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Emerald Haze – Dublin, Irland 2.September 2017

(KiS) Beginnen möchte ich heute mit herzlichstem Dank. Danke an Tom, der dieses Festival aufgestöbert hat, für mich großartiges Abenteuer und Erlebnis mit lauter:„erstes Mal“. So viele mir neue Bands gesehen, ein neues Land, eine neue Stadt, einen neuen Club. Dank an die Stadt Dublin, die dieses Event unterstützt hat, zu Recht, denn dies ist ein Kulturbeitrag der ganz besonderen Art. Heißen Dank natürlich an das Festival Team, das mich als unbekannten Neuling mit Fotopass beglückt hat. Danke auch den Mitstreitern Foto und Presse, die mich gut behandelt und unterhalten haben.

Die als Publikum eher zurückhaltenden Iren reihen sich da ein mit Dänen und ähnlich entspannt-bewegungsarmen Völkern (also, als Konzertbesucher), derweil draußen das Wochenende mit einem irischen Ball? Spiel abgefeiert wird, von dem ich trotz mehrmaliger Erklärung immer noch keinen Schimmer habe.

Die Voodoo Lounge ist ideal um auch mittags mit düsterem Doom zu starten, denn: innen selbst ist es so schön duster wie im Arsch des Teufels – ups- nicht fluchen und schmutzige Wörter benutzen, ich höre die ganze Zeit die Iren seien so katholisch?!

Line up Obelisk Stage: (wieder bei mir im Focus)

So, mitten am sonnigen Samstag um 15:30 könnte man nicht doomiger starten als mit Gourd! Hick (On Pain of Death) und Ray (Wreck of the Hesperus) jammen und röhren was das Zeug hält so Basic wie möglich. Schlagzeug im Nebel und Dunkelheit versunken bleibt der geheimnisvolle Fremde. Erinnert mich teilweise an Dopethrone…Smoke Drink Die. Wer Drones und Geräusche außerirdischer Qualität schätzt ist hier verdammt – richtig aufgehoben!!

https://gourd.bandcamp.com/releases

https://www.facebook.com/pg/GOURDDOOM/about/?ref=page_internal

Immerhin wechselt das Licht zu – dunkelgrün, vielen Dank (zwinker) und päsentiert uns und eingefleischten Fans Sludge Metal. Zehn Tonnen Nacktschnecke? urgs, das  klingt ja erstmal nach grooviger Schleimspur, aber ich stelle fest: ganz mein Ding! Highlight! Juchu, genau deshalb bin ich hergeflogen, mal was Neues hören, dass ich noch nicht kenne und diese Liebe-auf- den- ersten- Blick- Gefühle bekommen! Aus Galway sind angereist Micheal Sullivan, Sean Sullivan, Eoghan Wynne, Adomas Trakumas, Ronan O ‚hArrachtain, um uns ihre volle Energie und barbarische Doomriffs um die Ohren zu cremen. Wooohaa! Vergebe mein bestes Prädikatsiegel: !neanderthalism rules! an Ten Ton Slug, https://tentonslug.bandcamp.com/

Danach geht’s mit Iron Void weiter. In deren Vertrag steht da jetzt was von Metal und Doom, da stelle ich mir im Geiste schon eine Mischung der ersten beiden Bands vor. Stattdessen stehen hier drei waschechte Rocker mit Kutte und allem drum und dran. Oha! Die Band erfand sich 2008 neu mit Jonathan ‘Sealey’ Seale (Bass & Gesang), Steve Wilson (Gitarre & Gesang) & Richard Maw (Schlagzeug). Dieser Eindruck passt jetzt wieder gut zum Albumcover von 2014, das für mich jetzt sehr an Black Sabbath angelehnt ist. Ein schöner Beitag und optische Abwechslung.

Gorilla Pulp: Hier gerät mein zeitlicher Ablauf ins wanken und Informationsrückstand schlägt durch – die Band eigentlich als Abklang nach Sólstafir im Lineup vermerkt, treten jetzt treppauf auf. Brezeln mit italienischem Temperament und Sexyness einen Blumenstrauss von Heavy Blues Stoner Psych Fuzz etc. aufs Parkett. Obacht! Am 17. Oktober bringen sie ne Dicke Lippe raus! Hier ein kleiner Vorgeschmack: https://www.youtube.com/watch?v=59SzWjdYX4E

Maurice Flee – Vox, Guitars & Lap Steels, Theremin & Talkbox
Choris – Bass, Back Vocals
Angioletto Mr. Vernati – Guitars, Back Vocals
Giorgio „Bulldozer“ Pioli – Drums & Percussions

https://gorillapulp.bandcamp.com/

Dann weiter Obelisk Stage mit Witchsorrow, eine junge Dame am Bass, Emily Witch! Selten genug, die Frauenquote wirklich minimalst dieses Wochenende. Dafür weiter im Genre Doom Metal. Necroskull dient mit Gitarre und Gesang, Wilbrahammer – der Hammer am Schlagzeug. Da lässt man sich gerne mal verhexen, Candlelights Records hätte ruhig ein paar Leuchter spendieren können! Flott!

http://witchsorrow.bigcartel.com/

Zur Abwechslung ganz in stimmungsvolles Blau gehüllt: Dread Sovereign. Tragen das Gütesiegel: schon 2013 beim Roadburn aufgetreten. Death, Doom, Metal. Ein Genuß fürs düstere Gemüt, entläßt einen mit guter Laune. Ein Widerspruch? Probiert es aus:  https://dreadsovereign.bandcamp.com/

Der für mich nächste bis dato unbekannte Lord Vicar entpuppt sich aus der Dunkelheit als gefühlvolle Band aus dem- Norden Europas? … die mit Inbrunst Doom Metal,  Hard Rock der alten Schule darbietet. „Chritus“ gibt als vollendeter Prediger den Gesangspart, Kimi bekniet die Gitarre, Milly bedient das Schlagzeug und Rich gibt am Bass den Ton an… hier werden Lyriks noch mit Hand geschrieben und die Band ebenfalls DIY gemanaged. Meine Empfehlung falls ihr es noch nicht kennt- sofort reinziehen:

https://myspace.com/lordvicar

Sólstafir: Wunderbar und Schrecklich zugleich! Der Höhepunkt des Festivals, aber auch das Ende. Seufz. Mein erstes Mal erste Reihe und intensiver Hörgenuss. Was soll man groß sagen über diese isländische Legende? Heiß herbeigesehnt vom Publikum, das vor lauter Begeisterung den ernsten und wichtigen Part beinahe überhörte. 12% der Bevölkerung Islands nehmen Antidepressiva (I raise my Hand). Wer könnte da glaubwürdiger über das Thema Suizid sprechen? Ich für meinen Teil bin bewegt und schwinge für den Rest der Zeit mit, gehe mit in die Höhen und Tiefen, auf bekannten und unbekannten Wellen von Berdreyminn bis Ótta.
Ich weiß jetzt schon womit ich mein Konzertjahr kröne und beende:

Last but not least: Line up Mother Fuzzers Ball Stage – wie der Name schon vermuten ließ, die Musikrichtung unterscheidet sich von der Obelisk Stage. Wer seinen Musikgeschmack breit gefächert angelegt hat, muss ein sportliches Treppenprogramm absolvieren um alle Bands mitzukriegen. Wer sich für das ein oder andere entscheidet, kann es etwas entspannter angehen lassen.

Korvid, Vulpynes, Crowhammer, The Magnapinna Death The Leveller Normadic Rituals

Fazit: Vergessen, CotCS CD zu kaufen, Ten Ton Slug  und und und ein Emerald Haze-T-Shirt, Mist, wenn man nur mit Handgepäck reist…! Keine Stadtrundfahrt gemacht, kein Bier getrunken (autsch), nicht durchs Rotlichtviertel gestöbert…aber meine große Sorge ich hätte Mother Mooch verpasst und somit kein einziges Foto und keinen Ton der Band von Sid Daly gemacht (schwitz) löst sich zum Glück in Luft auf, es wurde nicht gespielt…was wiederum auch Schade ist, aber nächstes Jahr vielleicht? See you next year- please!!! (kirsten)

Tipps: Flüge früh genug gebucht: günstig!

Mit dem 474 Airline Bus für 7€ fast vor die Haustüre fahren zur Venue-nahen Übernachtung im Binary Hub https://apartostudent.com/locations/dublin/binary-hub oder in einem der zahlreichen Hostels und Herbergen.

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