(ol)Noch eine der vielen großartigen Veröffentlichungen des letzten Jahres die sich im Laufe der Zeit an die Spitze meiner Playlist geschoben haben. Aus Topeka, Kansas kommt die Band deren Name allein schon bei mir alle Antennen auf Empfang gestellt hat , obskure Kulte und Superlative sind definitiv meine Baustelle.
Seit ihrer Gründung 2013 und der Veröffentlichung ihres Debüt Album „Season of the Witch“ hatten die Jungs mit einigen Besetzungswechseln zu kämpfen. Nachdem sie mit DAVID MERRILL ihren perfekten Sänger gefunden hatten stieg vor den Aufnahmen zu HIGH PLAINS ihr Gründungsmitglied und Bassist Coder Potts überraschend aus und DAVID MERRILL übernahm auch noch den Part des Tieftöners um das zweite Album HIGH PLAINS als Trio aufzunehmen. Bereits im März 2016 veröffentlicht gehört das Werk für mich zu einer der besten Stoner/ClassicRock Scheiben des vergangenen Jahres.
Zunächst gibt es mit dem „Stone Mountain Blues“ein instrumentales Intro das musikalisch schon mal den Weg weist. Bluesige, klassische Riffs und einprägsame Melodien. Mit „Monolith“ folgt sofort ein erster Höhepunkt bei dem sich mit den ersten Tönen von Frontmann DAVID MERRILL die große Stärke der Superculter offenbart. Ein Gesang der mich trotz seiner völligen Eigenständigkeit an einen modernen PAUL RODGERS denken lässt. Auch beim folgenden „Nomad“sind es die gefühlvollen Gesangslinien die eine völlige Einheit mit dem Rest der Band bilden und den Song so zu einem besonderen Klangerlebnis machen. Die Melodien sind von einer hintergründigen Eingängigkeit die sich nach spätestens dem zweiten Durchgang unwiderruflich in den Gehörgängen festsetzen „Mind Control“ ist eine perfekte Symbiose aus düster doomigem Rock im Sabbath Style und groovigen Sounds, die auf einem klassischen FREE Album der 70er nicht unangenehm aufgefallen wären. Bei den „White Nights“ kommt ein wenig folkig bedächtige Stimmung hinzu um bei „Hell Hath No Fury“ wieder mächtig loszurocken. Das sieben Minuten lange Epos „Forefather“ war der erste Song der mich auf dem Album aufhorchen lies und ist immer noch mein ganz persönlicher Hit auf der Scheibe. Hier zeigt sich, wie auch auf allen anderen Stücken, die individuelle Klasse von BAILEY SMITH, mitreißende Power Riffs ebenso wie schlüssige und lyrische Solos werden locker aus dem Ärmel geschüttelt, das Ganze unterstützt vom locker groovenden und trotzdem extrem kraftvollen Drumming von WESTON ALFORD. „Black Hawk“ und „Acid Tongue“ rocken in der gleichen Qualitätsstufe und der akustische Abschluss „Down 75“ macht Lust die Scheibe direkt wieder von Anfang an zu hören.
Nachdem HIGH PLAINS in den DOOM CHARTS März 2016 auf Platz 2 gelandet war und sich einige Monate in der Liste halten konnte und auch ansonsten große Zustimmung und sehr gute Kritiken erhalten hat geht es für die Jungs in 2017 hoffentlich erfolgreich weiter. Mit BRAD MORRIS hat sich die Besetzung um einen hervorragenden Bassisten ergänzt und die Band arbeitet intensiv an einem neuen Album. Ganz dicke Empfehlung, ein Album mit Suchtpotenzial, in das jeder Liebhaber von klassischen Rocksounds und großen Stimmen in der Rockmusik mal reinhören sollte.(Olli)
Tracklist:
- Stone Mountain Blues
- Monolith
- Nomad
- Before the Dawn
- Mind Control
- White Nights
- Hell Hath No Fury
- Forefather
- Black Hawk
- Acid Tongue
- Down 75
Youngblood Supercult are :
David Merrill-Vocal
Bailey Smith-Guitar
Brad Morris-Bass
Weston Alford-Drums
Limitierte 2LP auf Schwarzem Vinyl oder als CD/Download bei Bandcamp
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