rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Black Voodoo Train – We Are Not In California

black voodoo train_this is(jm) Von der Münchner Band Black Voodoo Train gibt es seit einigen Wochen ein neues Album mit dem klangvollen Namen „Wir sind nicht in Kalifornien“. Wer die bayerische Landeshauptstadt kennt, wird wissen, dass da etwas Wahres dran ist. Vor allem, wenn man die Musik des psychedelischen Schienenfahrzeuges schon einmal gehört hat. Denn die passt auf den ersten Klang so gar nicht in die bayerische Landschaft.  Auf ihrer Website verkünden die vier Herren um Frontfrau Louisa, dass sie durch die ewige Liebe zur Musik zusammengebracht wurden. Zusammengeschweißt seit 2012, immer auf der Suche nach dem ultimativen Groove, halte ich nun ihr neuestes Suchergebnis – gepresst in Vinyl – in meinen Händen. Das Cover erinnert mich im ersten Moment ehrlich gesagt an eine Szene aus einem Erotikfilm der siebziger Jahre. Die genauere Betrachtung des Tattoos auf dem rechten Oberschenkel des abgebildeten männlichen Körperausschnittes und die schon bald erklingende Musik wird mich glücklicherweise wenige Sekunden später gleich eines Besseren belehren…

Wenn ein Album nur vier Stücke enthält, dann liegt durchaus der Verdacht nahe, dass man sich gern einer Jam-Session hingibt und die Musik einfach einen Flow entwickeln lässt… und so passiert es auch tatsächlich bei BLACK VOODOO TRAIN: Dizzy Lines beginnt zäh wie Lava mit verzerrten Gitarren, getragen von Louisa’s klarer und charismatischer Stimme, während Gitarren und Bass auf die Reise gehen und den Zuhörer Stück für Stück in ihr eigenes Universum entführen, sich in den kosmischen Weiten verlieren, später auf abgefahrene, aber harmonische und wundersame Art und Weise wieder zueinander zu finden, um den Song zu einem gemeinsamen und in jedem Falle glücklichen Ende zu führen. Das dreizehnminütige Werk Jam macht seinem Namen – wie zu erwarten – alle Ehre und kommt gänzlich ohne Gesang aus. Dann lerne ich Weltraumalkohol kennen, bei dessen Genuss ich mich zunächst von Louisa’s Halt gebender Stimme einlullen lasse, um nur wenige Minuten später mit Lichtgeschwindigkeit in die kosmischen Weiten geschleudert zu werden. Auch das gefällt – besonders bei entsprechender Lautstärke unter Kopfhörern – kann man doch so den unterschiedlichen Reisezielen der einzelnen Instrumente viel besser folgen. For My Own ist das vierte Stück in diesem opulenten Songquartett, in dem mir die Frage gestellt wird Do You feel me in your bones? I’ll take you away… Wenn das so weitergeht, denke ich, dass das sehr gut funktionieren kann. Und das nicht nur in Kalifornien. (Jens M.)

Vier Tracks für die Ewigkeit:

  1. Dizzy Lines 09:18
  2. Jam 13:10
  3. Weltraumalkohol 11:12
  4. For My Own 08:43

Reinhören und davon schweben:

Wissen, wer mitspielt:

Louisa Simon (Vocals)
Fabian Weinzierl (Guitar)
Oskar Peter (Guitar)
Bänedikt Bartl (Bass)
Christian Illing (Drums)

Kontakt aufnehmen:

https://www.blackvoodootrain.com/band/

https://blackvoodootrain.bandcamp.com/

https://www.facebook.com/strangeconductor/

Filed under: 70s, Album Reviews, Psychedelic, Space, Stoner, , , , , ,

November 2018
M D M D F S S
« Okt    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Link zu unserem You Tube Kanal

Helldorado am 17.11.18 In Eindhoven im Klokgebouw

Walter Trout – Music Hall Worpswede am 21.11.18

Dome Of Rock Festival 2018 22. – 24.11.18 Salzburg/Rockhouse

Carlos Martinez´ Rock´n´Roll Wrestling Bash am 01.12.18 im Carlswerk Victoria/Köln

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: