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Rosedale – Wide Awake

(LW)Der erste Blick auf die Tracklist lässt den Charakter des Albums eher düster erscheinen und auch die Covergestaltung zieht dem gleich. Musikalisch ergibt sich jedoch ein differenzierter Eindruck. Vielfältig an Instrumentensatz und Genre präsentiert sich das zweite Album der französischen Blues- Rockband Rosedale. Auf den Hörer warten Songs zum Teil im Country-Rythmus, Americana Folk, Blues, Blues-Rock und mehr. Eingesetzt werden dazu nicht nur die klassischen Instrumente der seit 2016 gegründeten Band, sondern auch verschiedene Gastmusiker, die eine Auswahl an Blas-, Tasten- und Seiteninstrumenten mitbringen.

Sängerin Amandyn Rotes beweist die Kraft ihrer Stimme, sowohl in Hoch, als auch in Tief, vor allem in Track 2 („Dance with the Devil“) und Track 3 („The Sun Won´t Rise Today“). Sehr markant, weiblich und intensiv. Unterstützt wird sie im Blues-Rock-Duett im fünften Song („Down the Line“) von Charly Fabert, der mit ihr den Kern der Band bildet und gleichzeitig Hauptsongwriter ist. Sein Talent an der Gitarre stellt er hingegen in jedem der Stücke heraus. Lange Gitarrensolos werden zum zweiten Hauptträger der Songs, die sich trotz diesem gleichbleibenden Faktor in keiner Richtung zu verankern scheinen wollen. „The Sun Won´t Rise Today“ beispielsweise geht sogar bisschen in Swingrichtung; man stelle sich eine große Tanzveranstaltung vor, bei der die Männer in Smoking an der Seite stehen, vornübergebeugt im Takt schnipsen und mit den Füßen rhythmisch auf den Boden tippen.

„Fireplace“ hingegen verfrachtet den Hörer mithilfe des 4/4 Takts und dem dominanten Schlagzeug im Walzerschritt vom Tanzsaal in ein Kaminzimmer. Ruhe und Gemütlichkeit kehren ein. Von hier trägt uns Roses´s Stimme leicht melancholisch und zugleich charmant auch durch die letzten sechs Songs. Orgel & Synthesizer finden sich unter anderem wieder. Vom Walzer haben wir uns also entfernt, gehen mit „Troublemaker“ etwas in den Country-Style und erfahren mit dem letzten Track nochmal, wie viel Gefühl und Schönheit in der Sängerin steckt. Sie lässt in dem Song nicht nur eine problematische Beziehung zu einem Mann zurück, sondern auch den Hörer als einzigen Tänzer im Saal. Die Lichter gehen an, der Raum ist leer, nur die Gedanken drehen sich noch etwas „ You got to tell me now, what kind of man you are“..

Empfehlenswert für Hörer, die auf markante Stimmen stehen und zwar eine Vorliebe für tragende, durch den Verzerrer gejagte Gitarrensolos haben, aber auch anderen Genres nicht abgeneigt sind, sodass sich hier die Chance ergibt, geführt auch in andere Genres mal reinzuschnuppern…..(leonie)

Label: Dixiefrog

Format: CD

VÖ: 09.11.2018

Tracklist:

Racing At The Wheel
Dance With The Devil
The Sun Won’t Rise Today
Fireplace
Down The Line
Smoking Gun
How In The World (Did You Believe)
Drifting
Troublemaker
The Kind Of Man You Are

Line Up:

Amandyn Roses (vocals)

Charlie Fabert (guitars)

Phil Sissler (bass)

Denis Palatin (drums)

Séraphin Palmeri (keyboards)

Gäste:

Paul Cox (vocals)

Henrik Freischlader (guitar)

Patrice Lerech (trumpet)

Damien Prud’homme (sax)

Julia und Laura Dolcemare (background vocals)

Web:

FB:https://www.facebook.com/rosedalebluesrock/

Webseite: https://www.rosedale-music.com

Discogs: https://www.discogs.com/de/artist/5713324-Rosedale-2

Filed under: Album Reviews, Americana, Blues, Bluesrock, Country, Folk,

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