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The Re-Stoned – Ram´s Head

(vo) Einer der meiner Meinung nach innovativsten, großartigsten und Riffeinfallsreichsten Gitarristen in Europa heißt Ilya Lipkin. Dagegen gibt´s keine Widerrede, Punkt! Auf den zahlreichen Veröffentlichungen mit „The Re-Stoned“ seit 2010 (15 an der Zahl!) kommt bei dem Moskauer bei keiner einzigen Komposition eine Spur Langeweile auf, es macht einfach Laune und sehr viel Spaß, wenn Ilya mit seinen jeweiligen Mitmusikern, wie in diesen sechs Fällen, die Gitarrensau mit vollstem Groove vom Plattenteller oder dem CD- oder selbst aus dem Mp3 Player lässt.

Das ganze Album (die Aufnahmen stammen zwar schon aus 2017, sind aber wie neu) strahlt sowas von aus dem Heavy Rock Genre heraus, es gibt bei diesen sechs Kompositionen keinen Ton und kein Riff, der mir nicht gefällt, gilt auch für die Licks und Fills. Der Groove ist satt: dafür sorgen auf´s Beste Vladimir an den dickeren Saiten und Maximilian an den Drums. Und Ilya tobt sich aus. Und er ist für mich in Punkto Schlagzahl und Können mit einem der großen neuzeitlichen Meister der Heavy Rock Gitarre, Isaiah Mitchell/Earthless/Golden Void, aber ganz sicher zu vergleichen und auf gleicher Höhe.

Nun aber wird´s Zeit für die Attacken des Trios: „Chromagnetic Stomp„: schönes Bassintro, reinsägende Gitarre, kräftiges Schlagwerk. Und dann holt Ilya die Heavy Rock Klamotten aus dem Schrank und schrotet los……mit vollstem Groove unterstützte Gitarrenfiguren, die zu „schwerem Nacken“ einladen. Von mir dafür die höchste Groovezahl. „Land Of Crimson Clouds„: Metal! Doom! Walze! Wie Lava kriecht der Sound aus den Lautsprechern, das brät und bruzzelt. Unterschwellig laden auch Metallica mit einem Enter Sandman ähnlichen Riff im Songuntergrund zum Tanz.
Smoke Sea„: Da geht die Post ab: Stell dir eine rasante Fahrt nachts bei mir um die Ecke auf der A 542 (da ist dann überhaupt nix los) vor, mit vollem Speed…..kurzes Innehalten eingebaut wegen Radar, und dann den Fuß wieder bis in die Ölwanne, ein wilder Ritt mit großartigen Driftwinkeln und qualmenden Reifen, mit schwer arbeitendem Bass und dreschendem Schlagzeug……Herrlich.

Anschließend laden wir in knapp 14 Minuten den „Acid Truck“ ein: mit satten Gitarrenbrettern im Heavy Style, leichten, aber beleibe nicht leichten Southernanleihen, sattestem Groove bis Minute 4, runterfahren. Zwischenspiel: psychedelisch. Ab der neunten Minute ist dann Schluß mit lustig, es wird wieder derber an den Saiten gezerrt. Wird live sicherlich hoch punkten. „Orange Sky and Bottle Neck„: Wie im Titel vermerkt: Slide, viel slide. Und Effekte. Live wird das der Improvisation Tür und Tor öffnen und Platz lassen, viel Platz. Warren Haynes würde der Orange Sky sehr gefallen, mir natürlich auch, was zum cruisen. „Dune Surfer„: Die Gitarrensau…..Nackenbrecher…..Groove…..Heavysound im Großstädtischen Haudrauf Dschungel Style.

Das Gesamtpaket bekommt von mir den Heavy Rock Award, durchgängig großartiger Stoff….(volker)

Die wunderbaren Instrumentalsongs:

1. Chromagnetic stomp 06:28
2. Land of Crimson Clouds 05:40
3. Smoke Sea 07:01
4. Acid Truck 13:40
5. Orange Sky and Bottle Neck 07:40
6. Dune Surfer 04:05

Die Musiker:

Ilya Lipkin – guitars, effects
Vladimir Kislyakov – bass
Maximilian Maxotsky – drums

Released October 3, 2018

Recorded in June 2017 at Studio 10 Rec & Rushus Studio, Moscow
Mixing & mastering – Ilya Lipkin
Artwork concept & design – Ilya Lipkin
Cover art by Alexander (Arzamas) Zhelonkin
All music by The Re-Stoned © 2018

Bandcamp

Filed under: Album Reviews, Classic Rock, Hardrock, Heavy, Metal, Psychedelic, Rock, Stoner,

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