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Vitskär Süden – Vitskär Süden

(vo) Bassist und Sänger Martin schrieb uns am 14.05.20 eine Mail und bat um Gehör für das Debüt seiner Band Vitskär Süden: da reichte schon der Albumöffner „War Machine Crimson“ um mein Interesse zu wecken….und die restlichen Kompositionen bestärkten mich: dazu sollte ich doch was schreiben, auch um zu versuchen eine Band mit ihrer nicht alltäglich zu hörenden Musik etwas bekannter zu machen und sie dadurch zu unterstützen…

Was mich aber auch sehr interessierte: wie entstand der Bandname? Martin schrieb uns dazu:

Vor ungefähr fünf Jahren, als wir anfingen zusammen zu spielen, führten unsere vielfältigen Einflüsse dazu, dass diese seltsamen Klänge aus unserer Band kamen. Wir konnten nicht genau herausfinden, in welchen Genres wir unterwegs waren, wir wussten nur, dass uns das sehr gefiel was wir da machten. Nach einer besonders schweren Session scherzte ich, dass wir eine schwedische Stoner-Metal-Band werden würden – ein Genre, das ich liebe, für das wir uns aber eindeutig nicht richtig qualifizieren konnten. Irgendwie haben wir in Schweden angefangen zu googeln und eine kleine, öde Insel namens Vitskär gefunden, dann einen Strand namens Vitskärsudden. Wir mochten den Sound des Namens, haben ihn leicht verändert und einen weiteren Umlaut hinzugefügt, weil alle Bandnamen mit mehr Umlauten cooler aussehen, oder?
Wir hätten nie gedacht, dass der Name bleiben würde, aber nachdem wir den schrecklichen Prozess durchlaufen hatten, das alle Bandmitglieder etwas Besseres vorschlugen, stellten wir fest, dass Vitskär Süden uns und unsere seltsame Musik besser beschrieb als alles andere. Wir hatten also einen Namen, der etwas schwer zu buchstabieren und zu suchen war, oder sich an ihn zu erinnern, aber es war trotzdem unser Name“.

Soviel zur Bandnamenfindung…..und ich möchte hoffen wie weiter oben schon erwähnt das auch mein Review ein kleines bißchen dazu beiträgt, den Namen dieses Quartetts aus Los Angeles bekannter zu machen.
Ihr DIY Projekt beginnt mit einem 6:22 Minuten Pfünder, dessen musikalische Koordinaten auf eine Mischung aus Pink Floyd und King Buffalo hindeuten, „War Machine Crimson“ ist wunderbar mit im Hintergrund perfekt eingespielten Streichinstrumentenklängen arrangiert, dazu die passende melancholische Stimme von Bassist Martin, die Gitarren von Julian und TJ und der Groove von Schlagzeuger Christopher, das geht ja gut los. Auch „Painted Faces“ ist von diesem Kaliber und wie im Refrain angedeutet: shining eyes gibt es bei diesem Song auch obwohl es im Song auch heißt: „your life is a house of chaos“ (hoffentlich hab ich´s richtig verstanden) weil die komplette Band mit zusätzlichem Keyboard eine wunderbar melancholische Komposition zaubert, sie schwebt…..

Etwas düsterer kommt der dritte Song daher: mit Slideeinlage fügt der Vierer mit leicht vorversetzter, Vocoderartiger Textwiederholung im Background ein weiteres belebendes Element ihrer vielfältigen Songideen ein während „Trickle Of The Snail“ beginnt wie ein doomiger Spacesong, der sich langsam weiter und weiter voranwälzt: eine Gitarre brät und walzt während die andere das unterfüttert, in flirrender Art und Weise, ein dunkler Science Fiction Endzeit Trip….

„Dark Passages“ klingt musikalisch etwas fröhlicher als die Vorläufer, der komplette Song besitzt so ein gewisses R.E.M. Flair, feine Abwechslung im Album. „Ice & Haze“ gleitet und gleitet und schwebt und schwebt und schwirrt und schwirrt und fliegt und fliegt, mach die Augen zu und du bist mal eben weg, ganz weit weg, für knapp sieben Minuten.

„Heathens“: Intro aus dem 1998er Film „Trans“ von Julian Goldberger….melodischer Post Rock mit sprachlichen Versatzstücken und sehr psychedelischem Outro.
„Dawn Of The Monolith“: würde bei mir unter melodischem Post Rock firmieren und ist der Abschluß eines sehr faszinierenden Digitalalbums, das auch unbedingt auf Vinyl gepresst gehört….(volker)
Vitskär Süden releases May 22 on Bandcamp and major digital platforms worldwide.

Vitskär Süden is:

Martin Garner – Bass/Vocals

Julian Goldberger – Guitar

Christopher Martin – Drums

TJ Webber – Guitar

Songs:

1. WAR MACHINE CRIMSON (6:22)

2. PAINTED FACES (8:48)

3. BLUE ALLEY FILTH (3:24)

4. TRICKLE OF THE SNAIL (4:43)

5. DARK PASSAGES (5:56)

6. ICE & HAZE (7:01)

7. HEATHENS (5:37)

8. DAWN OF THE MONOLITH (5:35)

Produced by Vitskär Süden & Don Cento

Mixed by Don Cento at CenTones, Austin, TX

Mastered by James Driscoll, Dallas, TX

All songs written by Vitskär Süden

All lyrics by Garner, except “War Machine Crimson” by Dana Smith & Martin Garner and “Painted Faces” by Matt Garner

Cover art by Samuel Araya

String arrangement on track 1 by Garner & Cento
Keyboards on tracks 2, 3, 5 & 8 by Cento
Backing vocals on track 2 by Cento, on track 3 by Goldberger
Detention center lineup excerpt on track 7 from the 1998 film TRANS (used with permission)

vitskarsuden.bandcamp.com

www.instagram.com/vitskar_suden/

twitter.com/vitskar_suden

vitskarsuden.com

 

Filed under: Album Reviews, Classic Rock, Doom, Hardrock, Proto-Metal, Psychedelic, Rock, Space, , ,

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