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The Cell – Keepin` On, Rollin` Hard

(vo) Southern-Fried Bohemian Blues-Rock nennen sie ihre Musik, die zwei Damen und fünf Herren der tschechischen Band The Cell.  Gegründet wurde sie im Jahr 2002 von dem aus Louisiana nach Tschechien eingewanderten Sänger David Gore und dem Einheimischen Schlagzeuger Milan Milata, denen sich noch einige andere Musiker aus Tschechien anschlossen. 2006 präsentierten sie ihre erste CD „Are You Ready“, die von sechs Bandmitgliedern und sieben Gastmusikern eingespielt wurde. Diese CD entdeckte  ich damals beim Stöbern durch Zufall beim amerikanischen Anbieter  CD Baby ( The Cell bei CD Baby ), welch Glückes Geschick. Die von Gitarrist Michael Benes und David Gore komponierten Stücke beeindruckten mich ungemein. Ihre Musik kam locker daher,  ohne Schminke und  doppelten Boden. Die Rocker rockten und groovten melodiös und klassisch, die Balladen waren fett, aber nicht aus der Schmalzdose. Nun erschien vor einigen Wochen ihre zweite CD „Keepin`On, Rollin`Hard“, wieder sind alle Titel bis auf einen von Benes und Gore. David Gore ist aber laut ihrer Webseite nicht mehr in der Band, Sänger ist nun Michal Cerman. Neben Cerman und Milata besteht The Cell noch aus den Sängerinnen Veronika Milatová  und Vlatka Svobodová und den Gitarristen Michal Beneš und Martin Endl, Bass spielt Leoš Kudelka.

Gleich die erste Komposition „Time Of My Life“ sorgt für Freudentränen bei mir. Für das spezielle Flair sorgt ein Field Holler als Intro ( Field Holler ). Toller männlicher Front- und weiblicher Backgesang und ein Gitarrensolo, das den Sumpf brodeln lässt. Die Alligatoren tanzen auf dem Wasser und die Schlangenlederstiefel Dixie. Blechblasinstrumente dominieren das nächste Lied, „Find My Way Home “ und der Gesang  von Veronika, Vlatka und Michal sorgt für zusätzlichen Soul. Das Stück ist so in der Art  gestrickt wie „Sweet Home Alabama“, oder dieses Adaptierte von Kid Rock, sehr easy.

Balladentime mit Orgelunterstützung und Countrytouch ist bei „Someday“ angesagt. Zusammen mit den großartigen Gitarrentönen sorgt dieser Song dafür, das sich beim Rezensenten vor dem Betätigen der Repeat Taste eine Flasche Pilsener Urqell zum zusätzlichen Genuß dazu gesellt. „Give Me An Answer“ ist ein Classicrocker im AOR Stil. „Too Late To Say I`m Sorry“ ist eine Aaaaahahahaha Countryballade, sie bleibt aber auf dem Boden und zieht mir nicht die Stiefel aus. „How `bout You“ rockt relaxt im J.J.Cale Stil, mit Banjo und kurzen, knackigen Gitarrensolis. „Let It Ride“ ist ein Southernrocker der leichten, lockeren Art mit Harpeinsprengseln und „Superstition“ ähnlichem Tasteneinsatz.

Das Banjo unterstützt die Gitarrenriffs beim Southernpopper „Nothing Better To Do“, der einzigen Coverversion im Laufe der knapp 53minütigen Spielzeit der CD. Die Mädels singen in diesem Fall mal ohne Michal. Übrigens gefällt mir der Gesang auf allen Stücken ausgeschrieben gut, die Stimmbänder der Drei klingen eher nach Southern Comfort als nach Becherovka.Mit einem Intro der Rhythmusfraktion geht es bei „Pieces Of Wild“ zur Sache und rockt anschließend schön geradeaus, wie auch der Uptemposong „Cameron Blues“. Der Bass pluckert, in Bälde setzen die Gitarrenriffs die Akzente und die Orgel ackert im Hintergrund. Das markante Gitarrenriff von „Rock Star“ wird angereichert mit Slidegitarren Attacken und das Outro der Gitarrenfraktion versinkt nicht im Sumpf des Einerlei, ein erfrischender Rocksong.

Zum guten Schluss des Silberlings hören wir noch die Ballade „Out Of Time“, mit schönem Honky Tonk Piano und meinem Fazit: eine Bereicherung meiner CD Sammlung….(Volker)

zur Webseite von The Cell

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