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Matt Pike – Pike vs. The Automaton

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(KiS) Am 18. Februar wird Pike sein Solo-Debütalbum „Pike vs the Automaton“ über MNRK Heavy veröffentlichen. Ich würde sagen, liebes Fachpublikum, ich erspare mir und euch „Informationen“ über die Vorgeschichte: Sleep, High On Fire, Grammy, Corona-Einschränkungen.

Ihr könnt euch eure eigenen Gedanken machen, ich füge nur dieses Internet – Wissen als Anreiz hinzu :

Ein Automat (/ɔːˈtɒmətən/; Plural: Automaten oder Automaten) ist eine relativ selbsttätige Maschine oder ein Steuermechanismus, der dazu bestimmt ist, automatisch einer Abfolge von Operationen zu folgen oder auf vorgegebene Anweisungen zu reagieren.[1] Einige Automaten, wie z. B. Glockenschläger in mechanischen Uhren, sind so konzipiert, dass sie dem zufälligen Beobachter die Illusion vermitteln, dass sie aus eigener Kraft arbeiten. Der Begriff wird seit langem allgemein mit automatisierten Puppen in Verbindung gebracht, die sich bewegenden Menschen oder Tieren ähneln und gebaut wurden, um Menschen zu beeindrucken und/oder zu unterhalten.

Widmen wir uns jetzt direkt diesem brachialen Werk, geschaffen aus der Energie der Verzweiflung, des Aufbegehrens, der kreativen Flucht in den Wahnsinn. Mit einem Kern alter Weggefährten als Gastmusikern, wie z.B. seiner Ehefrau, Jon Reid (Drums) und Herrn Hinds und natürlich mit  Herrn Pike an der Spitze, wird nach alter Garagen-Rock Manier gejammt.

Erster Song, was haben wir da? Eine Art Black Metal – The Blood I bleed is black, – indeed.  Dann Throat Cobra, scheint mir eine liebevolle Widmung – Lemmy ist aus dem Grabe auferstanden. Growlin‘ Growlin‘ growlin… Dritter Song, Hier fehlt jetzt eindeutig das dominante Black-Metal Schlagzeug, wir erleben Doom in tiefergelegter Krise, ein gepanzertes Fahrzeug, kugelsicher.

Mit Land erleben wir einen erstaunlichen Wechsel, hier hat der Blues sein Stelldichein mit einem gemütlichen Päuschen auf der Couch, nur lange genug um wieder Kräfte zu sammeln für:

Für Track 7 möchte ich nun Herrn Pike selbst zu Wort kommen lassen:

O-Ton Matt P.: „Ich habe eine Psychedelic-Rock-Platte gemacht, die den Fans von Sleep und High on Fire gefallen würde“, fährt Pike fort. „Und wenn man kein Sleep– oder High on Fire-Fan ist, könnte es einem vielleicht auch gefallen. Ich denke auf jeden Fall, dass es interessant ist; es hat D-Beat Punk, Two-Step. Es hat alles und es funktioniert trotzdem zusammen, es klingt nicht seltsam. Es ist einfach eine abgefahrene Psychedelic-Rock-Platte.“

Acid Test Zone, ja das würde ich auch schwer vermuten, dass hier gewisse Substanzen im Einsatz waren – und sei es nur als Erinnerung. Eine wilde Mischung aus BM-drums, kreischendem Gesang mit eventuellem Corpse-Paint, kein T-Shirt kann das verbergen, -und hirnkochenden Rhythmen. Moshpit-Pflicht!

Nr. 9. „Beep beep, beep, schönen guten Tag hier spricht der automatische Anrufbeantworter von Matt, bin gerade in der Garage am musizieren mit meinem Kumpel Mad Max, Nachrichten bitte nach dem Pieps.“ Lebt der Mann in der Wüste, oder in der Wüste?

Last but not least, der Klassiker, längster Song der Platte zum Schluss. Schönes Nackentraining, da muss man sich durchbeißen, Schweiß auf der Stirn, nach jahrelangem Entzug. Wieder fit werden! Da kann man keine Kopfschmerzen haben, oder Rücken vom Gammeln vorm TV-Gerät.  Wir beten gemeinsam für das nächste Festival. Wenn alles automatisch einfach wieder wäre wie – damals.

Sexinessfaktor: Soundtrack für Frustmasturbation, wenn das Konzert deines 2-Jahre-alten-Tickets nochmal verschoben wird.

Trackliste:

1 Abusive
2 Throat Cobra
3 Trapped In A Midcave
4 Epoxia
5 Land
6 Alien Slut Mum
7 Apollyon
8 Acid Test Zone
9 Latin American Geological Formation
10 Leaving The Wars Of Woe

Filed under: Album Reviews, Blues, Doom, Garage Rock, Psychedelic, ,

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