(vo) Gleich zweimal bot sich für mich die Gelegenheit eine neue Band mit „alten Haudegen“ der Szene in meiner Nähe zu erleben: Fuzz Sagrado. Den Bandnamen gibt es schon länger denn unter diesem Namen veröffentlichte Chris Peters – Gesang, Gitarre, Tasten (Fuzz Sagrado, Surya Chris Peters und früher Samsara Blues Experiment + Terraplane) seine Musik, nachdem er vor sechs Jahren nach Brasilien ausgewandert war. Mittlerweile lebt er, der Konzerttechnisch besseren und nicht so anstrengenden Möglichkeiten wegen, wieder in Deutschland und gründete zusammen mit Charlie Paschen – Schlagzeug Coogans Bluff + Black Box Massacre, Raphael Nigbur – Bass und Steffen Schneider – Gitarre Black Box Massacre und ex Spaceship Landing, die Band Fuzz Sagrado.
Ihre Playlist besteht aus Stücken der früheren Ein-Mann Band Fuzz Sagrado, Samsara Blues Experiment (SBE) und einem Black Box Massacre Song (Raffi Neri), der sich in ihrer 2025 erschienenen LP Pink Edition psychedelisch durch die Rille spaced!
Früh genug im Pitcher eingetroffen (ich fand sogar in der Nähe einen kleinen, Twingo passenden Parkplatz) und erstmal einige Musiker und meinen Kollegen Hans-Jürgen begrüßt, der heute für die Photos für diesen Bericht zuständig war. Es ergaben sich nette, informative Gespräche, sodass ich nun die Bandgeschichte besser kennenlernte und auch das Chris nun seinen Wohnsitz, zusammen mit seiner Ehefrau, wieder nach Deutschland verlegt hat.
Die Playliste war etwas über eine Stunde lang und das Quartett, das für die bisher wenigen Auftritte und Proben schon ordentlich eingespielt wirkte, hatte als erstes „Center Of The Sun“ auf dem Zettel, ein mächtiger SBE Song und der mit knapp 13 Minuten zahlreiche Facetten des Stoner, Psychedelic und Space Rocks abbildete. „Wake Them Up“, ein Fuzz Sagrado Song, folgte: ein wunderbarer Psychedelicer. So ging das wechselweise weiter für die nächsten Stücke.

„Southern Sunset“, ein kerniger, 70ies geprägter Sound mit Santana Flair und feinen Gitarrenreisen, natürlich auch mit dem Rhythmus von Steffens Gitarre und dem Groove von Charlie und Raphael. Die Vier hatten sehr viel Spaß und freuten sich über die guten Reaktionen des Publikums. „Snowchild“, ein gut verfuzzter Fuzz Sagrado Song, mit kernigem Rhythmus und Nackenmuskeltraining und „Orchid Annie“, auch so ein 70ies beeinflusster Song und Sound aus dem SBE Album „End Of Forever“ führten uns weiter durchs Programm bevor „Singata“ mit diesem gewissen Flair indisch beeinflusster Art den SBE und Fuzz Sagrado Part beendete. Zum sehr guten Schluß feiere ich natürlich auch „Raffi Neri“, den Black Box Massacre Song, der mit einem einfühlsamen, leisen Tastenintro eingeläutet wird und sich behutsam aber kontinuierlich im Sound steigert: du schwebst immer mehr und immer weiter bis du wegfliegst. Raphaels stoische Bassunterfütterung, Charlies zu Anfang dezentes Schlagwerk, Steffens Gitarrenausflüge und die Tasten des Chris werden kurz vor Schuß völlig runtergefahren, Charlie haucht hochtönig ins Mikro und dann wird nochmal eskaliert, was für ein Song! 
Ich nehme diesen Text auch mit in den nächsten Tag zum folgenden Auftritt der Jungs im Yard Club in Köln, der mit der obengenannten Playliste synchron geht mit dem Unterschied, das hier und heute Abend eine neue Dimension Einzug hält in den Fuzz Sagrado Sound: „New Dimension“, ein erster Song, die erste Komposition der Vier, der hoffentlich und sicherlich noch etliche folgen werden. Zum Song verrate ich nix, hört ihn euch bei nächster Gelegenheit an denn die Tour geht ja noch bis zum 06.06.26 weiter.

Zwei wunderbare Konzerte an zwei Tagen sind zu Ende und mein Fazit: weiter so, es war so schön euch zu erleben….(volker)
Ich bedanke mich bei Hannah – Sound Of Liberation für die Akkreditierung
Photos Pitcher Hans-Jürgen, Yard Club Volker
Filed under: Konzertphotos, Live Reviews, Fuzz Sagrado - Pitcher und Yard Club am 19.05. + 20.05.26, Sound of Liberation



