter Reißer ist und dabei die scheinbar ach so ausgetretenen Pfade nutzt, um moderne Klassiker zu produzieren, die frischer nicht sein könnten – sofern man irgendwas an Doom Metal als „frisch“ bezeichnen mag.

Einfach nur die Namen der Gründerväter dieser Spielart zu brüllen, reicht bei Moon Curse bei Weitem nicht aus, um ihrem Stil gerecht zu werden. Schon der Opener „Beneath The Waves“ zeigt das gewaltige Soundvermögen dieser Band. Stets dröhnend, aber doch so viel mit klaren Momenten durchzogen, das jedes Tröpfchen Matsch gekonnt und gewollt durch die Boxen schwappt.
„Electric Veins“ ist da ein Wechselbad der Zeiten, wie Ebbe und Flut umspülen einen klassische Riffings, aber auch die etwas mystisch tragenden Parts reißen einen tranceartig mit sich.
Ganz klassisch werden Moon Curse, wie schon angedroht, zwar nie, aber sabbathische Tendenzen scheinen besonders in „Lord Of Memories“ und „Vicious Sky“ durch, wobei ersterer das vielleicht geschmeidigste Intro seit „Black Masses“ hat und letzterer mit der besonders rumpeligen Strophe überzeugt. Wer genau von diesem Stoff noch mehr braucht, greift zum letzten Track.
Denn ganz am Ende zeigt „Witches Handbook“ noch einmal wie modern so ein echt altbackenes Riffing sein kann. Die schwebenden Akkorde und der raue Sound gepaart mit nasalem Gesang und scheinbarer Ruhe in den Strophen – und dann schwingt sich der Song zur Ekstase auf, wenn Bridges und Refrains sich schwer wie ganze Lawinen auf den Weg machen, dieses Album zu einem mehr als würdigen Ende zu tragen.

Diese Band aus Milwaukee spielt perfekten und kreativen Doom so schön wie irgend möglich. Wer es schwer mag, aber Melodie im harten Riffing braucht, der wird von Moon Curse lückenlos bedient. Eine echter Kracher in Sachen Doom zum Jahresende!
Ich bin hin und weg…..(colin)

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