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Chris Farlowe & The Thunderbirds – Stormy Monday & The Eagles Fly on Friday

(as) Was Repertoire Records mit diesen sage und schreibe 55 von „Grobschnitt“-Meister Eroc remasterten Mono-Tracks – darunter 16 bisher nicht veröffentlichte Live-Aufnahmen einschließlich eines Konzertes im Londoner Flamingo Club im Jahr 1965 – an Prominenz aus der Gründerzeit der britischen Rock- und Pop-Musik auf drei CDs gezwängt haben, geht auf keine Kuhhaut. Da auf „Stormy Monday & The Eagles Fly on Friday“ Chris Farlowe als Sänger im Brennpunkt steht, tummeln sich geschichtsträchtige Namen wie Alexis Korner, John Mayall, Albert Lee und Dave Greenslade unter den Musikern, die das in den „Swingin´ Sixties“ entstandene Material aufgenommen haben.

Vor allem der erste Rundling besticht mit teils raren Nummern aus der ersten Hälfte des Jahrzehnts, die von diversen Singles oder EPs stammen und teils echte Perlen abseits der später weltbekannt gewordenen Gassenhauer – ´Out Of Time´ in der BBC-Version sollte man gehört haben! – mit Farlowes Stimme sind. Dazu zählen neben einer frühen Fassung des ´ Stormy Monday Blues´ die B-Seiten ´I Wanna Shout´ (unter dem Bandnamen „The Beazers“) und ´Why Did You Break My Heart´, wo Lee dem Shouter mit seinem Spiel die Show zu stehlen droht, sowie ´ Reelin´ And Rockin´´ im Original von Rock´n´Roll-Altmeister Chuck Berry.

Die auf der zweiten CD kompilierten BBC-Sessions (Überschneidungen mit der 2017 erschienenen Compilation „Live At The BBC“ sind vorhanden) decken anschließend Farlowes gesamte stilistische Bandbreite ab, wobei seine charakteristisch raue Stimme sowohl auf Ska und Motown-lastigen Soul als auch prototypischen Bluesrock (´Baby What You Want Me To Do´) zugeschnitten zu sein scheint. Hier sollten Unbedarfte mit dem Hören beginnen, um den spätere Frontmann von „Colosseum“ und „Atomic Rooster“ in seiner vollen stimmlichen Bandbreite zu erleben, zumal seine Begleitmusiker hier und dort spielerische Feuerwerke abbrennen.

Der erwähnte Flamingo-Mitschnitt auf der dritten CD ist sozusagen eine kleine Best-Of der gut aufgelegten „Thunderbirds“, bei der man sich als Hörer sehr nah am Geschehen wähnt, weil der Sound relativ unbelassen geblieben ist und Klanggourmets verprellen dürfte, dafür aber umso authentischer einfängt, wie es damals so zugegangen sein muss. Ein 16-seitiges Booklet mit einem Essay von BBC-Sprecher Spencer Leigh rundet diese historisch wichtige und reizend aufgemachte Zusammenstellung stimmig ab

Repertoire Records / bereits erschienen

http://www.repertoirerecords.com

CD 1 – Singles 1962-1966:

Air Travel

Why Did You Break My Heart

I Remember

Push Push

Stormy Monday Blues Part One

Stormy Monday Blues Part Two

Blue Beat

I Wanna Shout

Girl Trouble

Itty Bitty Pieces

Reelin‘ And Rockin‘

What You Gonna Do?

Just A Dream

Hound Dog

Hey Hey, Hey Hey

Funny Kind Of Love

Buzz With The Fuzz

You’re The One

Stormy Monday

She’s Alright

Voodoo

CD 2 – Live At The BBC 1965-1969:

Watcha Gonna Do Baby [October 1965]

Interview: Chris Farlowe talks about his musical background [October 1965]

The Fool [October 1965]

Rockin‘ Pneumonia And The Boogie Woogie Flu [October 1965]

Don’t Just Look At Me [February 1966]

Mr. Pitiful [February 1966]

I Got You (I Feel Good) [July 1966]

Out Of Time [July 1966]

Bread [December 1966]

North, South, East And West [ December 1966]

I Can’t Get You Out Of My Mind [December 1966]

What Becomes Of The Broken Hearted [February 1967]

Summertime [June 1967]

Moanin‘ [June 1967]

Baby What You Want Me To Do [July 1968]

Stormy Monday Blues [July 1968]

Gemini [November 1969]

Dawn [November 1969]

That’s Why [November 1969]

CD 3 – Live At The Flamingo 1965:

Wade In The Water

Chicken Shack

You Can’t Sit Down

Mr Pitiful

Find Out What’s Happening

Every Sixty Seconds

Summertime

Buzz With The Fuzz

Think

Night Train

Funky Mamma

Rockin‘ Pneumonia And The Boogie Woogie Flu

In The Midnight Hour

Stormy Monday Blues

Lipstick Traces

„Signing Off“

Andreas Schiffmann

Filed under: 60s, Album Reviews, Blues, Bluesrock, Classic Rock, ,

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