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Andreas Diehlmann Band – Mercy On Me

(vo) Der sechste Streich des Trios aus Kassel (wenn man die nur als Vinylausgabe vorhandene „Pretty Damn Good“ als Best of mitrechnet) wartet mit einer Neuerung im Bandgefüge auf: Am Bass basst nun Jörg Sebald auf das der Groove stimmt und reinhaut, die Trommelstöcke sind weiterhin bei Tom Bonn in besten Händen und Andreas Diehlmann erschuf die neun Songs dieses Albums in Eigenregie, knapp 45 Minuten feinster Stoff um im besten Sinne der Worte um Gnade zu bitten, denn der Hörer bekommt einiges vor die Lätze, Baumwollhemden und Jeansjacken geknallt.  Die Band ist in unserem Blog mit den Rezis der „alten“ Alben und einem Livereport sehr gut vertreten (hier nachzulesen) und auch zum neuen Album gibt es einiges zu erzählen.

„Price To Pay“ würde allein mit dem Intro die Playliste jeder Southern Rock Band zieren……und auch der weitere Verlauf des Songs hat´s verdammt nochmal drauf: tolle Slide, insgesamt ein etwas düsterer Touch, ein nicht zu langes Gitarrensoll, und die ungeölten Worte des Herrn Diehlmann krönen die Leistung des Trios in diesem 5:30er. „Evil Ways“: ist mit dem schwer schleppenden Intro, dem kompakten Groove und den sparsamen Gitarrenanschlägen auf gleicher Höhe mit harten Mule- oder Rauschebearden Songs. Auch „Leave Me Alone“ besitzt diesen Touch ohne jedoch abzukupfern oder zu imitieren, beide Bands mit ihren Gitarreros Warren Haynes und Billy Gibbons stehen bei Andreas, wie ich aus einem Gespräch mit ihm erfuhr, ganz oben auf der Inspirationsliste.

„Black Moon“: ein Slow Blues in härterer Saiten Gangart: das musste als Band für knapp fünf Minuten erstmal so interessant und abwechslungsreich gestalten können ohne das es dir Unmutsfalten auf die Stirn zieht, …….der Groove ist bombig und Jimi lacht dazu vom Regenbogen. „Come On Over“: Southern Touch satt, Rock´N´Roll Touch ala Dan Baird auch satt: wo ist der Highway für diesen cruisenden Song. „Got To Get Over It“: Blues Rock at its best, besitzt die Klasse eines Songs eines texanischen Trios, irgendwas mit Idiot und Strümpfen.

„You Got No Clue“. marschiert über den Bluesrock Highway, grummelt und wummert so gut wie ein V 8, aber auch der V-Twin´ler hört begeistert zu.

„Shadows Of Memories“: die längste Komposition des Albums ist der zweite Slow Blues: knapp acht Minuten, unterlegt mit sehr guter Unterfütterung durch Orgelklänge, sattem Groove, geschmackvollen Gitarrenklängen, ungegniedelt, Stimmbändermalträtierung in Richtung roh und ruppig, und Tastenoutro…..

Der Titelsong „Mercy On Me“ beschließt die CD oder das Vinyl oder den Download, ein solider Bluesrocker der mit den acht anderen Kompositionen beweist das sich dieses Trio vor keiner Band dieser zu hörenden Musikrichtungen in Europa verstecken muß, sie sind in der oberen Region angekommen und werden dort ihren Platz locker verteidigen…..(volker)

Die Andreas Diehlmann Band:

Andreas Diehlmann (vocals, guitar, organ)
Jörg Sebald (bass)
Tom Bonn (drums)

Die Songs:

Price To Pay
Evil Ways
Leave Me Alone
Black Moon
Come On Over
Got To Get Over It
You Got No Clue
Shadows Of Memories
Mercy On Me

Diese Konzerte „könnten“ in diesem Jahr noch stattfinden:

17.10.20 Münster, Jovel

18.10.20 Kassel, Theaterstübchen

24.10.20 Isernhagen, Bluesgarage

30.10.20 Detmold, Kaiserkeller

28.11.20 Fritzlar, Kulturscheune

04.12.20 Mannheim, Bluesbahnhof

05.12.20 Würzburg, Omnibus

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